Alles rund um das Fläschchen

Babyflasche: Ein wichtiges Hilfsmittel für die Ernährung von Babys

Durstigen Babys gibt man das Fläschchen: Wir verraten alles, was Sie rund um die praktischen Babyflaschen wissen müssen.
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08. September 2020 - 15:19 Uhr

Das sollten Sie bei Auswahl und Kauf des Fläschchens beachten

Eine Babyflasche gehört zur Grundausstattung eines jeden Haushalts, in dem ein Säugling lebt. Wenn die werdenden Eltern die Erstausstattung für das Baby anschaffen möchten, treten jedoch häufig viele Fragen zu diesem Thema auf: Wie viele Flaschen benötige ich? Welche Materialien kommen in Frage? Worauf sollte ich bei der Auswahl noch achten? Dieser kleine Ratgeber gibt Antwort auf viele Fragen, die Eltern rund um die Flasche für ihr Baby haben. Dabei wird außerdem der Fläschchensauger behandelt, der ebenfalls mit Sorgfalt ausgewählt werden sollte.

Babyflasche: Unverzichtbar für die ersten Lebensmonate

In den ersten Monaten ernähren sich Babys ausschließlich von Muttermilch oder Milchnahrung, die in einer Babyflasche verabreicht wird. Auch Stillkinder trinken mitunter aus einer Flasche, wenn die Mutter beispielsweise für eine Weile nicht bei ihrem Baby sein kann und dafür Milch abgepumpt hat.

Manchmal haben die Babys auch einfach mehr Hunger, als die Mutter Milch zur Verfügung stellen kann. In diesem Fall können Sie ebenfalls mit einer Flasche zufüttern. Besonders wichtig ist das Babyfläschchen, wenn Sie nicht stillen können oder möchten. In diesem Fall kommt bei jeder Mahlzeit in Fläschchen zum Einsatz.

Wie viele Babyflaschen brauche ich?

Viele Eltern fragen sich, wie viele Flaschen sie für ihr Kind benötigen. Darauf gibt es jedoch keine allgemeingültige Antwort. Wenn Sie Ihr Baby fast ausschließlich mit Muttermilch ernähren, benötigen Sie nur für den Notfall ein oder zwei Babyfläschchen. Wenn Sie hingegen das Kind regelmäßig mit dem Fläschchen füttern, ist eine größere Zahl an Babyflaschen hilfreich.

Um für den Alltag zu Hause und auch unterwegs gewappnet zu sein, sind fünf bis sechs Flaschen ausreichend. So haben Sie zu jeder Zeit eine frische Flasche zur Hand, selbst wenn Sie ausnahmsweise nicht dazu kommen, eine benutzte Flasche sofort zu reinigen und zu sterilisieren.

Kriterien für die Auswahl der Flasche

Ein wichtiges Kriterium für die Auswahl ist die Größe des Fläschchens. Während der ersten Wochen ist es ausreichend, eine kleine Flasche zu verwenden. Jedoch wächst mit jeder Lebenswoche auch der Appetit des Babys, sodass Sie schon bald auf Babyflaschen mit einem Volumen von 200 Milliliter oder mehr umsteigen sollten.

Auch die Form des Saugers ist wichtig. Bei einigen Flaschen ist dieser beispielsweise der Mutterbrust nachempfunden ist. Dies erleichtert das saugen und ist insbesondere dann zu empfehlen, wenn Sie das Kind stillen. So fällt die Umstellung nicht allzu schwer.

Verschiedene Materialien für die Babyflasche

Neben Größe und Form sollten Sie sich auch über das Material Gedanken machen. Babyflaschen bestehen in der Regel aus Glas oder aus Kunststoff. Beide Werkstoffe bieten Vor- und Nachteile. Glas ist leicht zu reinigen, hygienisch und umweltfreundlich. Außerdem treten dabei kaum Abnutzungserscheinungen auf.

Allerdings ist dieses Material zerbrechlich und recht schwer. Das hohe Gewicht stellt besonders unterwegs einen Nachteil dar. Kunststoffprodukte sind deutlich leichter und bruchsicherer. Sie sind heutzutage in der Regel aus Polypropylen hergestellt. Babyflaschen aus Polycarbonat, die den gesundheitsschädlichen Stoff Bisphenol A enthalten, werden nicht mehr verkauft.

Der Sauger – ein wichtiger Bestandteil der Babyflasche

Fläschchensauger bestehen meist aus Latex oder aus Silikon. An ihrer Spitze befindet sich ein kleines Loch, durch welches das Kind die Flüssigkeit aus der Flasche saugen kann. Dabei ist es wichtig, die Größe der Öffnung den Anforderungen und dem Alter des Kindes entsprechend auszuwählen. Je jünger das Baby ist, desto kleiner muss die Öffnung sein, damit sich das Kind beim Trinken nicht verschluckt.

Im Alter von etwa vier Monaten können Sie zur nächsten Saugergröße übergehen. Wenn Sie mit dem Flaschensauger dem Baby nicht nur Milch, sondern auch Tee oder dünnen Brei anbieten wollen, müssen Sie dafür jeweils ein passendes Modell auswählen.

Anti-Kolik-Flaschen: So verhindern Sie Bauchschmerzen

Da der Verdauungstrakt von Babys noch nicht voll entwickelt ist, sind diese besonders in den ersten Monaten anfällig für schmerzhafte Koliken. Dieses Risiko steigt erheblich, wenn Sie Ihr Kind mit einer Babyflasche ernähren. Das liegt daran, dass die Kinder beim Trinken häufig Luft verschlucken, die im Darm kleine Bläschen bildet.

Um dies zu verhindern, haben die einzelnen Hersteller verschiedene Systeme entwickelt. So gibt es beispielsweise spezielle Ventile am Fläschchensauger oder im Boden der Flasche, aber auch besonders geformte Sauger. Sollte Ihr Baby häufig Bauchschmerzen bekommen, ist es sinnvoll, bei der Auswahl der Babyflasche auf ein entsprechendes Anti-Kolik-System zu achten.