Urlaubshorror in Hurghada„Mama, ich will nicht sterben“ – Familie flieht vor Feuer in Hotel
Plötzlich dringt dichter Rauch ins Zimmer!
Eine deutsche Familie erlebt in einem Hotel in Hurghada dramatische Minuten. Sie rettet sich selbst ins Freie – und erhebt schwere Vorwürfe gegen das Hotel. Denn offenbar gab es trotz des Feuers keinen Alarm, der die Urlauber warnte.
Feuer im Hotel sorgt für dramatische Flucht
Eigentlich wollten Henry und Jessica Kathke mit ihrem Sohn noch einmal abschalten, bevor zu Hause eine anstrengende Renovierung beginnt. Wie schon in den vergangenen Jahren entscheidet sich die Familie für einen Urlaub in Ägypten. „Nichts zu tun. Ausruhen, wie viel Volleyball spielen am Strand und viel schwimmen und schnorcheln gehen. Wie jedes Jahr, wenn wir da sind“, erzählt Henry Kathke.
Am Abend schaut die Familie noch das Halbfinale der Fußball-WM und geht deshalb später schlafen als geplant. Im Nachhinein glaubt sie: Genau das könnte ihr das Leben gerettet haben. Denn im Hotel bricht Feuer aus. „Da stand der ganze Flur voller Rauch. Geistesgegenwärtig, wie auch immer, habe ich die Tür geschlossen, habe die Bettdecke von meinem Sohn genommen, habe die Tür damit zugedrückt, damit kein Rauch reinkommt, habe die beiden auf den Balkon geschickt“, berichtet Henry Kathke.
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Für seinen Sohn Sam sind es Momente voller Angst „Da wir im fünften Stock waren, konnten wir nicht runterspringen. Und ich hatte Angst um mein Leben.“ Videos anderer Urlauber zeigen die dramatischen Szenen. Nach Angaben mehrerer Gäste sei im Gravity Hotel während des Brandes kein Feueralarm ausgelöst worden. Das bestätigt auch ein Reiseveranstalter: „Nach Auskunft des Hotels wurde während des Vorfalls kein Feueralarm ausgelöst. Die Sprinkleranlage soll hingegen funktioniert haben.“
Nach Angaben anderer Reisender traf das aber offenbar nicht auf jeder Etage zu. „In der fünften Etage, wo ich mit meiner Familie war, gab es keine Sprinkleranlagen, die funktionierten, beziehungsweise angegangen sind. Nirgendwo waren Alarme zu hören.“

„Draußen war absolutes Chaos“
Familie Kathke bahnt sich schließlich den Weg durch das Treppenhaus und flüchtet ins Freie. „Draußen war absolutes Chaos. Schreiende Menschen, weinende Menschen, total verstörte Kinder. Kein Wasser, kein nichts“, erinnert sich Jessica Kathke
Nach Angaben des Hotels wurde das Feuer durch einen Kurzschluss in einem Kabelschacht ausgelöst. Noch in derselben Nacht sollen Mitarbeiter damit begonnen haben, Brandspuren zu übermalen. Außerdem sollen Gäste aufgefordert worden sein, in ihre verrauchten Zimmer zurückzukehren. Für Familie Kathke kommt das nicht infrage. Auch in einem Ausweichhotel in der Wüste fühlt sie sich nicht mehr sicher. Sie bucht Flüge nach Deutschland und reist vorzeitig ab.
Nach ihrer Rückkehr wendet sich die Familie an RTL-Urlaubsretter Ralf Benkö. Das Hotel erklärt ihm in einer Stellungnahme, alles sei ordnungsgemäß abgelaufen. Auch das Brandmeldesystem habe funktioniert. Benkö sieht dennoch offene Fragen. „Mir fällt vor allem auf, dass es ja heißt, der Alarm, das System, sei Zonenweise organisiert, um unnötige Panik in nicht betroffenen Bereichen zu vermeiden. Also da werde ich hellhörig. Ich glaube, das muss wirklich gründlich hinterfragt werden. Und die Veranstalter wollen das machen. Die Signale habe ich schon bekommen.“
Benötigt ihr Hilfe vom RTL-Urlaubsretter?

Ihr habt Probleme mit eurem Reiseveranstalter, seid von Mängeln im Urlaubs-Hotel betroffen oder habt andere Schwierigkeiten mit eurer Reise? Dann könnt ihr euch an den RTL-Urlaubsretter wenden – ganz einfach per Telefon, WhatsApp oder E-Mail:
- Telefon: +49 (0)221 456 12345
- WhatsApp: +49 (0)170 4564949
- E-Mail: Urlaubsretter@rtl.de
Familie bekommt Entschädigung nach Urlaubshorror in Ägypten
Kurz nach ihrer Rückkehr erhält Jessica Kathke von anderen Urlaubern ein weiteres Foto. Darauf ist erneut Rauch auf der Hotelanlage zu sehen – diesmal an einem Rutschenturm. „Das macht so einiges mit uns. Zumal sie dort oben alle zwei ständig gestanden haben.“
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Am Ende gibt es für die Familie wenigstens finanziell ein positives Ende. Nach den Bemühungen von RTL-Urlaubsretter Ralf Benkö erstattet der Reiseveranstalter den kompletten Reisepreis. Auch die Kosten für die vorzeitigen Rückflüge werden übernommen.
Benkö rät: „Mein Tipp für solche Situationen: Wenn man im Urlaubshotel ankommt, sich erstmal anschauen, wo sind die Fluchtwege? Sollte man Sicherheitsprobleme sehen: An die Reiseleitung weitermelden, dokumentieren, wenn was passiert und den Veranstalter immer informieren, damit man sich später auch die Chancen auf Rückerstattung auf Entschädigung sichert.“
Für Familie Kathke bleibt die Hoffnung, dass der nächste Urlaub deutlich schöner endet.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche
































