Muttermilch schützt die Gesundheit Ihres Babys

Warum Sie Ihr Frühchen unbedingt stillen sollten

Stillen ist für Frühchen besonders wichtig, um mit der Muttermilch schnell zu Kräften zu kommen.

11. September 2020 - 11:20 Uhr

Deshalb ist das Stillen für Frühchen so sinnvoll

Wie bei jedem Baby ist das Stillen auch für Frühchen sehr wichtig. Denn Stillen stärkt die Gesundheit, unterstützt die Entwicklung und kann vor Infektionen schützen. Allerdings sind Frühchen oft noch nicht kräftig genug, um gestillt zu werden. Ein Frühgeborenes zu stillen, welches vor der 34. Woche auf die Welt gekommen ist, scheitert meist an seiner mangelnden Kraft. Sobald das Baby allerdings körperlich in der Lage dazu ist, sollte es auch gestillt werden. Die Muttermilch ist leichter verdaulich und schützt den empfindlichen Magen-Darm-Trakt des Babys. Kliniken empfehlen deshalb, von Anfang an die Muttermilch abzupumpen.

Der Gesundheit zuliebe: Frühchen mit Muttermilch stillen

Studien belegen, dass Frühchen, die mit Muttermilch gefüttert werden, meist schneller zu Kräften kommen. Im Schnitt werden diese Frühchen deutlich eher aus dem Krankenhaus entlassen. Für die Gehirnentwicklung ist Muttermilch ebenfalls sehr wichtig. Deshalb wird Müttern, die nicht stillen können, oft empfohlen, gerade bei Frühgeborenen auf Milchbanken zurückzugreifen. Die Milch wird je nach Gesundheitszustand des Babys per Magensonde, Fläschchen oder einem speziellen Becher gegeben. Sobald das Baby kräftiger wird, gibt es viele gute Möglichkeiten, es zum Trinken an der Mutterbrust zu animieren. Dies fördert die Nähe zwischen Mutter und Kind und ist für die Entwicklung sehr förderlich.

Das Frühchen zum Stillen ermuntern

Das Baby muss nach der künstlichen Ernährung erst einmal lernen, dass die Nahrung plötzlich aus der Mutterbrust kommt. Viele Kliniken setzen dafür ein Brusternährungsset ein. Dieses besteht aus einer Art Flasche, in der die Muttermilch mithilfe von Schläuchen zur Brustwarze geleitet wird. Das Baby kann so erste Kontakte zur Brust erfahren, ohne sich beim Saugen zu überanstrengen. Schlucken, atmen und saugen muss erst koordiniert werden, weshalb die ersten Stillversuche eher nicht der Nahrungsaufnahme dienen, sondern nur den Prozess an sich schulen. Die Mutter sollte hier nicht in Stress verfallen, denn die nötige Milchmenge kann dann immer noch per Fläschchen zugefüttert werden.

Tipps zum Stillen von Frühchen

Erfahrene Hebammen haben eine Menge hilfreicher Tipps zu diesem Thema. Deshalb sollten Mütter von Frühchen sich umfassend beraten lassen. Es hilft, schon auf kleinste Anzeichen von Hunger zu achten und zu reagieren. Sobald das Baby kleine Leckbewegungen, Handbewegungen zum Mund oder Geräusche macht, sollten Sie dem Kind die Brust anbieten. Diese frühen Feinzeichen ersparen dem Frühchen kräftezehrendes Schreien. Manche Frühchen müssen noch geweckt werden, um richtig trinken zu können. Acht bis zwölf Mal innerhalb von 24 Stunden sollte ein Frühchen gestillt werden. Nimmt es genügend Nahrung auf, sind pro Tag Gewichtszunahmen von ungefähr 20 g zu verzeichnen.