„Eine Frau habe ich gelöscht“Busbrand in der Schweiz – Imbissbesitzer Zeynel wird zum Retter
Mit 5.466 Einwohnern kennt in Kerzers jeder jeden!
Doch seit Dienstag ist in der Schweizer Gemeinde alles anders: Ein Linienbus gerät plötzlich in Brand, sechs Menschen sterben. Erste Hinweise deuten darauf hin, dass ein Mann das Inferno absichtlich ausgelöst haben könnte. Ganz in der Nähe befindet sich der Imbisswagen von Zeynel Teke. Und der 61-Jährige reagiert sofort, wie er betroffen im RTL-Interview sagt.
„Ihre Hose hat gebrannt. Das habe ich mit der Hand gelöscht“
Seit 20 Jahren hat er seinen Imbisswagen in Kerzers. Auch am Dienstagabend ist er vor Ort, als er plötzlich das Flammeninferno bemerkt. „Flammen überall“, so der 61-Jährige. Und das innerhalb kürzester Zeit. Er wird zu einem der ersten Helfer bei dem Busbrand.
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„Eine Frau habe ich gelöscht“, sagt Zeynel Teke. Sie sei brennend aus dem Bus geflohen. „Ihre Hose hat gebrannt. Das habe ich mit der Hand gelöscht.“ Wie es der verletzten Frau jetzt geht, ist unklar.
Danach wollte er die riesigen Flammen löschen, jedoch ohne Erfolg. „Mein Vater hat auch Feuerlöscher rausgeholt, aber es war zu groß. Das hat nicht so viel geholfen“, erzählt seine Tochter Selin im RTL-Interview, die auch ganz in der Nähe war. „Ich war schockiert“, erzählt die 17-Jährige. „Ich hab’ so etwas noch nie erlebt, mein ganzes Leben.“

Busbrand schockt Kerzers – meterhohe Flammen mitten im Ort
Auch Linda Reis arbeitet in Kerzers. Die Ladenbesitzerin ist noch immer schockiert, wie sie im Interview mit RTL verrät. Überall sei es „ganz, ganz schwarz mit Rauch“ gewesen. Als sie nachschauen will, was los ist, hört sie mehrere Explosionen. „Vielleicht von den Fenstern, ich weiß nicht.“

Die Flammen werden immer höher. Schließlich hört sie auch Schreie. Dass mehrere Menschen ums Leben gekommen sind, könne sie immer noch nicht glauben, erzählt sie weiter.
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Kerzers nach Busbrand in Trauer
Vanessa Liuzzi besucht am Mittwochmorgen die Stelle des Infernos in Kerzers und legt gemeinsam mit ihrem Sohn Blumen nieder. Im RTL-Interview ist die Mutter den Tränen nahe. „Mein Sohn hat den Hubschrauber gehört. Und dann haben wir nur noch Sirenen gehört.“

Im Ort herrsche nun vor allem Trauer: „Man merkt, es ist angespannt. Jeder spricht darüber. Man wird überall angesprochen. Es ist überall gerade ein Thema.“ Vanessa macht klar: „Ich bin schockiert, ich bin traurig und verzweifelt.“
Am Mittwochmorgen sind noch viele Fragen offen. Die Polizei ermittelt zur Brandursache. Die Schweizer Zeitung Blick zitiert einen Augenzeugen, nach dessen Angaben ein Mann Benzin im Bus ausgeschüttet und sich selbst in Brand gesetzt haben soll. Um 14 Uhr gibt die Kantonspolizei in Freiburg eine Pressekonferenz, um eine Bilanz zur aktuellen Lage zu ziehen.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche


