Sie werden so schnell groß...

Babyentwicklung: Der zweite Wachstumsschub beim Baby

Besonders in den ersten Lebensmonaten wächst das Baby unglaublich schnell. Wir verraten, welche Veränderungen der zweite Wachstumsschub mit sich bringt.
© iStockphoto

29. Juni 2020 - 12:42 Uhr

2. Wachstumsschub: Das Baby braucht viel Nähe

Der zweite Wachstumsschub kommt für die Eltern meist nicht mehr ganz so überraschend. Trotzdem ist es aufregend zu erleben, wie das Baby nach und nach neue Fähigkeiten entwickelt. Schon in der achten Lebenswoche erwartet Eltern der zweite Schub: In dieser Phase sind die Babys besonders viel auf Nähe angewiesen und können bei Fremden direkt mit Weinen und Schreien reagieren. Dieses Fremdeln ist in der Phase vollkommen normal und vergeht auch wieder. Viele Babys lassen sich jetzt mit einem Schnuller beruhigen, da das aktive Nuckeln beschäftigt und besänftigt. Auch eine Lieblingsfarbe, auf die das Baby besonders reagiert, kann sich langsam herauskristallisieren. 

Neue Fähigkeiten nach dem zweiten Wachstumsschub

Der zweite Wachstumsschub des Babys bringt wieder eine Menge Neuerungen mit. Die Sinne werden immer besser und vor allem der Geschmacks- und Geruchssinn schärfen sich während dieses Schubs. Das Baby kann seinen Kopf nun für kurze Zeit selbst hochhalten und verfolgt interessiert das Vorgehen in seiner unmittelbaren Umgebung.

So kann es einen Gegenstand, der ihm hingehalten wird, nun nicht nur mit den Augen, sondern auch mit einer Kopfbewegung folgen. Auch Geräusche werden neu ergründet. Viele Babys werden nun zu wahren Grimassenkünstlern.

Der richtige Umgang mit einem Baby im Wachstumsschub

Eltern sollten die Schübe ihrer Kleinen mit Gelassenheit hinnehmen. Strahlen Sie Ruhe aus und vermitteln Sie dem Baby so, dass alles in bester Ordnung ist. Geben Sie dem Kind mehr Nähe und werden Sie nicht ungeduldig. Gerade während eines Schubs kann das Nahrungsverlangen ganz unterschiedlich sein: Die meisten Babys haben mehr Hunger, da das Wachstum Kraft kostet, andere hingegen verweigern die Nahrung und haben plötzlich Vorlieben und Abneigungen. In der Regel gehört auch ein unruhigerer Schlaf zu den ersten Wachstumsphasen dazu. Beruhigende Geräusche können hier sehr förderlich sein.

Anzeichen für den Wachstumsschub beim Baby richtig deuten

Es ist nicht immer einfach, einen Schub zu identifizieren. Gewisse Merkmale wie erhöhter Bedarf an Nähe und Nahrung sind zwar Hinweise, diese sind jedoch nicht immer eindeutig zu erkennen. Die Hebamme oder der Kinderarzt helfen besorgten Eltern, mit den Wachstumsschüben locker umzugehen.

Gerade bei späteren Schüben kann auch noch ein Zahn hinzukommen, der sich genau diese Phase aussucht, um das Tageslicht zu erblicken. Dadurch wird das Baby noch quengeliger und reizbarer. Der erste Zahn ist eine besondere Herausforderung, da das Baby im Idealfall bis dahin noch keine Schmerzerfahrung hat. 

So lässt sich das Baby bei einem Wachstumsschub beruhigen

Ungewohnte Abläufe im Körper verwirren das Baby. Deshalb sollten Eltern sich besonders viel Mühe geben, dem Baby mit Gelassenheit zu begegnen. Weint oder schreit das Baby ohne ersichtlichen Grund, steckt vermutlich der Schub dahinter. In diesen Momenten können Sie versuchen, Ihr Baby durch Ihren eigenen Herzschlag zu beruhige, da sich dieser auf die meisten Säuglingen sehr positiv auswirkt und als besonders angenehm empfunden wird.

Auf dem Arm von Mama oder Papa ist es ebenfalls sehr schön – ein leichtes Wiegen oder Schaukeln können Wunder wirken. Kuscheln und kleine Spiele lenken ab und fördern zudem die soziale Kompetenz für später. Besonders unruhige Kinder können mit einem Tragegestell bequem für längere Zeit gehalten werden.