Hausmittel fürs stille ÖrtchenSalz ins Klo? Was hinter dem ungewöhnlichen Haushaltstrick steckt

Salz ins Klo? Was hinter dem ungewöhnlichen Haushaltstrick steckt (Symbolbild)
Habt ihr beim Putzen schonmal Salz in eure Toilette gegeben? (Symbolbild)
picture alliance / dpa Themendienst | Christina Sabrowsky

Ein Griff in den Küchenschrank kann euch beim Hausputz bares Geld sparen.
Kalkränder, Schmutz und unangenehme Gerüche müssen nicht sofort mit scharfen Reinigern bekämpft werden. Ein günstiges Hausmittel kann bei der regelmäßigen Pflege eurer Toilette helfen. Stichwort Salz! Wir verraten euch, wie’s funktioniert!

Was Salz bei der WC-Reinigung bewirken kann

Für die Reinigung der Toilette stehen im Supermarkt ganze Regale voller Spezialprodukte bereit. Viele davon versprechen, Kalk, Urinstein und Gerüche besonders gründlich zu beseitigen. Für jede kleine Verschmutzung ist ein scharfer Reiniger aber nicht zwingend notwendig. Bei der laufenden Pflege kann bereits ein Produkt helfen, das fast jeder zu Hause hat: handelsübliches Speisesalz.

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Die Wirkung beruht vor allem auf der Beschaffenheit der Salzkörner. Solange sie noch nicht vollständig im Wasser gelöst sind, können sie beim Bürsten einen sanften Scheuereffekt erzeugen. Dadurch lassen sich leichte Rückstände und oberflächliche Verschmutzungen mitunter besser entfernen.

Auch bei muffigen Gerüchen wird Salz traditionell als Hausmittel eingesetzt. Wunder sollte man davon allerdings nicht erwarten. Eine gründliche Reinigung ersetzt der Trick nicht, er kann sie lediglich unterstützen. Vor allem vorbeugend kann die Methode sinnvoll sein: Wer das WC regelmäßig pflegt, verhindert eher, dass sich Ablagerungen mit der Zeit festsetzen.

So wendest du den Salz-Trick an

  • Gib ungefähr einen Becher Salz, also rund 250 Gramm, direkt in die Toilettenschüssel. Anschließend kommen etwa 1,5 Liter heißes Wasser hinzu.

  • Verwende kein kochendes Wasser. Zu starke Temperaturschwankungen können Keramik und Leitungen unnötig belasten.

  • Die Mischung sollte mindestens zehn Minuten einwirken. Danach bearbeitest du die Schüssel gründlich mit der Toilettenbürste und spülst nach.

  • Bei etwas hartnäckigeren Rückständen kannst du das Salz-Wasser-Gemisch auch mehrere Stunden oder über Nacht im WC lassen. Am nächsten Morgen bürstest du noch einmal nach und spülst anschließend.

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Salz in Kombination mit Essig bewirkt als Hausmittel wahre Wunder

Hartnäckige Kalkränder lassen sich mit Salz allein nur begrenzt beseitigen. Hier kann Essig die Wirkung unterstützen. Die Säure greift Kalkablagerungen an, während die Salzkristalle beim Bürsten einen leichten mechanischen Reinigungseffekt entfalten.

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Dabei ist jedoch Vorsicht geboten. Essig solltest du nicht zusammen mit chlorhaltigen Reinigern verwenden. Bei einer solchen Mischung können gesundheitsschädliche Gase entstehen. Wenn du zuvor einen starken WC-Reiniger verwendet hast, solltest du daher gründlich nachspülen und Hausmittel nicht wahllos miteinander kombinieren.

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Wann Salz nicht mehr ausreicht

Der Salz-Trick ist vor allem deshalb interessant, weil er einfach und preiswert ist. Das Hausmittel ist in nahezu jedem Haushalt vorhanden, schnell angewendet und enthält weder Duftstoffe noch Mikroplastik. Trotzdem ist mehr nicht automatisch besser. Große Mengen Salz solltest du nicht dauerhaft über das Abwasser entsorgen. Für die normale WC-Pflege genügt es, die Anwendung gelegentlich oder höchstens einmal pro Woche durchzuführen.

Bei leichten Rückständen kann das Hausmittel eine praktische Unterstützung sein. Gegen dicke Kalkschichten, starken Urinstein oder hartnäckige Verfärbungen kommt es jedoch schnell an seine Grenzen. Als einfacher Pflegetrick für zwischendurch kann es aber helfen, dein WC sauberer zu halten – und den Einsatz aggressiver Spezialreiniger möglicherweise zu reduzieren. (dga)

Verwendete Quellen: stern.de, gesund.bund.de