Baby im Schlummerland

Schlafphasen beim Baby: Wissenswertes über den Schlaf des Kindes

Besonders in den ersten Monaten brauchen die Babys viel Schlaf. Welche Schlafphasen es dabei erlebt, lesen Sie hier.
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26. Oktober 2020 - 11:13 Uhr

Schlaf beim Baby: Wichtig in den ersten Monaten

Der Schlaf ist während der ersten Lebensmonate des Babys ein sehr wichtiges Thema. Zum einen verbringen Säuglinge viel Zeit damit, zu schlafen. Zum anderen bestimmen die Schlafphasen den Lebensrhythmus der Eltern. Wenn das Kind schläft, können auch sie entspannen. Wenn es wach wird, müssen sie jedoch zur Stelle sein – selbst wenn dies mitten in der Nacht sein sollte. Aus diesen Gründen ist es für junge Eltern sinnvoll, sich über die Schlafphasen zu informieren. So verstehen sie besser, wie ihr Kind schläft.

Schlafphasen beim Baby: Unterschiede zwischen Neugeborenen und Erwachsenen

Der Schlaf unterteilt sich in verschiedene Phasen, in denen die Aktivität des Gehirns und des Körpers erheblich variiert. Diese aufeinanderfolgenden Schlafphasen bilden einen Zyklus. Sowohl die Schlafphasen als auch die Zyklen unterscheiden sich bei Neugeborenen stark von denen eines Erwachsenen. Die einzelnen Phasen sind bei Säuglingen häufig recht kurz.

Außerdem setzt sich ein Schlafzyklus aus wenigen Schlafphasen zusammen. Schließlich kommt hinzu, dass Erwachsene sowie ältere Kinder nach dem Abschluss eines Zyklus in der Regel weiterschlafen. Babys wachen danach jedoch häufig auf.

Die Einschlafphase beim Baby: So findet das Kind in den Schlaf

Der Schlaf beginnt mit der Einschlafphase. Das Baby ist zwar noch wach, doch die Anzeichen der Müdigkeit sind bereits deutlich zu spüren. Es bekommt einen glasigen Blick, ballt die Fäuste und beginnt zu quengeln. In den ersten Lebenswochen setzt diese Phase in der Regel nach einer Wachzeit von rund ein bis eineinhalb Stunden ein. Sie sollten stets auf diese Anzeichen achten und dem Baby in den Schlaf helfen. Dazu können Sie es in den Armen wiegen, ein Lied singen oder ein ähnliches Ritual einführen.

Der leichte Schlaf: Traumphase beim Baby

Die Schlafforschung unterscheidet zwischen zwei verschiedenen Arten von Schlaf: REM-Schlaf und Non-REM-Schlaf. Die Abkürzung REM steht für Rapid Eye Movement, also der schnellen Bewerbung der Augen unter den geschlossenen Lidern. Auch der Rest des Körpers ist nun in Bewegung und das Baby lächelt, weint oder gibt Laute von sich.

Hierbei handelt es sich um die Traumphase des Babys. Das Kind verarbeitet die Eindrücke, die es während der Wachphase gesammelt hat. Der Traum ist für die Entwicklung sehr wichtig. Daher ist leichter Schlaf beim Baby auch deutlich häufiger als bei Erwachsenen.

Der Tiefschlaf: Erholung und Entspannung

Nach der REM-Phase folgt die Non-REM-Phase. Dabei entspannt sich das Baby und träumt nicht. Es kommt zur Ruhe und kann neue Kraft sammeln. Dies ist ebenfalls sehr wichtig, da es ohne die Tiefschlafphase nach dem Aufwachen übermüdet und gereizt sein kann.

Innerhalb der ersten zwei bis drei Monate nimmt die Tiefschlafphase nur etwa die Hälfte der gesamten Ruhezeit ein. Bei Erwachsenen ist der Anteil wesentlich höher. Da jedoch auch der Tiefschlaf beim Baby sehr wichtig ist, schlafen Neugeborene besonders lange.

Wie lange schläft ein Baby?

Babys verbringen in den ersten Wochen und Monaten ihres Lebens viel Zeit damit, zu schlafen. Über den Tag verteilt schlafen sie in der Regel zwischen 16 und 18 Stunden. Innerhalb der nächsten Monate ändert sich der Schlafrhythmus jedoch kontinuierlich. Der Anteil des Tiefschlafs nimmt deutlich zu und die Gesamtzeit, in der die Kinder schlafen, reduziert sich. Auch ein Tag-Nacht-Rhythmus bildet sich langsam aus, sodass sie zunehmend mehr in der Nacht und weniger am Tag schlafen.

Nächtliche Wachphasen: Ganz normal bei einem Baby

Auf einen Schlafzyklus folgt bei Babys, Kindern und Erwachsenen eine kurze Wachphase. Die meisten Menschen schlafen gleich wieder ein und können sich am nächsten Morgen nicht daran erinnern. Ein Baby wird in dieser Phase jedoch häufig vom Wiedereinschlafen abgehalten: Ist die Windel voll, hat es Hunger oder wird es durch Licht oder Geräusche gestört, wacht es vollständig auf. Daher kommt es häufig vor, dass sie auch mitten in der Nacht wach werden – insbesondere da sich bei Neugeborenen bereits nach wenigen Stunden Hunger einstellt.