Windel immer leer?

Verstopfung beim Baby: So sorgen Sie für einen geregelten Stuhlgang

Ist die Windel schon wieder leer geblieben? Das können Sie tun, wenn das Baby Verstopfung hat.
Ist die Windel schon wieder leer geblieben? Das können Sie tun, wenn das Baby Verstopfung hat.
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23. September 2020 - 15:25 Uhr

Verstopfung beim Baby - was tun?

Wenn Sie selbst schon einmal unter Verstopfung (Obstipation) gelitten haben, wissen Sie, wie unangenehm diese sein kann. Das ist für Ihr Baby nicht anders: Bemerken Sie Unwohlsein, Quengeln und einen besonders harten oder länger ausbleibenden Stuhlgang, ist es Zeit, aktiv zu werden. Nicht immer muss gleich ein Arzt konsultiert werden, denn eine Verstopfung beim Baby kann verschiedene Ursachen haben, die etwa in der Ernährung oder in den Lebensumständen liegen. RTL.de zeigt, was Sie tun können, um Ihrem Nachwuchs den Stuhlgang zu erleichtern.

Wenn der Stuhlgang ausbleibt: Verstopfung beim Baby

In den ersten Lebenswochen setzen Säuglinge mehrmals am Tag Stuhl ab. Danach kommt es zu größeren Abständen der Darmentleerung, die ganz natürlich und kein Grund zur Besorgnis sind, auch wenn Sie zwei bis drei Tage keinen Kot in der Windel vorfinden.

Kommt es aber über einen längeren Zeitraum nicht zum Kotabsetzen oder bemerken Sie einen besonders harten Stuhl, hat Ihr Baby möglicherweise eine Verstopfung. Meist ist der Bauch verhärtet und das Drücken desselben mit Schmerzen verbunden. Auch das allgemeine Verhalten Ihres Babys zeigt oftmals, dass es sich unwohl fühlt, indem es beispielsweise weint oder keinen Appetit hat. 

Stress und neue Lebensumstände: Gründe für eine Verstopfung beim Baby

Nicht immer ist eine Erkrankung verantwortlich für eine Verstopfung bei Ihrem Nachwuchs. Grundsätzlich leiden Babys, die gestillt werden, weniger häufig an einer Obstipation. Das liegt vor allem an der guten Verträglichkeit der Muttermilch. Die Ernährungsumstellung hin zur Beikost kann aber zu Unregelmäßigkeiten beim Stuhlgang führen, zum Beispiel dann, wenn bestimmte Inhaltstoffe des Babybreies (noch) nicht vertragen werden. Ähnliches gilt auch für die wichtige Phase, wenn Ihr kleiner Liebling von der Windel auf die Toilette umsteigt. Äußere Stressfaktoren wie Umzüge, Spannungen in der Familie und mehr können ebenfalls zu einer Verstopfung führen.

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Verstopfung beim Baby: Was tun bei unregelmäßigem Stuhlgang

Stellen Sie bei Ihrem Baby eine Verstopfung fest, können Sie dieser in vielen Fällen mit einer geeigneten Ernährung und einigen Hausmitteln entgegenwirken. Zunächst sollte Ihr Baby viel trinken, um die Verdauung zu unterstützen. Ungesüßter Fencheltee oder Wasser können hier helfen.

Bekommt Ihr Nachwuchs bereits Brei, können Sie Pflaumen, Birnen, Äpfel und Trauben pürieren und füttern; diese regen die Verdauung an und weichen den Stuhl auf. Die Zugabe von Ballaststoffen etwa in Form von Kleie oder Leinsamen kann ebenfalls hilfreich sein. Besonders schnell wirkt auch Milchzucker, der aber in zu großen Mengen schnell zu Durchfall führen kann.

Wann muss eine Verstopfung beim Baby ärztlich behandelt werden?

Tritt eine Obstipation bei Ihrem Baby regelmäßig auf oder kommt es etwa zu blutigem Stuhl oder starken Schmerzen und Fieber, sollen Sie einen Kinderarzt aufsuchen. Dieser kann eventuelle Krankheiten diagnostizieren oder ausschließen. Mögliche Erkrankungen, die zu Verstopfungen führen können, sind etwa Diabetes, Darmverengungen oder auch Schilddrüsenerkrankungen.

Auch Sie als Mutter können der Verstopfung bei Ihrem Nachwuchs vorbeugen: Achten Sie während der Stillzeit auf eine ballaststoffreiche und ausgewogene Ernährung, unterstützen Sie automatisch auch die Verdauung Ihres Babys. Auch durch den Verzicht auf verschiedene Lebensmittel wie Zwiebeln oder Paprika können sich positiv auf die Verdauung Ihres Kindes auswirken.