Welche Babymilch braucht mein Kleines?

Moderne Babymilch hat alles, was Ihr Baby braucht

Babymilch kann eine gute Alternative zur Muttermilch darstellen - sie hat alle Nährstoffe, die das Baby braucht.
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07. Juli 2020 - 13:27 Uhr

Babymilch: Gute Alternative zur Muttermilch

Das Stillen ist die beste und günstigste Form der Ernährung während der ersten Lebensmonate Ihres Babys, da neben der Milch auch Antikörper der Mutter auf das Kind übertragen werden. Doch es gibt auch Umstände, die junge Mütter zu Fertigmilch greifen lassen. Ob gewollt oder ungewollt, manchmal müssen auch kleine Babys mit der Flasche vorlieb nehmen. Glücklicherweise können Sie Babymilch in der Regel bedenkenlos verwenden.

Pre-Milch und 1er Babymilch, eine Alternative für Neugeborene

Die so genannte Pre-Babymilch ist der Muttermilch besonders ähnlich und kann als Startmilch und auch noch später verwendet werden. 'Pre' steht für 'prebiotisch'. Darunter versteht man lösliche Ballaststoffe, die sich positiv auf die Darmflora des Säuglings auswirken sollen. Von Pre-Milch kann das Baby, genau wie von der Muttermilch, so häufig, so viel und so lange trinken wie es möchte.

Die so genannte Anfangsmilch oder 1er Babymilch hingegen enthält Stärke. Sie ist sämiger und macht länger satt, damit auch Babys mit einem hohen Hungergefühl während der Nacht weniger häufig gefüttert werden müssen. 

Folgemilch nicht vor dem sechsten Monat

Anders als Pre-Babymilch oder die 1er Anfangsmilch unterscheidet sich die Folgemilch in ihrer Eiweißstruktur deutlich von der Muttermilch. Die 2er Babymilch, wie die Folgemilch auch genannt wird, sollte nicht vor dem sechsten Monat gegeben werden, da die Möglichkeit besteht, dass die Nieren ihres Babys durch den höheren Eiweißgehalt zu sehr belastet werden.

2er Babymilch enthält mehr Nährstoffe und Kalorien, die bei manchen Herstellern auch in Form von Glukose oder Maltodextrin beigemischt werden. Sie ist dementsprechend deutlich gehaltvoller. Wenn ihrem Baby die Pre-Babymilch oder 1er Milch neben der Beikost ausreicht, müssen Sie nicht auf 2er Folgemilch umstellen.

Babys die zu Allergien neigen kommen mit HA Nahrung meist gut zurecht

Hebammen und Ärzte weisen stets darauf hin, dass gerade allergiegefährdete Babys bis zum Ende des sechsten Monats gestillt werden sollten, solange ihnen die Milchnahrung ausreicht. Wenn das Stillen nicht möglich ist, sollten Sie HA-Babymilch verwenden. 'HA' bedeutet hypoallergene Nahrung.

Allergien können durch Milcheiweiß begünstigt werden, das für den empfindlichen Organismus des Babys fremd ist. Deshalb kann es zu Reaktionen kommen. Bei der HA-Nahrung wurde das Milcheiweiß aufgespalten, so dass es vom Körper besser angenommen wird und die Gefahr von Allergien deutlich sinkt. Mit HA-Nahrung sollten gefährdete Säuglinge mindestens bis zum fünften Monat gefüttert werden.

Was Sie bei Babymilch beachten sollten

Neben der HA-Nahrung gibt es Spezialmilch für Frühgeborene, Heilnahrung für Babys, die unter Blähungen leiden sowie Anti-Reflux-Milch gegen häufiges Erbrechen. Diese Milchpulver sollten Sie nicht ohne ärztliche Anweisung geben, da die meisten Babys keine Spezialnahrung benötigen. Bei der Babynahrung ist der Standard so hoch, dass es keinen augenscheinlichen Unterschied zwischen herkömmlichen und biologischen Produkten gibt.

Ein hoher Preis ist keine Garantie für bessere Qualität, da die Zusammensetzung von Babymilch gesetzlich geregelt ist, so dass auch günstige Produkte mit guten Noten bewertet werden. Achten Sie aber darauf, dass der Fertigmilch für ihr Baby kein Zucker und keine Aromen beigemischt sind.