Erste Erkenntnisse zur Brandkatastrophe in Crans-Montana Flashover verwandelte die „Le Constellation“-Bar in tödliche Feuerfalle

von Johanna Grewer

Mehr als hundert Verletzte und Dutzende Tote!
Wie konnte das Feuer in der Bar „Le Constellation” so verheerende Auswirkungen haben? Der Kanton Wallis hat in einer Pressemitteilung erste Erkenntnisse nach der Katastrophe bekanntgegeben. Offenbar kam es im Partybereich zu einem gefährlichen Feuer-Phänomen.

Was ist ein Flashover?

„In der Silvesternacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar 2026 kam es in der Bar „Le Constellation” in Crans-Montana infolge eines Brandes zu einem Flashover, der eine oder mehrere Explosionen zur Folge hatte und zahlreiche Tote und Verletzte forderte”, heißt es in der Mitteilung.

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Switzerland Bar Fire
Augenzeugen berichten, wie brennende Menschen schreiend aus der Bar flüchteten.
AP

Von einem Flashover (Durchzündung) spricht man, wenn ein Brand nach dem Ausbruch schlagartig zu einem Vollbrand wird. Auf der Website der Freiwilligen Feuerwehr Haar (bei München) wird ein Flashover als „schneller Übergang aller Oberflächen brennbarer Materialien eines Raumes hin zu einem Feuer” beschrieben.

Nach Feuerkatastrophe in Crans-Montana wird Notfallplan ausgelöst

Laut offiziellen Angaben des Kantons wurde nach dem Unglück vom Staatsrat eine „besondere Lage“ ausgerufen, „um für die nächsten Tage unverzüglich alle erforderlichen Einsatzmittel bereit stellen zu können“. 13 Helikopter, 42 Rettungswagen sowie 150 medizinische Kräfte seien bereits in der Nacht im Einsatz gewesen, um alle Opfer versorgen zu können.

Lese-Tipp: Löste Geburtstagsfeuerwerk an Champagnerflaschen den tödlichen Brand in Crans-Montana aus?

Genaue Angaben zur Zahl der Todesopfer gibt es noch nicht. Es wird befürchtet, dass vor allem junge Menschen und auch viele ausländische Touristen unter den Toten sein könnten, die zu Silvester in dem Schweizer Skiort im Urlaub waren.

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Kanton Wallis bedankt sich bei allen Rettungskräften

„Der Staatsrat möchte allen Betroffenen seine tiefe Solidarität und Anteilnahme nach dieser Tragödie aussprechen“, hieß es in der Mitteilung. „Seine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und allen anderen Betroffenen. Sein Dank geht an alle Rettungskräfte, die an der Bewältigung der Ereignisse der vergangenen Nacht beteiligt waren.“ (mit dpa)

Verwendete Quellen: Kanton Wallis, Freiwillige Feuerwehr Haar, dpa