„Es war nicht ganz unbekannt, dass das gefährlich werden könnte”Tausende Deutsche sind auf sich allein gestellt! Wadephul spricht von Eigenverantwortung
Sie wollten Urlaub machen, jetzt befinden sie sich mitten in einer Krisenregion!
Die Explosionen der Luftabwehr-Raketen sind deutlich zu hören, das ganze Hotel wackelt. Und trotzdem können die deutschen Urlauber nicht weg.
Bekannte Luxus-Hotels von Trümmerteilen getroffen
Der Flugverkehr in Dubai ist eingestellt. Währenddessen fliegen Raketen und Drohnen auf die Emirate. Ihr Ziel sollen laut dem Iran US-Militäreinrichtungen sein. Doch als Abwehrsysteme sie abfangen, treffen Trümmerteile die Luxus-Hotels Burj Al Arab und das Fairmont Hotel auf der künstlichen Insel The Palm.
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Deutscher Reiseverband: Sicherheitslage „äußerst volatil”
Rund 30.000 Reisende deutscher Veranstalter sind nach Angaben des Deutschen Reiseverbands (DRV) aktuell von den Luftraumsperrungen im Nahen Osten betroffen. Sie halten sich demnach entweder in der Region auf oder haben Flüge über dortige Drehkreuze gebucht. Mehrere tausend deutsche Urlauber sind direkt in der Region von den Kämpfen betroffen, sitzen auf Kreuzfahrschiffen, Flughäfen oder in Hotels fest.
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Die Sicherheitslage sei „äußerst volatil”, erläuterte der Reiseverband. Wie lange die Einschränkungen andauern, sei unklar. Gäste, die nicht wie geplant abreisen können oder auf Weiterflüge warten, würden von ihren Veranstaltern betreut und bei Bedarf „sicher untergebracht”.
Anzeige:Bundesregierung bietet keine Hilfsflüge an
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) kann den Urlaubern wenig Hoffnung auf Hilfe der Bundesregierung oder Rettungsflüge machen. Er sagt am Sonntagabend in einer ARD-Talkshow: „Es war nicht ganz unbekannt, dass das gefährlich werden könnte.” Reisende trügen auch eine eigene Verantwortung für ihre Sicherheit.
Großbritannien bereitet Evakuierung vor
Großbritannien bereitet sich auf die Evakuierung seiner Bürger aus dem Nahen Osten vor. Schätzungsweise 300.000 Briten hätten ihre Anwesenheit in der Region registriert, sagt Außenministerin Yvette Cooper dem Sender Sky News. Die Regierung arbeite an verschiedenen Optionen. Es gehe um Zusammenarbeit mit der Reisebranche und vom Staat organisierte Evakuierungen. Zudem seien Eingreiftruppen in die Region entsandt worden.
Immer wieder sind Explosionen zu hören

Urlauber Gniewomir Przeworski aus Brandenburg übernachtet in einem benachbarten Hotel, erlebt die Explosionen hautnah mit. „Es kam gegenüber vom Hotel noch mal irgendwas runter, was zur Erschütterung des ganzen Hotelgebäudes geführt hat”, berichtet er. Die Urlauber flüchten in die Tiefgarage des Hotels.
Panik herrsche aber nicht. Der Brandenburger weiter: „Zumindest kümmert man sich hier um uns sehr gut.” Dennoch: Er und etliche weitere Urlauber wollen ausreisen, sobald es geht.
Verwendete Quellen: Nonstop AGT, ARD, Deutscher Reiseverband, Reuters
































