Endlich zuhause!

Wickeln, stillen, füttern, lernen: Die ersten Tage mit dem Baby

Die ersten Tage mit dem Baby zuhause können ganz schön anstrengend sein. Aber keine Sorge: Wir verraten Ihnen, wie die Umstellung des Alltags gelingt.
© iStockphoto, Graham Oliver

26. Oktober 2020 - 11:40 Uhr

Erste Tage mit Baby: Schwierige Umstellung

Die ersten Tage mit dem Baby sind entscheidend. Anstrengend. Wunderschön. Zum Verzweifeln. Auf eine solche Achterbahn der sich überschlagenden Gefühle werden Sie in Ihrem Leben nie wieder geschickt! Die Momente, die wirklich zum Verzweifeln sind, lassen sich glücklicherweise in Grenzen halten – mit guter Vorbereitung und einem realistischen Blick dafür, was in der ersten Zeit mit dem Baby auf Sie zukommt. Insbesondere der Haushalt kann nun zu einem bedrückenden Problem werden, da Sie sich noch schonen müssen. Auch die Umstellung vom Alleinsein auf ein Gemeinsam muss erst noch gelingen. Lassen Sie sich Zeit – mit etwas Geduld gelingt der Alltag auch mit Kind.

Endlich zu Hause – rein ins Chaos

Schon die ersten Tage im Krankenhaus waren turbulent. Sie haben gelernt, wie Sie das Baby wickeln, füttern, halten... und freuen sich jetzt auf zu Hause, wo Sie alles im Griff haben. Dem ist jedoch leider nicht so: Denn gerade dann, wenn Sie zu Hause sind, ändert sich alles erneut. Was jetzt hilft, sind Strukturen.

Versuchen Sie, trotz durchwachter Nächte nicht den ganzen Tag im Bett zu bleiben und gewöhnen Sie sich regelmäßige Mahlzeiten an. Wenn der Wäscheberg zu groß wird, holen Sie sich Hilfe von außen – das ist in dieser Zeit keine Schande!

Schwierige erste Tage zu Hause

Im Krankenhaus hat es so toll geklappt, das Baby zu stillen, doch nun nicht mehr! Stillprobleme sind normal, wenn auf sich allein gestellt sind. Holen Sie sich Hilfe bei der Hebamme und legen Sie das Baby oft an. Irgendwann klappt es und Sie entwickeln von ganz allein den richtigen Stillrhythmus. Aber wo liegt das Baby in der Zwischenzeit? Liegen Sie dabei, kann das Baby bei Ihnen im Bett oder auf dem Sofa liegen. Stubenwagen, Laufgitter oder Tragetücher haben sich für die restliche Zeit bewährt – schauen Sie, was Ihnen am ehesten zusagt.

Baden, kuscheln, ölen – Praktische Routine kann im Alltag helfen

In den ersten Tagen hat die junge Mutter das Gefühl, alles noch einmal lernen zu müssen. Der Alltag will sich noch nicht einstellen und dann kommt auch noch das: Was ist mit der Körperhygiene des Babys? Ein Baby zu baden ist nicht schwer, doch es muss regelmäßig gemacht werden. Schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe und üben die Babymassage direkt nach dem Bad, wenn Sie das Baby sowieso einölen müssen. Wer praktisch denkt, tut sich im Alltag mit dem Nachwuchs wieder viel leichter.

Die Babypflege zu Hause – alles auf einmal und bloß nichts vergessen

Alle paar Stunden sollte das Baby gewickelt werden, da die Haut sonst möglicherweise mit schmerzenden Rötungen reagiert. Bei jedem Wickeln wird der Windelbereich neu eingecremt. Dann will es alle paar Stunden angelegt werden, um gestillt zu werden. Der Schlafrhythmus ist noch unregelmäßig. Täglich neue Kleidung ist ein Muss.

Das alles kann vor allem für eine Mutter mit ihrem ersten Kind sehr viel auf einmal sein. In den ersten Tagen hilft es, Prioritäten zu setzen und zu versuchen, die wichtigsten Bestandteile der Babypflege bestmöglich zu erledigen. Dadurch festigt sich ein Rhythmus in den Dingen, auf die es wirklich ankommt.

Die Nachsorgehebamme – erfahrene Helferin für zu Hause

Ganz alleine sind Sie zum Glück nicht, wenn Sie das Neugeborene mit nach Hause nehmen. In den ersten Wochen besucht Sie alle paar Tage die Nachsorgehebamme. Sie ist da, um die Gesundheit des Babys und der Mutter zu überwachen, aber auch, um Hilfe und Beratung fürs alltägliche Leben mit Kind zu leisten.

Wenn die Mutter nicht mehr weiß, wie sie den Haushalt schaffen soll, gibt die Hebamme Tipps und zeigt praxisnahe Methoden. Bei Stillproblemen hilft sie fachkundig aus oder empfiehlt Beratungsstellen, die im Problemfall unterstützen können. Mit Ihrer Hebamme haben Sie zudem eine Frau an Ihrer Seite, mit der Sie einmal problemlos über Ihre Sorgen sprechen können.