Sie schätzte Lage vor Wochen als „sehr gefährlich” einTuiCruises lehnte Umbuchung ab – jetzt steckt Ingrid im Kriegsgebiet fest

Sie hatte ein ungutes Gefühl – durfte aber nicht umbuchen!
Bereits vor Wochen trübt Ingrid Oellers Vorfreude auf den Urlaub eine böse Ahnung: Die Kreuzfahrttouristin möchte ihre Reise in den Nahen Osten umbuchen – doch Anbieter TuiCruises lässt sie nicht. Nun steckt die Frau im Kriegsgebiet fest.

Ingrid Oellers konnte Reise nicht stornieren

Am 26. Februar betritt Ingrid Oellers gemeinsam mit ihrem Ehemann den Kreuzfahrtriesen „Mein Schiff 5”, will den Urlaub trotz ihrer Vorahnung bis zum 5. März genießen. Doch nach nur wenigen Tagen steckt das Schiff von TuiCruises wegen des Kriegs zwischen Israel, den USA und dem Iran mitten im Krisengebiet in Doha (Katar) fest – und kommt nicht mehr weg!

Für die Polizistin aus Mönchengladbach besonders bitter: Sie habe nach eigenen Worten bereits am 19. Februar mit TuiCruises Kontakt aufgenommen, um „mich umzubuchen, mir eine Gutschrift zu geben”, erzählt sie RTL live bei Punkt 12. Ingrid Oellers habe die Lage damals auch schon als „sehr gefährlich” eingeschätzt und wollte lieber zu Hause bleiben. Doch das sei nur bei voller Übernahme der Kosten möglich gewesen!

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Ingrid Oellers und ihr Mann sitzen auf der „Mein Schiff 5” fest.
Ingrid Oellers und ihr Mann sitzen auf der „Mein Schiff 5” fest.
RTL

„Man hat mir gesagt, es gibt für mich keine Möglichkeit, zurückzutreten, es sei denn, ich würde den vollen Reisepreis zahlen.” Es sei „gar nichts zu machen” gewesen. Die Kosten betragen 1.700 Euro und so entscheidet sich die Polizistin, den Urlaub anzutreten – „und schon am Samstag hatte mich das wieder eingeholt, deshalb bin ich natürlich mehr als bestürzt, dass man mich im Vorfeld hat nicht umbuchen lassen.”

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Johann Wadephul verweist auf Eigenverantwortung

Nach der Eskalation des Konflikts, bei dem aktuellen Medienberichten zufolge mindestens 550 Menschen im Iran ums Leben gekommen sind, wendet sich Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) an die vielen feststeckenden Urlauber – kann ihnen aber nur wenig Hoffnung auf Hilfe der Bundesregierung machen. Am Sonntagabend (1. März) erklärt er in einer ARD-Talkshow: „Es war nicht ganz unbekannt, dass das gefährlich werden könnte.” Reisende trügen auch eine eigene Verantwortung für ihre Sicherheit. Am Montagmittag kommt dann allerdings die Ankündigung, dass die Bundesregierung Flugzeuge für die Rettung von Urlaubern ins Krisengebiet schicken will.

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Ingrid Oellers hätte sich gerne früher der möglichen Gefahr entzogen – und wurde, wie es aussieht, vom Veranstalter im Stich gelassen. RTL hat TuiCruises zu dem Vorfall angefragt, eine Antwort steht aber noch aus.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche