Forscher finden ZusammenhangGroße Brüste, mehr Migräne? Neue Studie überrascht

Nacken- und Rückenschmerzen durch eine große Oberweite kennen viele Frauen.
Doch könnte die Brustgröße sogar mit Migräne und Schlafproblemen zusammenhängen? Genau darauf deutet eine neue US-Studie hin. Forscher haben die Gesundheitsdaten von Frauen mit stark vergrößertem Brustgewebe untersucht – und dabei auffällige Unterschiede entdeckt. Chronische Migräne, Nackenschmerzen und Schlafapnoe kamen bei ihnen häufiger vor. Doch die Wissenschaftler warnen auch vor vorschnellen Schlüssen.
Frauen mit großer Brust häufiger von chronischer Migräne betroffen
Für ihre Untersuchung werteten die Forscher die Krankenakten von 687 Frauen aus, die zwischen 2017 und 2024 in neurologischen Einrichtungen behandelt worden waren. Etwa die Hälfte von ihnen hatte eine sogenannte Makromastie – also medizinisch gesehen stark vergrößertes Brustgewebe. Die übrigen Frauen dienten als Vergleichsgruppe.
Damit andere Faktoren das Ergebnis möglichst wenig beeinflussen, berücksichtigten die Wissenschaftler unter anderem das Alter und den Body-Mass-Index (BMI) der Frauen sowie bestehende Depressionen und Angststörungen.
Das auffällige Ergebnis: Bei Frauen mit stark vergrößertem Brustgewebe kam chronische Migräne rund 40 Prozent häufiger vor als bei Frauen mit kleinerer Brust.
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Nicht nur Migräne: Auch Nackenschmerzen treten häufiger auf
Noch deutlicher waren die Unterschiede bei anderen Beschwerden. Frauen mit stark vergrößertem Brustgewebe litten etwa doppelt so häufig unter Nackenschmerzen wie Frauen aus der Vergleichsgruppe.
Auch Probleme mit gereizten oder eingeengten Nerven im Nacken kamen mehr als doppelt so häufig vor. Betroffene können dadurch beispielsweise Schmerzen, Kribbeln oder ein Taubheitsgefühl bekommen.
Auffällig waren außerdem die Ergebnisse beim Schlaf: Schlafapnoe trat bei Frauen mit sehr großer Oberweite rund 50 Prozent häufiger auf. Dabei setzt die Atmung während des Schlafens immer wieder kurz aus – häufig, ohne dass Betroffene es selbst bemerken.
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Warum könnten große Brüste solche Beschwerden begünstigen?
Warum Frauen mit sehr großer Oberweite häufiger unter Migräne und anderen Beschwerden leiden, können die Forscher noch nicht eindeutig erklären. Bekannt ist allerdings: Große und schwere Brüste können Nacken, Schultern und Rücken zusätzlich belasten.
Ob diese Belastung tatsächlich auch Migräne oder Schlafprobleme begünstigt, ist noch offen. Die Studie zeigt zunächst nur, dass diese Beschwerden bei den untersuchten Frauen häufiger vorkamen – nicht, dass große Brüste automatisch die Ursache dafür sind.
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Interessant ist deshalb eine weitere Untersuchung derselben Forschungsgruppe. Dabei wurden Frauen vor und nach einer Brustverkleinerung begleitet. Nach dem Eingriff berichteten einige von weniger und schwächeren Kopfschmerzen sowie Verbesserungen bei Nackenbeschwerden und Schlafproblemen.
Hilft also eine Brustverkleinerung?
So weit gehen die Forscher bislang nicht. Die bisherigen Ergebnisse reichen nicht aus, um eine Brustverkleinerung als Behandlung gegen Migräne zu empfehlen.
Für Frauen, die regelmäßig unter starken Kopf-, Nacken- oder Rückenschmerzen leiden, können die Ergebnisse aber ein Anlass sein, auch die körperliche Belastung durch eine sehr große Oberweite beim Arzt anzusprechen. Welche Rolle die Brustgröße bei Migräne und anderen Beschwerden tatsächlich spielt, soll nun weiter untersucht werden.
Verwendete Quellen: Fachjournal „Headache“, Wake Forest University School of Medicine. , Cleveland Clinic
































