Prozessauftakt nach DreifachmordMann hat Nachbarinnen aus sexueller Lust zerstückelt

Zur sexuellen Erregung soll ein Mann zwei Nachbarinnen auf grausame Art und Weise getötet haben.
Danach soll er den Partner einer der beiden ebenfalls getötet haben, um die Taten zu vertuschen. Heute (1. Oktober) hat am Landgericht Deggendorf der Prozess gegen ihn begonnen.
Frau mit Ladekabel erdrosselt und zerstückelt
Die Taten waren im vergangenen Sommer begangen worden. Im Fall der getöteten Frauen führten laut Staatsanwaltschaft reine Zufälle zu den Morden. In einem ersten Fall soll das spätere Mordopfer Streit mit seinem Freund gehabt haben, der die Frau daraufhin nicht mehr in die Wohnung ließ. L. soll die Frau daraufhin in seine Wohnung geholt haben, wo bei beiden Drogen genommen haben sollen. Als die Frau danach einschlief, soll er sie auf seinem Sofa durch Würgen und mit einem Ladekabel erdrosselt haben, um sich sexuell an ihr zu befriedigen. Erst nach drei Tagen sei L. aufgefallen, dass der Leichnam der Frau zu riechen begann. Er soll diesen dann zerstückelt haben. Die Beine der Frau brachte er mit dem Fahrrad in ein Waldstück und versteckte sie, die übrigen Körperteile versteckte er in seinem Kühlschrank und seiner Gefriertruhe.
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Knapp drei Wochen nach dieser Tat kam es bei der anderen Nachbarin zum Stromausfall, woraufhin L. die Frau in seine Wohnung eingeladen haben soll. Dort soll der erneut unter Drogeneinfluss stehende Angeklagte sexuelle Erregung beim Anblick der Frau verspürt und diese zur Befriedigung seiner Lust getötet haben. Er soll der Frau zunächst eine Bierflasche mit Wucht auf den Kopf geschlagen haben. Danach schlug er ihr laut Anklage außerdem mindestens 13 Mal mit einem Hammer auf den Schädel. Im Anschluss habe er den Kopf der Frau mit Frischhaltefolie umwickelt, um sie zu ersticken.
Staatsanwaltschaft sieht mehrere Mordmerkmale
Zur dritten Tat kam es, als der Lebensgefährte der Frau sich auf die Suche nach dem Opfer machte. L. soll den Nachbarn ebenfalls mit einem Hammer mehrere schwere Hiebe versetzt, außerdem mit einer Schere und einem Messer auf ihn eingestochen und ihn mit einem Ladekabel gewürgt haben. Der Mann starb an den Folgen seiner massiven Verletzungen.
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Der Angeklagte und die Opfer sind laut Gericht dem Drogenmilieu zuzuordnen. Nach Justizangaben stellte sich der Angeklagte, ein slowakischer Staatsangehöriger, später in Österreich der Polizei. Beamte entdeckten dann die drei grausam zugerichteten Toten in dem Mehrfamilienhaus in Zwiesel (Landkreis Regen).
Die Staatsanwaltschaft sieht mehrere Mordmerkmale als verwirklicht an: in allen drei Fällen Heimtücke, bei den Frauen auch zur Befriedigung des Sexualtriebs. Im zweiten und dritten Fall Grausamkeit und bei dem Mann zur Verdeckung einer Straftat. Zum Prozessauftakt schwieg der Angeklagte. Sein Verteidiger kündigte aber eine Einlassung an. Für das Verfahren sind zehn Verhandlungstage anberaumt worden. Das Urteil könnte am 19. November fallen.
Verwendete Quelle: AFP, dpa
































