Zutaten aus dem KüchenschrankGünstig, grün, gesund! Diese fünf Hausmittel ersetzen fast alle Putzmittel 

Putzmittel in der Drogerie
Die Putzmittelregale in der Drogerie oder im Supermarkt biegen sich unter der Last unzähliger bunter Plastikflaschen.
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Schluss mit Chemiekeulen und teuren Spezialreinigern!
In eurem Küchenschrank schlummert ein Schatz, der nicht nur für strahlende Sauberkeit sorgt, sondern auch euren Geldbeutel, eure Gesundheit und die Umwelt schont. Wir zeigen euch, wie ihr mit Essig, Soda, Natron & Co. fast jedes Putzmittel einfach selbst herstellen könnt – und verraten die besten Blitz-Rezepte zum Nachmachen.

Warum wir zu viele Putzmittel kaufen

Badreiniger, Glasreiniger, WC-Reiniger, Scheuermilch, Fliesenputzmittel, Teppichreiniger, Kalkentferner, Weichspüler: Die Regale in Supermarkt und Drogerie suggerieren, dass für jede Ecke der Wohnung ein Spezialreiniger nötig ist. Die Folge:

  • Schränke voller bunter Plastikflaschen

  • ein Mix aus mehr oder weniger aggressiven Chemikalien

  • und am Ende doch dieselbe Wirkung: sauber machen

Dabei sind viele dieser Produkte schlicht überflüssig. Die meisten Aufgaben im Haushalt lassen sich mit wenigen Basis-Hausmitteln erledigen. Die Gründe sind überwältigend. Erstens spart ihr bares Geld. Die Grundzutaten wie Essig oder Natron sind spottbillig und extrem ergiebig. Zweitens tut ihr der Umwelt einen riesigen Gefallen: Ihr vermeidet Unmengen an Plastikverpackungen und setzt auf biologisch abbaubare Stoffe, die das Abwasser nicht belasten. Und drittens schützt ihr eure eigene Gesundheit. Statt aggressiver Chemikalien, deren Dämpfe die Atemwege reizen können, wisst ihr ganz genau, was in euren Reiniger steckt.

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Und das Beste: Die meisten Zutaten habt ihr bereits im Haus. Der Weg zu einem saubereren, gesünderen und nachhaltigeren Haushalt beginnt nicht im Drogerieregal – sondern im eigenen Küchenschrank.

Wie Putzmittel Gesundheit und Umwelt belasten

Konventionelle Putz- und Reinigungsmittel arbeiten mit:

  • Tensiden, Phosphaten, Bioziden, Lösungsmitteln

  • aggressiven Säuren wie Ameisensäure in manchen Essigreinigern

  • Duft- und Konservierungsstoffen, die oft Allergien auslösen können

Was im Badezimmer glänzt, landet später im Abwasser – und damit in unserer Umwelt. Viele Inhaltsstoffe sind nur schwer abbaubar, schädigen Wasserorganismen und können auch uns Menschen belasten: Hautreizungen, Atemwegsprobleme, Kopfschmerzen durch Duftstoffe sind keine Seltenheit.

Hausmittel sind dagegen meist weniger aggressiv, biologisch abbaubar und deutlich überschaubarer in ihren Inhaltsstoffen.

Putzen mit Zitronensäure
Zitronensäure ist der Frische-Profi gegen Kalk und Flecken.
picture alliance/dpa Themendienst | Christin Klose
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Diese fünf Hausmittel sind wahre Alleskönner

Vergesst die die unzähligen Spezialprodukte: Mit nur fünf einfachen Hausmitteln seid ihr für fast jede Putz-Herausforderung gewappnet.

  • Essig und Essigessenz: die unschlagbaren Kalk-Killer! Perfekt für Wasserkocher, Edelstahl, Fenster, Armaturen oder als Weichspüler-Ersatz. Ihre Säure löst Kalk und wirkt antibakteriell. Achtung: Nicht auf Naturstein wie Marmor oder empfindlichen Dichtungen anwenden! Hier kann Essig die Oberfläche angreifen.

