Garraum und Backofentür richtig reinigenStark verschmutzter Backofen? Diese sechs Hausmittel lösen selbst Eingebranntes

Junge Frau säubert den Grill eines Backofens,
Das Reinigen des Backofens muss nicht mühsam sein – insoweit man die richtigen Hausmittel kennt.
IMAGO / Paul von Stroheim

Eingebranntes Fett, hartnäckige Krusten und eine schmierige Scheibe.
Den Backofen zu reinigen, kann ganz schön nerven. Dabei braucht es nicht immer einen Spezialreiniger. Viele wirksame Helfer stehen wahrscheinlich längst bei euch in der Küche.

Backofen reinigen: Diese Hausmittel habt ihr bestimmt zu Hause

Der Auflauf blubbert über, vom Braten spritzt Fett an die Wände und auf dem Backblech bleiben dunkle Krusten zurück. Wer damit zu lange wartet, hat beim nächsten Putzen ordentlich Arbeit. Doch bevor ihr zur Chemiekeule greift, lohnt sich ein Blick in den Küchenschrank.

Backpulver, Natron, Zitrone, Essig, Salz oder einfaches Spülmittel können bei der Backofenreinigung bereits wahre Wunder bewirken – insoweit ihr die Hausmittel richtig einsetzt.

Wie wird der Backofen mit Backpulver wieder richtig sauber?

Backpulver kann vor allem bei eingebrannten Rückständen zum praktischen Putzhelfer werden. Wie der Küchengerätehersteller Neff erklärt, mischt ihr dafür drei Esslöffel Backpulver mit vier bis sechs Esslöffeln Wasser zu einer cremigen Paste und verteilt sie auf den verschmutzten Stellen im abgekühlten Backofen.

Durch die Feuchtigkeit reagiert das im Backpulver enthaltene Natriumhydrogencarbonat mit Säuren und beginnt zu schäumen. Dabei entsteht Kohlendioxid – und die Reaktion hilft, festgebackene Rückstände zu lösen. Nach 30 bis 60 Minuten Einwirkzeit könnt ihr die Paste samt gelöstem Schmutz mit einem feuchten Tuch abwischen.

Bei besonders hartnäckigen Krusten lässt sich die Anwendung laut Neff wiederholen.

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Wie funktioniert die Ofenreinigung mit Essig?

Bei stark verschmutzten Backöfen solltet ihr zu Essig greifen. Das Hausmittel ist schließlich nicht nur geruchsneutralisierend, sondern auch fettlösend.

Der Essig sollte jedoch etwa mit Wasser oder – noch besser – Spülmittel verdünnt werden – am besten zu gleichen Teilen mischen. Alles im Ofen verteilen und einarbeiten! Dabei unbedingt Handschuhe tragen, da die Säure eurer Haut schaden kann. Wichtig: Die Gummidichtung aussparen, da Essig das Material angreift und beschädigen kann.

Den Schaum 30 Minuten lang einwirken lassen. Bei sehr hartnäckigen Verschmutzungen kann die Mischung auch über Nacht einwirken. Dann mit einem feuchten Tuch den Ofen einfach auswischen – schon sollte der Ofen wieder glänzend sauber sein.

Wer die Reinigungskraft noch erhöhen will, kann laut Neff auch eine Essig-Wasser-Backpulver-Kombination nutzen. Hierfür eine alte Auflaufform mit 150 ml kaltem Wasser befüllen, vier Esslöffel bereits verdünnte Essigessenz sowie zwei bis drei Backpulver-Tütchen hinzugeben. Ofen auf 100 Grad heizen – und dem Gemisch 45 bis 60 Minuten geben. Danach sollte sich der Schmutz einfach abwischen lassen!

Video-Tipp: Backofen ohne Chemie reinigen! Essig und Backpulver im Praxis-Test

Wie nutzt ihr Zitronen richtig gegen Fett und Gerüche im Backofen?

Ihr habt Zitronen zu Hause? Perfekt, auch damit lässt sich laut dem Magazin zuhausewohnen.de der Backofen ganz wunderbar reinigen. Einfach die Zitrone in Scheiben schneiden, auf ein dreckiges Backblech oder in eine Auflaufform legen und mit etwas Wasser bedecken.

Anschließend den Ofen auf 180 Grad erhitzen und zehn Minuten warten. Der aufsteigende Dampf löst Fettflecken nicht nur von ganz allein, sondern hinterlässt auch einen angenehmen, frischen Duft.

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Verkrustetes Backblech? Dafür braucht ihr nur Salz

In eurem Ofen befinden sich zahlreiche Verkrustungen und Eingebranntes? Dann lautet das Hausmittel der Wahl: Salz!

  1. Erst wischt ihr mit einem feuchten Tuch durch den Ofen.

  2. Dann streut ihr ganz handelsübliches Salz großzügig auf alle verkrusteten Stellen.

  3. Bei 50 Grad für 30 bis 60 Minuten den Ofen erhitzen.

  4. Wenn sich das Salz braun gefärbt hat, den Ofen etwas abkühlen lassen.

  5. Dann einfach mit einem Pfannenwender die Kruste entfernen und mit warmem Wasser abspülen.

Wie nutzt ihr Natron bei verschmutzten Backöfen richtig?

