Wenn die Milch nicht mehr reicht

Babynahrung: Jetzt geht es los mit der Beikost!

Schluss mit der Milch, her mit der festen Nahrung. Wir zeigen, wie Sie Ihr Baby am besten an die Beikost gewöhnen.
Schluss mit der Milch, her mit der festen Nahrung. Wir zeigen, wie Sie Ihr Baby am besten an die Beikost gewöhnen.
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21. September 2020 - 16:25 Uhr

Beikost: Neue Geschmackserlebnisse für das Baby

Milch schmeckt zwar lecker, macht aber irgendwann nicht mehr richtig satt. Deshalb ist eine gesunde Beikost wichtig. Etwa ab dem fünften bis siebten Monat steigt der Nährstoffbedarf des Kindes stark an und es ist an der Zeit für den ersten Brei. Auf die Kleinen warten dann allerlei bislang unbekannte Geschmackserlebnisse. Viele Babys freuen sich über die Abwechslung und lieben ihren Brei, andere Kinder wiederum zeigen sich von der neuen Kost weniger begeistert. Dennoch ist das Beifüttern wichtig, um den Nährstoffbedarf zuverlässig zu decken.

So gelingt die Umstellung auf Beikost

Unter Umständen gibt es am Anfang Probleme mit der Beikost, denn nicht jedes Kind ist von der neuen Mahlzeit auf Anhieb begeistert. Zwingen Sie Ihr Baby in diesem Fall nicht, irgendwann wird es sich von selbst für das Essen interessieren und nach ihm greifen. Um den Nachahmungstrieb zu wecken, ist es sinnvoll, gemeinsam mit dem Baby zu essen.

Bieten Sie dem Kind immer wieder und so lange einen Brei an, bis es davon probiert. Damit das Baby auch wirklich Hunger hat, sollten nach der Milchmahlzeit rund zwei bis drei Stunden verstreichen lassen. Die Breimenge für das Baby steigern Sie allmählich.

Welche Beikost ist am Anfang die Richtige?

Die Umstellung auf die verschiedenen Nahrungsmittel sollte behutsam erfolgen. Anfangs füttert man das Baby am besten mit einem Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei. Insbesondere das Fleisch kommt gleich nach der Kartoffel und ist für die Nährstoffversorgung enorm wichtig. Es versorgt das Kind mit ausreichend Eisen, das für die Muskelentwicklung und die Blutbildung unverzichtbar ist.

Bei der Geburt ist der Eisenspeicher noch gut gefüllt, mit der Zeit muss das Spurenelement aber mit der Nahrung zugeführt werden. Man beginnt in der Regel mit einigen Löffeln püriertem Gemüse zu Mittag. Langsam steigern Sie die Menge und geben Magerfleisch vom Lamm, Geflügel, Schwein oder Rind hinzu. 

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Wann sollte das Baby wie viel Beikost bekommen?

Die richtige Menge Beikost setzt sich beispielsweise aus 30 Gramm Fleisch, 40 Gramm Kartoffeln und 90 Gramm Gemüse zusammen. Aufgeteilt in mehrere kleine Mengen verwertet der Organismus das Eisen besser. Ideal sind fünf Fleischmahlzeiten in der Woche. Ein- bis zweimal pro Woche ist auch Fisch sinnvoll. Vor allem fette Sorten enthalten wertvolle Omega-3-Fettsäuren, die die Entwicklung des kindlichen Gehirns fördern.

Vegetarier ersetzen das Fleisch häufig mit Vollkorngetreide. Hierbei ist jedoch anzumerken, dass der menschliche Körper das pflanzliche Eisen weitaus weniger gut verwertet als das tierische. Zusätzliche Vitamin C-Gaben zur Unterstützung der Eisenaufnahme sind hier sinnvoll.

Die Empfehlungen des Forschungsinstituts für Kinderernährung Dortmund (FKE)

Den Empfehlungen des FKE nach beginnen Sie am besten bereits zu Anfang des fünften Monats mit dem Beifüttern und zwar mit einem Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei als warme Mahlzeit. Ab dem sechsten Monat füttern Sie Milch-Getreide-Breie zu. Anfang des siebten Monats ergänzen Sie den Speiseplan mit einem Getreide-Obst-Brei, der auf zwei Zwischenmahlzeiten aufgeteilt werden kann.

Kinder im zehnten Lebensmonat erhalten eine Brotmahlzeit. Die Beikost geht dann allmählich nahtlos in die normale Familienkost über und das Kind isst immer mehr vom Tisch mit. Stillen dürfen Sie, solange wie es Ihr Kind und auch Sie persönlich möchten.