Geht unter die HautSo gefährlich ist der Biss der Nosferatu-Spinne

Eine Nosferatu-Spinne
Spinnen beißen. Dazu besitzen sie Giftklauen an ihren Mundwerkzeugen, mit denen sie zubeißen, um Beute zu fangen oder sich in Notwehr zu verteidigen. 
Picture alliance/dpa / Benjamin Westhoff
von Philipp Petersdorff

Die Kieferklauen der Nosferatu-Spinne können die menschliche Haut durchdringen.
Außerdem ist die Art, die aus dem Mittelmeerraum kommt und inzwischen in ganz Deutschland verbreitet ist, groß, schnell und giftig. Aber wie gefährlich wird ihr Biss für Menschen wirklich?

Berühren verboten – die Nosferatu-Spinne sollte nicht mit bloßen Händen angefasst werden

Der Name klingt nach Horrorfilm, die Realität ist deutlich weniger gruselig. Die Nosferatu-Spinne besitzt wie fast alle Spinnen Giftdrüsen. Damit überwältigt sie ihre Beute. Der Mensch gehört allerdings nicht auf ihren Speiseplan. Das Staatliche Museum für Naturkunde Karlsruhe gibt weitgehend Entwarnung. Die Nosferatu-Spinne gehört zwar zu den wenigen hier vorkommenden Arten, deren Giftklauen menschliche Haut durchdringen können, zu einem Biss kommt es aber fast nur, wenn sich das Tier bedroht fühlt.

Passiert es doch, ist der Schmerz meist schwächer als bei einem Wespenstich. Rund um die Bissstelle können sich Rötungen und Schwellungen bilden, die einige Tage anhalten können. Deshalb sollte man eine ausgewachsene Nosferatu-Spinne trotzdem nicht mit bloßen Händen anfassen.

Im Video: Ein Schutz-Zelt auf dem Bett gegen Spinnen

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Nosferatu-Spinne giftig – aber für Menschen normalerweise harmlos 

Dass eine Spinne Gift besitzt, bedeutet noch lange nicht, dass sie für uns gefährlich ist. Fast alle Spinnen produzieren Gift, um ihre Beutetiere zu lähmen oder zu töten. Von den weltweit bekannten Arten haben aber nur sehr wenige ein Gift, das Menschen ernsthaft gefährden kann. Keine davon lebt nach Angaben der Arachnologischen Gesellschaft natürlicherweise in Mitteleuropa. Todesfälle durch Bisse heimischer Spinnen sind hier nicht bekannt.

Lese-Tipp: Nosferatu-Spinnen im Haus? Das muss nicht sein!

Eine andere Spinnenart ist gefährlicher

Ein Ammen-Dornfinger
Der Ammen-Dornfinger gilt als die giftigste heimische Spinne
picture alliance / blickwinkel/W. Willner / Wolfgfang Willner

Der Ammen-Dornfinger gilt als die giftigste heimische Spinne. Der Biss kann einen sofortigen, stark brennenden Schmerz verursachen. Möglich sind außerdem Schwellung, Rötung, Juckreiz, Übelkeit und leichtes Fieber. Dauerhafte Folgen sind nach Angaben der Arachnologischen Gesellschaft nicht zu erwarten. Weil die Tiere meist abseits von Wohnungen in höherem Gras und anderen offenen Lebensräumen sitzen, sind Bisse selten.

Verwendete Quellen: Staatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe, NABU, Arachnologische Gesellschaft