Was schmecken Babys eigentlich?

So entiwckelt sich der Geschmackssinn beim Baby

Kleine Feinschmecker: Schon im Mutterleib können Babys über den Geschmackssinn wahrnehmen, was die Mutter isst. Wie sich der Geschmack nach der Geburt entwickelt, verraten wir hier.
Kleine Feinschmecker: Schon im Mutterleib können Babys über den Geschmackssinn wahrnehmen, was die Mutter isst. Wie sich der Geschmack nach der Geburt entwickelt, verraten wir hier.
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16. September 2020 - 15:58 Uhr

Was kann das Baby schmecken?

Schon bei der Entwicklung im Mutterleib entstehen alle nötigen Geschmacksknospen. Im Gegensatz zu Erwachsenen sind sogar noch im Rachen und an den Innenseiten der Wangen Geschmacksknospen vorhanden. Doch auch, wenn das Baby besser ausgerüstet ist als später als Erwachsener, ist das Interesse der Kleinen anfangs nur auf Milch ausgelegt. Der süße Geschmack wird genau wahrgenommen und die Milch der Mutter problemlos erkannt.

Die anderen Geschmacksrichtungen kann das Baby zwar schon unterscheiden, findet aber keinen Gefallen daran. Deshalb beginnen viele Babys zu schreien, wenn der Geschmack der Nahrung nicht zusagt. Die Gabe von Milch beendet dieses Geschrei allerdings abrupt, da für das Baby wieder alles in Ordnung ist.

Wie sich der Geschmackssinn beim Baby entwickelt

Schon im Mutterleib nimmt das Baby wahr, was die Mutter isst. Es ist also nicht nur Veranlagung, was das Kind mag, sondern auch die Vorlieben der Mutter können das Ergebnis beeinflussen. Süßes wird vor allem deshalb bevorzugt, da in der Natur wenige Dinge vorkommen, die süß und giftig sind.

Die Vorliebe ist also auch ein Schutz für das Kind, der in der Evolution eine wichtige Rolle spielte. Obwohl die Geschmacksnerven also voll entwickelt sind, besteht das Baby auf süße Milch. Dieser Trick der Natur hilft dem Baby dabei, die richtige Nahrung zu verlangen und sich wie vorgesehen zu entwickeln.

Festere Nahrung nach dem Geschmack des Babys

Ist das Baby alt genug, dass Brei zugefüttert werden kann, sollten Eltern erst einmal zu süßen Breigerichten ohne Salz greifen. Salz wird oftmals noch als unangenehm empfunden, während Gemüsebrei ohne Salz oder ein Getreidebrei gerne genommen werden. Der Geschmackssinn beim Baby meldet in diesem Fall einfach nur, dass die Süße angenehm ist, während salzig, würzig und sauer oft noch als komisch empfunden werden. Einige Gerichte wird das Baby erst nach mehreren Versuchen mögen, während andere Zukost sofort akzeptiert wird.

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Die Feinheiten des Geschmackssinns

Da das Baby die ersten Lebensmonate nur Milch gewöhnt ist, kann es sein, dass jede andere Mahlzeit erst einmal abgelehnt wird. Viele Babys prüfen anfänglich sehr zaghaft, ob die Breikost wirklich essbar ist. Hier sollten die Eltern vor allem Produkte mit einer natürlichen Süße bevorzugen. Karotten, Pastinaken und Kartoffeln werden meist eher akzeptiert als andere Gemüsearten.

Trotzdem sollten Eltern nicht zu schnell aufgeben, wenn das Baby einen bestimmten Brei ablehnt. Wenn das Kind nach mehrmaligen Versuchen eine Sorte nicht akzeptiert, kann diese nach einigen Wochen wieder angeboten werden. Da sich die Feinheiten des Geschmacks erst nach und nach zeigen, kann es sein, dass das Baby plötzlich Dinge isst, die es vorher abgelehnt hat.

Wird der Geschmackssinn von den Eltern beeinflusst?

Eltern haben natürlich bis zu einem gewissen Grad in der Hand, was ihre Babys essen und was nicht. Nahrung, die die Eltern ablehnen, kommt meist auch beim Baby nicht gut an. Geschmäcker, die das Baby schon aus dem Mutterleib kennt, wird es viel eher akzeptieren als unbekannte Dinge. Je länger das Baby gestillt wird, desto mehr Aromen lernt es über die Muttermilch kennen. Es ist also sehr sinnvoll, dass der Speiseplan der Mutter in der Schwangerschaft ausgewogen und abwechslungsreich ist. Zudem sollte bei gemeinsamen Mahlzeiten nie eine Abneigung gegen bestimmte Lebensmittel gezeigt werden.