Nach Tod von Drogenboss „El Mencho“Nur 100 Tage vor der Fußball-WM – Mexiko versinkt in Gewalt
Deutsche Botschaft warnt Touristen in Mexiko!
Nur dreieinhalb Monate vor der Fußball-WM eskaliert in Mexiko die Gewalt. Nachdem die Armee den mächtigsten Drogenboss des Landes getötet hat, toben in mehreren Regionen blutige Revierkämpfe. Straßen werden blockiert, Autos brennen, der Flughafen im Badeort Puerto Vallarta steht still. Im Video seht ihr, wie Mexiko im Chaos versinkt.
Feuer, Straßensperren und Chaos

Mexikos mächtigster Drogenboss Nemesio Oseguera Cervantes, bekannt als „El Menscho”, ist von mexikanischen Sicherheitskräften getötet worden, wie das mexikanische Verteidigungsministerium bestätigte. Nach einem Militäreinsatz zu seiner Festnahme erlag er seinen Verletzungen, als er auf dem Luftweg nach Mexiko-Stadt geflogen wurde. Insgesamt sieben Menschen seien bei dem Einsatz ums Leben gekommen. Die USA hatten zuletzt eine Belohnung von 15 Millionen US-Dollar (rund 12,7 Mio. Euro) auf ihn ausgesetzt. Der Ex-Polizist hatte seit 2011 das von ihm gegründete Drogenkartell Jalisco Nueva Generación angeführt.
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Sicherheitskräfte führten eine Operation in Tapalpa im Bundesstaat Jalisco durch, die eine starke Reaktion von mutmaßlichen Bandenmitgliedern auslöste, wie Gouverneur Pablo Lemus auf X mitteilte. In mehreren Bundesstaaten wurden Straßen mit brennenden Autos, Lastwagen und Bussen gesperrt. Auch wurden Feuer in Apotheken und kleinen Einzelhandelsgeschäften gelegt. In der von Touristen beliebten Stadt Puerto Vallarta an der Pazifikküste waren in Videos brennende Autos und große schwarze Rauchwolken zu sehen, die zwischen den Gebäuden aufstiegen.

In sozialen Netzwerken kursieren Videos, die Chaos am Flughafen der zweitgrößten Stadt Mexikos, Guadalajara, nach Angriffen von Bandenmitgliedern zeigen sollen. Die Behörden riefen die Menschen dazu auf, sich in Sicherheit zu bringen. Auch die US-Botschaft in Mexiko gab eine Sicherheitswarnung für US-Bürger aus. Aufgrund laufender Sicherheitsoperationen und Straßensperren sollten US-Bürger an den betroffenen Orten bis auf weiteres in ihren Unterkünften bleiben, hieß es.
US-Regierung stufte Drogenkartell als Terrororganisation ein
Die US-Regierung hatte das extrem gewalttätige Drogenkartell von „El Mencho” als ausländische Terrororganisation eingestuft. Neben dem Handel mit Fentanyl ist sie demnach auch in Erpressung, Schleusung von Migranten, Diebstahl von Öl und Mineralien sowie Waffenhandel verwickelt.
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Obwohl die genauen Hintergründe noch nicht bekannt sind, ist der Einsatz ein wichtiger Erfolg für die mexikanische Präsidentin Sheinbaum. Seit Amtsantritt hatte sie einen verstärkten Kampf gegen die Gewalt und Drogenkriminalität des Landes versprochen und die Drohung der US-Regierung über einen Militäreinsatz scharf zurückgewiesen.
Verwendete Quellen: dpa
































