Ein Auto steht bis zum Dach unter Wasser. Dort, wo eigentlich eine Straße ist. Der Lee ist hier in Montpellier über die Ufer getreten und zum reißenden Strom geworden. Überall entlang des Flusses staunen Menschen über die Naturgewalt.
„Es ist unglaublich, denn normalerweise ist dort ein Parkplatz mit vielen kleinen Dingen. Und jetzt ist nichts mehr übrig. Überall gibt es Wellen. Die Strömung ist stark. Anscheinend ist alles sehr schnell passiert."
Seit Dienstag regnet es im Süden Frankreichs teils heftig. Besonders stark betroffen ist San Hipolito. Knapp 40 Kilometer nördlich von Montpellier. Dort fielen innerhalb von 24 Stunden rund 335 Liter Regen pro Quadratmeter, so viel wie sonst in etwa zwei Monaten. Straßen wurden überflutet, zum Teil brach der Asphalt auf, drei Campingplätze wurden vorsorglich evakuiert.
Im Ort Ac Mord, südöstlich von Montpellier wurden sogar Tornados beobachtet. Im Großraum Montpellier ist der gesamte Bus und Straßenbahnverkehr eingestellt worden. Auch Züge fahren bis voraussichtlich heute 12.00 Uhr nicht. Auch zahlreiche Brücken sind gesperrt. Immerhin Der staatliche Wetterdienst hat die höchste Unwetterwarnstufe Rot inzwischen aufgehoben.