Wer Natron zu Hause hat, kann auch das verwenden. Neff empfiehlt, Natron und Wasser im Verhältnis 1:1 zu mischen. Auf Fettflecken und eingebrannten Speiseresten soll die Paste etwa 30 Minuten einwirken. Danach die angetrockneten Reste entfernen und feucht nachwischen. Die Heizstäbe solltet ihr dabei aussparen. Und aufgepasst: Natron ist nicht dasselbe wie Soda.

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Exklusiver RTL-Tipp! Mit Zahnpasta bekommt ihr euren Backofen ebenfalls sauber

Noch ungewöhnlicher wird es bei einem Hausmittel, das wohl die wenigsten neben Backpulver und Natron vermuten würden: Zahnpasta. RTL-Haushaltsexpertin Gisela schwört darauf, wenn sich eingebrannte Stellen im Backofen einfach nicht lösen wollen. Besonders gut eignen sich ihr zufolge Zahncremes mit Schleifpartikeln, wie sie etwa in Produkten für weißere Zähne enthalten sind. Gel-Zahnpasta solltet ihr dagegen lieber nicht verwenden.

Im Video zeigt Gisela, wie es geht und ihr seht selbst, ob die Zahncreme den Backofen wirklich wieder blitzeblank bekommt!

Mit welchem Hausmittel lässt sich die Backofentür am besten reinigen?

Durch die Backofenscheibe ist kaum noch etwas zu erkennen? Dann lautet das Geheimmittel laut Chip.de erneut Backpulver!

Verrührt einfach eine Packung davon mit etwa vier Esslöffeln Wasser zu einer cremigen Paste. Gebt diese direkt auf die verschmutzten Stellen an Tür und Scheibe auf. Jetzt heißt es: arbeiten lassen statt schrubben!

Nach rund einer Stunde könnt ihr die getrocknete Paste mit einem feuchten Schwamm abnehmen und gründlich nachwischen. Bei richtig hartnäckigen Verkrustungen darf das Backpulver sogar mehrere Stunden einwirken.

Wer für die Reinigung Tür oder Scheibe ausbauen möchte, sollte allerdings vorher unbedingt einen Blick in die Bedienungsanleitung werfen – wie das funktioniert, unterscheidet sich je nach Backofenmodell.

Lese-Tipp: Hausmittel im Test – wie Kaffee, Backpulver und Co. eure Wäsche retten können

Wie oft sollte man den Backofen eigentlich reinigen?

Toll, wenn der Backofen wieder blitzeblank ist, aber wie oft sollten wir ihn eigentlich reinigen, außer wenn er akut verschmutzt ist? In der Regel reicht es bei normaler Nutzung, wenn ihr den Ofen alle zwei bis drei Monate gründlich reinigt. Benutzt ihr ihn sehr häufig oder bereitet oft fettige Speisen zu, solltet ihr ihn etwa einmal im Monat sauber machen.

Der beste Kampf gegen Eingebranntes beginnt allerdings schon, bevor überhaupt eine dicke Kruste entsteht. Neff empfiehlt daher, frische Verschmutzungen möglichst nach jedem Gebrauch zu entfernen. Auch Kalk-, Fett-, Stärke- und Eiweißflecken sollten demnach einfach mal schnell weggewischt werden.

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Diese Fehler solltet ihr bei der Backofenreinigung nicht machen

Auch beim Backofenreinigen gibt es einige Fehler, die ihr besser vermeiden solltet. Denn nicht jede Methode und jedes Hausmittel ist automatisch für jeden Backofen geeignet. Bevor ihr also mit dem Putzen loslegt, lohnt sich ein Blick in die Gebrauchsanweisung. Dort erfahrt ihr, welche Reinigungsmittel und Methoden für euer Gerät geeignet sind. Viele moderne Backöfen verfügen außerdem über eine Selbstreinigungsfunktion, die ihr nach den Vorgaben des Herstellers nutzen solltet.

Auch beim Putzen selbst gilt: Gebt den Hausmitteln genügend Zeit zum Arbeiten. Gerade bei eingebrannten und hartnäckigen Verschmutzungen sind die angegebenen Einwirkzeiten wichtig. Statt sofort kräftig loszuschrubben, solltet ihr Backpulver, Natron und Co. lieber in Ruhe wirken lassen – das kann euch anschließend einiges an Arbeit ersparen.

Am Ende gilt also: Beim Backofen reinigen müsst ihr nicht sofort zur Chemiekeule greifen – oft stehen die passenden Helfer längst im Küchenschrank. Und sind Blech, Scheibe und Innenraum erst einmal wieder sauber, schmeckt die nächste Pizza doch gleich ein kleines bisschen besser.

Verwendete Quellen: RTL, zuhause wohnen, Chip, Neff