Einräumen, aber richtig!Macht ihr diese Spülmaschinen-Fehler auch?

Voll darf die Maschine ruhig werden: Soll alles wirklich sauber werden, kommt es vor allem aufs richtige Einräumen an.
Voll darf die Maschine ruhig werden: Soll alles wirklich sauber werden, kommt es vor allem aufs richtige Einräumen an.
picture alliance/dpa/dpa-tmn / Christin Klose

Die Maschine macht die ganze Arbeit? Ganz so einfach ist es nicht!
Denn wer sie falsch belädt, riskiert nicht nur schmutzige Teller und trübe Gläser, sondern auch Keime, unangenehme Gerüche und im schlimmsten Fall ein beschädigtes Gerät. Dabei reichen oft schon ein paar kleine Änderungen, damit Geschirr und Maschine länger schön und sauber bleiben. Die wichtigsten Fragen und Antworten in unserem Spülmaschinen-FAQ!

Wie voll darf die Spülmaschine sein?

Hier gilt tatsächlich: „Je voller, desto effizienter”, so Bernd Glassl, Bereichsleiter Haushaltspflege beim Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) im dpa-Interview. Eine gut beladene Maschine nutzt Wasser und Energie besser als ein halb leerer Spülgang. Entscheidend ist allerdings, dass das Wasser weiterhin alle Flächen erreicht.

Schüsseln und Töpfe deshalb nicht ineinander stapeln und Geschirr nicht so dicht stellen, dass einzelne Teile abgeschirmt werden. Öffnungen von Tassen, Schüsseln oder Gläsern sollten nach unten zeigen. Auch die Sprüharme müssen sich frei drehen können.

Stärker verschmutzte und robuste Teile gehören in der Regel in den unteren Korb, empfindlichere Gläser und Tassen nach oben. Beim Besteck solltet ihr darauf achten, dass Löffel und Gabeln nicht eng ineinander liegen. Zu viel Ordnung im Besteckkorb kann also kontraproduktiv sein. Scharfe Messer gehören aus Sicherheitsgründen mit der Spitze nach unten in den Korb oder besser in eine Besteckschublade.

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Schmutziges Geschirr vorher abspülen – ja oder nein?

Nein. Teller und Schüsseln müssen nicht blitzblank in die Spülmaschine gestellt werden. Vorspülen unter laufendem Wasser verbraucht zusätzlich Wasser und Energie. Grobe Essensreste solltet ihr aber entfernen, damit sie nicht im Filter landen. Stark eingebrannte Töpfe können vor dem Spülgang eingeweicht werden. Bei hartnäckigen Krusten empfiehlt Glassl kaltes Wasser mit etwas Spülmittel. Anschließend sollte der Topf im Unterkorb so stehen, dass der Wasserstrahl seine Innenseite gut erreicht. Bleiben trotzdem Reste zurück, hilft nur Nacharbeiten von Hand.

Eine moderne, voll beladene Spülmaschine ist in der Regel sparsamer als der Abwasch per Hand. Besonders effizient arbeitet sie im Eco-Programm.

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Was darf nicht in die Spülmaschine?

Bei Holz ist die Sache ziemlich eindeutig: Schneidebretter, Kochlöffel oder Messer mit Holzgriffen solltet ihr per Hand spülen. Das Material kann Wasser aufnehmen, aufquellen, sich verziehen oder Risse bekommen. Auch verleimte Teile können Schaden nehmen.

Vorsicht gilt außerdem bei Teilen aus Kupfer und Aluminium, die sich verfärben können. Goldränder und aufgesetzte Dekore können verblassen oder sich ablösen. Thermoskannen und Isolierbecher dürfen nur hinein, wenn der Hersteller sie ausdrücklich als spülmaschinengeeignet kennzeichnet.

Bei Kunststoff gilt ebenfalls: auf die Herstellerangaben achten. Nicht hitzebeständige Dosen oder Küchenhelfer können sich im heißen Spülgang dauerhaft verformen.

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Was ist mit Pfannen und Messern?

Nicht jede Pfanne muss grundsätzlich per Hand gespült werden. Viele Edelstahltöpfe und -pfannen sind laut Hersteller durchaus spülmaschinengeeignet.

Bei beschichteten Pfannen ist Handwäsche allerdings häufig die schonendere Wahl. Hitze und aggressive Reiniger können die Beschichtung langfristig stärker beanspruchen. Gusseiserne und eingebrannte Eisenpfannen gehören nicht in die Maschine, weil die schützende Patina angegriffen werden und das Material rosten kann.

Auch hochwertige Küchenmesser sollten lieber von Hand gespült werden. Hitze, Feuchtigkeit und aggressive Reiniger können Klinge und Griff sonst langfristig belasten. Stoßen die Schneiden während des Spülgangs gegen anderes Geschirr oder Besteck, können sie außerdem schneller stumpf werden.

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Was mache ich mit trüben Gläsern?

Alltagsgläser dürfen meistens in die Spülmaschine. Bei hochwertigen oder empfindlichen Gläsern lohnt sich aber ein Blick auf die Herstellerangaben. Wein- und Sektgläser stehen häufig im oberen Korb besonders sicher. Für empfindliches Glas sollte außerdem möglichst ein Glas- oder Feinprogramm mit niedrigeren Temperaturen gewählt werden.

Bleibt nach dem Spülen ein weißlicher Schleier zurück, könne das vom Regeneriersalz kommen, so Glassel. „Der lässt sich meist einfach mit Wasser abspülen. Oft ist aber die Enthärtungsfunktion falsch eingestellt, dann bleibt Kalk zurück.“ Und der lässt sich per Hand entfernen – mit Säure, wie zum Beispiel Essig. Verschwindet die Trübung nicht, kann es sich dagegen um Glaskorrosion handeln. Dabei wird die Oberfläche dauerhaft angegriffen – dieser Schaden lässt sich nicht rückgängig machen.

Hochwertige Gläser solltet ihr nach dem Programm möglichst zuerst ausräumen. Länger einwirkender heißer Dampf kann empfindliche Oberflächen zusätzlich belasten.

Was hilft gegen schlechte Gerüche aus der Spülmaschine?

Müffelt Geschirr nach dem Spülgang, können Ablagerungen in der Maschine die Ursache sein. Besonders wichtig ist deshalb der Filter: Er sollte regelmäßig herausgenommen und unter fließendem Wasser vorsichtig gereinigt werden.

Auch Dichtungen und Leisten brauchen gelegentlich Aufmerksamkeit, weil das Spülwasser dort nicht jede Stelle erreicht. Bleiben einzelne Geschirrteile immer wieder schmutzig, lohnt sich außerdem ein Blick auf die Sprüharme. Kleine Speisereste oder Kalk können deren Düsen verstopfen.

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Wer ständig nur Programme mit niedrigen Temperaturen nutzt, riskiert zudem Fettablagerungen im Innenraum. Miele-Produkttrainerin Karla Altenau empfiehlt deshalb, etwa einmal im Monat ein Programm mit hoher Temperatur laufen zu lassen. Und noch ein kleiner Trick: Tassen und Gläser im Küchenschrank mit der Öffnung nach oben lagern. So kann Restfeuchtigkeit besser entweichen – und muffiger Geruch hat weniger Chancen.

Verwendete Quellen: dpa, Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW), BSH Hausgeräte, Miele, Umweltbundesamt, Verbraucherzentrale