Brutale Tat in FrankreichLouis (†17) in Hinterhalt gelockt und totgeprügelt

Eine unfassbar brutale Tat erschüttert Frankreich.
Der 17-jährige Louis (†17) wurde in einen Hinterhalt gelockt und dort von drei Minderjährigen und zwei Erwachsenen totgeprügelt. Videos der Tat posteten sie auf sozialen Medien.
Opfer lag ganze Nacht schwer verletzt auf Baustelle
Am Freitag, den 19. Juli, haben fünf junge Menschen den 17-jährigen Louis in Narbonne (Frankreich) auf eine Baustelle gelockt. Dort haben sie ihn brutal zusammengeschlagen und achtlos liegen gelassen. Der Schwerverletzte wurde erst am nächsten Morgen bewusstlos von einem Arbeiter gefunden. Als Louis von den Rettungskräften versorgt wurde, wies er unter anderem „zahlreiche Blutergüsse im Gesicht sowie mehrere Blutungen im Mund- und Nasenbereich“ auf, erklärte der Staatsanwalt von Narbonne.
„Die bisherigen Ermittlungsergebnisse lassen darauf schließen, dass diese äußerst schwere Tat geplant war und die Beschuldigten dem Opfer einen Hinterhalt gestellt hatten, indem sie ihn auf eine Baustelle lockten, um ihn dort zu Tode zu prügeln“, erläuterte Staatsanwalt Jean-Philippe Rey auf einer Pressekonferenz.

Video überführt die Täter
Die fünf Verdächtigen – drei Minderjährige und zwei 19-Jährige – wurden anhand von Videos identifiziert, die in sozialen Netzwerken verbreitet wurden. Sie wurden festgenommen und in Polizeigewahrsam genommen, bevor sie am Dienstag, dem 23. Juni, einem Ermittlungsrichter vorgeführt wurden. Dieser leitete zunächst ein Verfahren wegen versuchten Mordes gegen sie ein.

Während ihrer Vorführung vor dem Ermittlungsrichter wurde die Staatsanwaltschaft darüber informiert, dass das Opfer inzwischen verstorben ist, weshalb der Vorwurf auf Mord verschärft wurde.
Große Bestürzung in Frankreich
Der Fall löste in Frankreich über die Parteigrenzen hinweg Betroffenheit aus. Der linke Abgeordnete Antoine Léaument erklärte: „In Narbonne ist Louis, ein 17-jähriger junger Mann, gestorben, nachdem er feige am Boden liegend immer wieder geschlagen wurde. Die mutmaßlichen Täter wurden festgenommen und müssen sich vor Gericht verantworten.“
Die Vorsitzende der Fraktion des rechtspopulistischen Rassemblement National sagte: „Die Leidensgeschichte des 17-jährigen Louis, der in Narbonne zu Tode gelyncht wurde, erschüttert zutiefst und erfüllt viele Franzosen mit großer Wut angesichts dieser alltäglichen Barbarei, die weder verharmlost, relativiert noch verschwiegen werden darf.“
Im Video: Ein Kriminologe und eine Psychologin erklären: Warum werden Kinder zu Straftätern?
Auch der ehemalige Ministerpräsident Gabriel Attal äußerte sich: „Gestern ist Louis, ein 17-jähriger Jugendlicher, in Narbonne gestorben. Er wurde in einen Hinterhalt gelockt, brutal zusammengeschlagen und auf einer Baustelle zum Sterben zurückgelassen.“ Attal sprach von „Henkern“ und beklagte eine „zunehmend extreme Gewalt innerhalb eines Teils unserer Jugend“.
Rache als Motiv
Laut Quellen der Zeitung L’Indépendant handelt es sich möglicherweise um einen Racheakt. Staatsanwalt Jean-Philippe Rey bestätigt das jedoch nicht. „Das Motiv ist unklar. Die diesbezüglichen Erklärungen sind widersprüchlich.”
Verwendete Quellen: l’independant.fr, midilibre.fr, 20minutes.fr
































