Viele Verkehrsunfälle zum WochenstartDeutschland schlittert und zittert in die neue Woche

Schnee, Glätte, Regen.
Auf den Straßen und Gehwegen müssen sich die Menschen in Deutschland erneut auf winterliche Bedingungen einstellen. Schon am frühen Montagmorgen (16. Februar) gab es Unfälle wegen zugeschneiter Fahrbahnen, etwa im Sauerland und in Bayern. In Rheinland-Pfalz überschlug sich ein Auto - zwei Menschen wurden schwer verletzt.

Schnee und Kälte beherrschen die Wetterlage

Bis in den Nordosten Deutschlands zieht am Vormittag eine Schneefront über das Land, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Im Westen und Südwesten des Landes gehe dieser in den Niederungen in Regen über. In Staulagen könne es bis zu 15 Zentimeter Neuschnee geben.

Auch Glättegefahr besteht laut DWD: Im Südosten und später von der Nordsee bis nach Sachsen falle Regen, der teils gefriere. In den Hochlagen der Mittelgebirge kann es demnach teils kräftige Schauer oder Gewitter mit bis zu fünf Zentimeter Neuschnee in kurzer Zeit geben.

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Leverkusener Rheinbrücke gesperrt

Rheinbrücke Leverkusen bis auf Weiteres vollständig gesperrt
Gemeinsam mit der Feuerwehr soll nun abtauender Schnee sowie Eis geräumt werden, teilte die Autobahn GmbH mit. Ein Hubschrauber solle die Pylonen der Leverkusener Rheinbrücke überfliegen und die Eisplatten mit dem Wind der Rotorblätter herunter wehen, so die Polizei.
Federico Gambarini/dpa

Die Leverkusener Rheinbrücke der A1 ist nach einer stundenlangen Vollsperrung wegen herabgestürzter Eisstücke und mehrerer Unfälle inzwischen wieder für den Verkehr freigegeben. Das teilte die Polizei mit. Sie hatte empfohlen, den Bereich wegen der Vollsperrung großräumig zu umfahren.

Wie eine Polizeisprecherin sagte, haben sich keine weiteren Geschädigten gemeldet. Nach früheren Angaben sind drei Autos von herabfallenden Eisplatten auf der Leverkusener Rheinbrücke beschädigt worden. Verletzte hat es bei den Einzelunfällen nach ersten Erkenntnissen nicht gegeben.

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Sprinter verunfallt auf Autobahn
Einsatzkräfte der Feuerwehr stehen neben einem verunfallten Fahrzeug auf der verschneiten Autobahn 45 (A45)
Alex Talash/dpa

In vielen Bundesländern kam es in der Nacht und am frühen Morgen (16. Februar) zu Unfällen infolge der Witterungsbedingungen. Ein Transporter kippte auf der A45 nahe Lüdenscheid in Nordrhein-Westfalen zur Seite und blieb auf der zugeschneiten Fahrbahn liegen, der Fahrer kam schwer verletzt in ein Krankenhaus. Auch auf der A1 geriet ein Lastwagen bei Glätte ins Rutschen, stellte sich quer und prallte gegen die Mittelleitplanke. Die Autobahn ist in Fahrtrichtung Osnabrück zwischen Bremen-Arsten und Brinkum derzeit voll gesperrt.

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Auto kommt von Fahrbahn ab – zwei Schwerverletzte

In Bayern kam ein Laster auf der A8 in Richtung München nahe Irschenberg bei Schneeglätte von der Fahrbahn ab und rutschte die Böschung hinab. Dabei verlor er fast seine ganze Ladung: 18.000 der 20.000 Liter flüssiger Kalk sickerten in den Boden, wie die Polizei mitteilte. Zwei Menschen wurden bei einem Unfall in Rheinland-Pfalz schwer verletzt: Ein 45-Jähriger kam mit seinem Auto wohl wegen zu hoher Geschwindigkeit von der schneebedeckten Straße ab, das Auto überschlug sich. Der Fahrer und seine 42 Jahre alte Beifahrerin wurden schwer verletzt.

Auf einer Bundesstraße bei Rengsdorf im nördlichen Rheinland-Pfalz sind auf schneeglatter Fahrbahn nacheinander sechs Autos ins Schleudern geraten. Sieben Menschen wurden bei den Unfällen am Sonntagabend (16. Februar) leicht verletzt, teilte die Polizei mit. Es habe starken Schneefall gegeben.

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Die Autos seien hinter einem Tunnel ineinander und in Schutzplanken geprallt, hieß es. „Aufgrund der schneeglatten Fahrbahn konnten die Einsatzkräfte teilweise erst nach Räumen der Fahrbahn durch den Winterdienst der Straßenmeisterei an die Unfallstelle gelangen”, schrieb die Polizei.

Ebenfalls in Rheinland-Pfalz blockierte ein Lkw die B327 in Richtung Thalfang für mehrere Stunden. Er war auf der schneeglatten Straße abgekommen und mit dem vorderen Teil im Straßengraben stecken geblieben. (dpa/lha)

Verwendete Quellen: dpa