Der Preis fürs schnelle Abnehmen?Forscher entdecken unglückliche Nebenwirkung von Abnehmspritzen

Spritzen der Marken „Wegovy“, „Ozempic“ und „Mounjaro“ sind auf dem Markt.(Archivbild)
Eine neue Studie sorgt für Aufsehen: Abnehmspritzen könnten Haarausfall begünstigen. (Archivbild)
Jens Kalaene/dpa

Nicht nur die Kilos verschwinden!
Sie helfen Millionen Menschen beim Abnehmen – doch jetzt haben Forscher eine mögliche neue Nebenwirkung der beliebten Abnehmspritzen Wegovy und Ozempic entdeckt. Eine aktuelle Studie liefert Hinweise darauf, dass die Medikamente das Risiko für Haarausfall erhöhen könnten.

Studie wertet Daten von Hunderttausenden Patienten aus

Für die Untersuchung analysierten Wissenschaftler die Gesundheitsdaten von Hunderttausenden Erwachsenen, die sogenannte GLP-1-Medikamente wie Wegovy oder Ozempic einnahmen. Verglichen wurden sie mit Patienten, die andere Diabetesmedikamente erhielten.

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Das Ergebnis: Menschen, die mit den Abnehmspritzen behandelt wurden, entwickelten häufiger eine sogenannte Alopezie – den medizinischen Fachbegriff für Haarausfall. Die Analyse liefert damit Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang zwischen den Medikamenten und einem erhöhten Risiko für Haarverlust.

Warum fallen die Haare aus?

Warum die Medikamente Haarausfall begünstigen könnten, ist bislang nicht eindeutig geklärt. Die Forscher vermuten, dass nicht unbedingt der Wirkstoff selbst die Ursache sein muss. Eine mögliche Erklärung: Wer in kurzer Zeit viel Gewicht verliert, setzt den Körper unter Stress. Das kann dazu führen, dass Haare vorübergehend vermehrt ausfallen. Dieses Phänomen ist auch nach strengen Diäten oder größeren Operationen bekannt.

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Ob der Haarausfall tatsächlich durch die Medikamente selbst oder durch den schnellen Gewichtsverlust ausgelöst wird, müssen weitere Studien zeigen.

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Kein Grund, die Therapie abzubrechen

Die Wissenschaftler betonen, dass die Ergebnisse nicht bedeuten, dass Betroffene ihre Medikamente eigenständig absetzen sollten. Der Nutzen von Wegovy und Ozempic überwiegt bei vielen Menschen mit starkem Übergewicht oder Diabetes weiterhin die möglichen Risiken. Wer während der Behandlung vermehrten Haarausfall bemerkt, sollte das deshalb mit seiner behandelnden Ärztin oder seinem behandelnden Arzt besprechen.

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Zu den bekannten Nebenwirkungen der GLP-1-Medikamente gehören unter anderem Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen. Die Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Haarausfall kommen nun als mögliche weitere Nebenwirkung hinzu. Ob sich der Zusammenhang bestätigt, müssen weitere Untersuchungen zeigen. (lmi)

Verwendete Quellen: bmj.com, sciencealert.com