  • Zitronensäure: gibt es als Pulver oder flüssig. Ihre Wirkung ähnelt Essig – nur mit weniger strengem Geruch. Achtung: Zitronensäure nicht stark erhitzen, sonst verliert sie ihre Wirkung und kann mit Kalk unlösbare Beläge bilden.

  • Soda (Waschsoda): der Kraftprotz gegen Fett und Eingebranntes. Es reinigt verstopfte Abflüsse, entfernt Flecken und wirkt als Waschkraftverstärker. Wichtig: Soda wirkt bleichend – nur für helle Stoffe verwenden. Nicht auf Glas, Aluminium, Linoleum, Marmor, Granit einsetzen. Und: Handschuhe tragen, Dämpfe nicht einatmen, Kontakt mit Augen, Mund, Nase vermeiden.

  • Natron (Speisesoda): das sanfte Multitalent. Man findet es um Supermarkt in der Backabteilung. Natron wirkt fettlösend, leicht desinfizierend und geruchsneutralisierend. Es reinigt Fugen, Backöfen und sogar Polstermöbel.

  • Kernseife: der klassische Fettlöser. Sie ist günstig und ohne starke Duftstoffe – ideal für empfindliche Haut und Allergikern. Ideal für die Herstellung von Spülmittel oder Allzweckreinigern. Gut umrühren – fertig ist ein einfaches Spülmittel, das Fett löst und gleichzeitig deutlich weniger Chemie im Abwasser hinterlässt.

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Drei geniale Rezepte für eure Putz-Wunder

1. Der universelle Allzweckreiniger: für Böden, Tische und fast alle abwischbaren Oberflächen

  • Ihr braucht: 500 ml lauwarmes Wasser, 1 EL geriebene Kernseife, 1 EL Natron.

  • So geht’s: Die Kernseife im warmen Wasser unter Rühren auflösen, bis keine Flocken mehr zu sehen sind. Die Mischung etwas abkühlen lassen, dann das Natron hinzugeben und alles gut in einer Sprühflasche oder einem anderen Gefäß durchschütteln. Fertig!

2. Der blitzschnelle Bad- & Kalkreiniger: Sagt Kalkflecken auf Armaturen und Fliesen den Kampf an

  • Ihr braucht: 500 ml lauwarmes Wasser, 50 g Zitronensäure-Pulver, 1 Spritzer Spülmittel.

  • So geht’s: Die Zitronensäure im lauwarmen Wasser auflösen. Einen kleinen Spritzer Spülmittel dazugeben, damit die Mischung besser an den Oberflächen haftet. Alles in eine Sprühflasche füllen, aufsprühen, kurz einwirken lassen und abspülen.

3. Das kraftvolle WC-Reiniger-Pulver: Für eine hygienisch saubere Toilette ohne aggressive Chemie

  • Ihr braucht: 1 Tasse Natron, ¼ Tasse Zitronensäure-Pulver.

  • So geht’s: Beide Pulver in einem Schraubglas gut miteinander vermischen. Bei Bedarf einfach 2-3 Esslöffel der Mischung in die Toilettenschüssel geben. Es beginnt sofort zu sprudeln. Kurz mit der Bürste verteilen, einige Minuten (oder über Nacht) einwirken lassen, nachbürsten und spülen.

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Keine Zeit zum Mischen? Die sanfte Alternative

Wem das Selbermachen doch einen Tick zu aufwendig ist, muss nicht gleich zur Chemiekeule greifen. Als Alternative bieten sich ökologische Putz- und Waschmittel an. Sie sind oft in umweltfreundlicheren Verpackungen erhältlich. Und bestehen überwiegend aus pflanzlichen und mineralischen Rohstoffen, sind frei von synthetischen Duft-, Farb- und Konservierungsstoffen und verzichten auf antibakterielle Zusätze sowie Gen- und Nanotechnik. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe lohnt sich aber auch hier immer.

Wichtig bleibt auch hier: sparsam dosieren. Viel hilft nicht viel – zu viel Schaum kann die Reinigungskraft sogar vermindern.

Verwendete Quellen: Utopia, Oekotest, Bund Naturschutz