Nach „Aktenzeichen XY... Ungelöst”Cold Cases Marion (12) und Sonja (13) – Polizei hat viele neue Hinweise

Kommen sie dem Täter jetzt auf die Spur?
Zwei tote Mädchen, beide ermordet und missbraucht. Marion im Juli 1973, Sonja im Juli 1981. Inzwischen gehen die Ermittler davon aus, dass es sich um ein und denselben Mörder handeln könnte, weil identische DNA an beiden Tatorten gefunden wurde. Vor allem der Fall Sonja wurde nun noch einmal bei „Aktenzeichen XY... Ungelöst” aufgegriffen. Und tatsächlich gibt es neue Hinweise.

Parallelen zwischen den beiden Fällen

Sonja war 13, als sie 1981 in Kempten im Allgäu verschwand. Drei Monate später wurde ihre Leiche gefunden. Der Fall wurde nie aufgeklärt. Aber früh dann suchten Ermittler nach Parallelen zu einem Fall in Fürth 1973. Damals starb die 12 Jahre alte Marion unter mysteriösen Umständen. Das Mädchen war nach einem Dorffest von einem Unbekannten erschlagen und vermutlich auch missbraucht worden. Auch Sonja starb in der Nähe eines Sommerfestes.

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Die Kriminaltechnik hat sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt - und so fanden die Ermittler im Jahr 2022 an alten Beweisstücken zu den beiden Mordfällen identische DNA. Es spricht also vieles dafür, dass es einen Zusammenhang, einen gemeinsamen Täter, gibt.

Hat Sonja ihrem Mörder ein Medaillon entrissen?

Mit diesen Beweisstücken und den Erkenntnissen von den beiden Tatorten hat die Polizei nun einen neuen Anlauf gewagt. Gezielt fragen die Ermittler am Mittwoch (21. Januar) in „Aktenzeichen XY... Unglöst” nach möglichen Besuchern eines Schulfestes in Kempten 1981, nach Menschen, die in den Jahren 1973 bis 1981 Verbindungen sowohl nach Fürth, als auch nach Kempten hatten – und nach einem Medaillon, das Sonja ihrem Mörder möglicherweise entrissen hat.

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Das Ergebnis macht Hoffnung. Allein die Polizei Kempten hat am Abend der Sendung fünf Telefone besetzt – alle sind dauerbelegt. Dabei können 45 Anrufe herausgefiltert werden, die ernstzunehmende Hinweise enthalten. Auffällig ist, dass sich mehrere Schausteller melden, die sowohl in Fürth, als auch in Kempten im Umfeld der Morde ihre Geschäfte geöffnet hatten. Die Polizei gibt an, dass sogar konkrete Namen genannt wurden. Ob die schon zu Verdächtigen führen, oder nur weitere Zeugen sind, ist nicht bekannt.

10.000 Euro hat die Polizei Bayern für Hinweise ausgelobt, die zur Ergreifung des Täters führen. Vielleicht sind sie ihm mit dieser Sendung nach all den Jahren ein gutes Stück näher gekommen. (tbe)

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, Polizei Mittelfranken, ZDF