Jetzt also dochZur Rettung von Urlaubern! Bundesregierung will Flugzeuge ins Kriegsgebiet schicken

«Dieser Schlag ist inakzeptabel», so Außenminister Wadephul.
Laut Außenminister Johann Wadephul sollen deutsche Touristen nun doch aus dem Kriegsgebiet evakuiert werden.
Soeren Stache/dpa

„Wollen Deutschen helfen, nach Hause zu kommen!”
Die Bundesregierung bereitet die Entsendung von Flugzeugen in den Nahen Osten vor, um dort gestrandete deutsche Touristen nach Hause zu holen. Die Maschinen sollen nach Maskat im Oman und in die saudische Hauptstadt Riad geschickt werden, sagt Bundesaußenminister Johann Wadephul in Berlin.

Johann Wadephul kündigt Entsendung von Fliegern an

Über den beiden Standpunkten seien die Lufträume noch geöffnet, Sicherheit gehe bei der Entsendung allerdings vor. Johann Wadephul habe mit Lufthansa-Chef Carsten Spohr gesprochen, und die Airline habe grundsätzlich Kapazitäten, um Betroffene aus dem Kriegsgebiet zu bringen.

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„Wir wollen Deutschen helfen, nach Hause zu kommen”, erklärt der Außenminister. Man sei in einer Großkrise, in der auch viele Deutsche betroffen seien. Neben der Lufthansa sei man auch mit TUI und dem Deutschen Reiseverband in Kontakt. Ein besonderer Blick gelte der Rückholung vulnerabler Personen wie Kinder, Kranke oder Schwangere.

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Bundesregierung könnte auch Privatmaschinen entsenden

Die Bundesregierung könne auch Privatmaschinen aus Steuerzahlerkosten chartern und als letztes Mittel auf Flugzeuge der Bundeswehr zurückgreifen. Details müssten aber noch geklärt werden. So sei offen, wie viele Menschen an die jeweiligen Orte kommen könnten, von denen noch ausgeflogen werden könne.

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Zuvor hatte der CDU-Politiker gestrandeten Urlaubern noch wenig Hoffnung auf Hilfe der Bundesregierung oder Rettungsflüge gemacht. Am Sonntagabend (1. März) erklärte er in einer ARD-Talkshow: „Es war nicht ganz unbekannt, dass das gefährlich werden könnte.” Reisende trügen auch eine eigene Verantwortung für ihre Sicherheit.

Verwendete Quellen: Reuters