Bloß nichts anbrennen lassenLang lebe die Pfanne! Mit diesen Tricks bleibt garantiert nichts haften

von Tobias Deckert und Philipp Petersdorff

Antihaft, Edelstahl oder Gusseisen?
Wer die richtige Pfanne für das jeweilige Gericht nimmt und sie richtig pflegt, hat länger etwas davon. Küchenchef Stefan Wilke verrät die wichtigsten Pfannen-Tipps für Braten, Reinigung und Lagerung – und wie ihr erkennt, ob die Pfanne schon auf Temperatur ist.

Welche Pfanne eignet sich wofür?

Das Fleisch soll schön scharf anbraten, hängt aber stattdessen am Pfannenboden fest. Ein Küchenklassiker, den ihr mit einem einfachen Trick vermeiden könnt. Entscheidend sind die passende Pfanne und die richtige Temperatur. Küchenchef Stefan Wilke vom The Fontenay erklärt im Video, welche Pfanne sich wofür eignet und wie ihr sie möglichst lange in Schuss haltet.

Nicht jede Pfanne ist für jedes Gericht gemacht. Für Eierspeisen, Gemüse und andere Lebensmittel, die keine besonders starke Hitze benötigen, empfiehlt der Küchenchef eine Antihaftpfanne. „Maximal die Hälfte der Herdleistung“ reiche aus, erklärt der Experte. Zu starke Hitze kann auf Dauer die Beschichtung beschädigen. Beim scharfen Anbraten von Fleisch sieht es anders aus. Dafür greift Stefan Wilke zur Edelstahl- oder Gusseisenpfanne. Beide eignen sich für hohe Temperaturen.

Im Video: Wie gut sind Billig-Pfannen

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Jede Pfanne braucht eine besondere Reinigung

Auch beim Spülen kann einiges schiefgehen. Eine heiße Antihaftpfanne sollte laut Wilke keinesfalls direkt mit kaltem Wasser in Kontakt kommen. Durch den starken Temperaturunterschied zieht sich das Metall zusammen und die Beschichtung kann darunter leiden. Deshalb erst abkühlen lassen und anschließend mit einem weichen Schwamm reinigen.

Bei der Gusseisenpfanne empfiehlt der Küchenchef eine ganz andere Behandlung. Sie soll nämlich nicht mit Wasser abgewaschen, sondern mit Öl gepflegt werden. So bildet sich eine Schutzschicht, die Rost vorbeugt und gleichzeitig verhindert, dass Lebensmittel festkleben. Die Edelstahlpfanne ist dagegen deutlich robuster. Angebrannte Rückstände lassen sich laut dem Experten sogar mit einem Stahlschwamm entfernen.

Lese-Tipp: Ist die noch gut oder muss die weg? Der große Pfannen-Test!

Pfannen niemals ungeschützt stapeln

Auch im Küchenschrank lauert Gefahr für empfindliche Pfannen. Werden mehrere Exemplare einfach ineinandergestellt, können sie sich gegenseitig beschädigen. Stefan Wilke empfiehlt deshalb Pfannenschoner aus Silikon oder Filz. Wer keine zur Hand hat, kann einfach ein Küchentuch zwischen die Pfannen legen. So kommen die Oberflächen beim Stapeln nicht direkt miteinander in Kontakt.

Mit diesem Wassertest klebt das Fleisch nicht fest

Zum Schluss kommt der Trick fürs scharfe Anbraten. Damit Fleisch in einer Edelstahl- oder Gusseisenpfanne nicht am Boden festklebt, muss sie zunächst die richtige Temperatur erreichen. Das lässt sich mit ein paar Tropfen Wasser testen. Zischt das Wasser sofort, ist die Pfanne noch nicht heiß genug. Bilden sich dagegen kleine Wasserperlen, die über die Oberfläche gleiten, stimmt die Temperatur. Dann kann das Fleisch rein.

Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche