Schlafverhalten beim Baby

Viele Eltern fragen sich: Schläft unser Baby genug?

Schläft mein Baby genug? - Diese Frage stellen sich viele Eltern. Wir verraten, wie viel Schlaf ein Baby wirklich braucht.
© iStockphoto

29. Juni 2020 - 11:50 Uhr

Wie viel Schlaf braucht mein Baby?

Wie auch bei Erwachsenen sind das Schlafverhalten sowie die richtige Menge Schlaf für ein Baby sehr individuell. Unterschiedliches Schlafverhalten ist angeboren und die Schlafmenge variiert von Kind zu Kind. Während einige Neugeborene bis zu 20 Stunden täglich schlummern, sind andere schon mit zwölf Stunden zufrieden. Kaum ein Baby wird mit einem Tag-Nacht-Rhythmus geboren, die meisten erlernen diesen erst nach der Geburt. Es gibt Durchschnittswerte, an denen sich junge Eltern orientieren können und klappt es mit dem Schlafen nicht ganz so gut, hilft ein geregelter Tagesablauf, den Schlafrhythmus zu erlernen.

Neugeborene Babys brauchen jede Menge Schlaf

Im ersten Lebensmonat scheint das Baby ständig zu schlummern. Zwischen 16 und 18 Stunden Schlaf benötigen die meisten Neugeborenen. Oft wird seine Schlafphase nur durch Trinken, Wickeln und Kuscheln unterbrochen. Viele Babys schlafen etwa vier Stunden lang, es folgt die halb so lange Wachphase und wieder rund vier Stunden Schlaf.

Diesem Rhythmus folgt der Säugling bis etwa zur Mitte des zweiten Monats. Dann werden die Wachphasen länger, er wird aufmerksamer und lernt, seine Umwelt wahrzunehmen. In dieser Zeit schläft ein Baby etwa 15 bis 16 Stunden, wobei manche bereits gelernt haben, Tag und Nacht zu unterscheiden.

Die Nacht ist zum Schlafen da

In welchem Alter das Baby einen stabilen Schlaf-Wach-Rhythmus findet, hängt vor allem von der Entwicklung seines Gehirns ab. Bei manchen geht es schnell, andere brauchen länger, bis sie nachts durchschlafen. Bei einigen Kindern kann es bis zu ihrem zweiten Geburtstag dauern.

Mit vier Monaten schlafen die meisten Säuglinge nachts zwischen neun und zwölf Stunden und machen tagsüber zwei Nickerchen. Insgesamt können sie also durchaus noch bis zu 18 Stunden täglich schlafen. Die Wachphasen am Tage sind nun schon deutlich länger. Sollte Ihr Kind sich an diese Regel nicht halten, seien Sie aber unbesorgt: Babys wissen am besten, was sie brauchen!

Im sechsten Lebensmonat hat das Baby seinen Rhythmus gefunden

Das Baby schläft nun etwa elf Stunden in der Nacht und nur noch zweimal ein- bis eineinhalb Stunden am Tage. Insgesamt also etwa 15 Stunden. Nun ist ein geregelter Tagesablauf für das Baby äußerst wichtig. Darum sollten Sie ihr Kind aufwecken, wenn es tagsüber zu viel schläft. Besser es quengelt ein wenig, als dass es die Nacht zum Tage macht. Eltern sollten darauf achten, dass die längste Wachphase ihres Babys am Abend, vor dem zu Bett gehen, stattfindet. Vier bis fünf Stunden können die Kleinen nun schon durchgehend wach bleiben.

Die Schlafmenge des Babys ändert sich nun nicht mehr

Zwischen dem sechsten und dem zwölften Lebensmonat schläft ein Baby etwa 14 Stunden. An der Menge ändert sich nun also nicht mehr viel. Doch während der Wachphasen ist es deutlich agiler, kräftiger und interessierter. Es schläft nun abends regelmäßig zu einer bestimmten Zeit ein und wacht morgens zu einer bestimmten Zeit auf.

Das Einschlafen können Sie ihrem Baby durch eine Schlafroutine erleichtern, indem Sie ihm beispielsweise eine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen oder eine Kuschelzeit einlegen. Doch bedanken Sie, Abweichungen sind normal und nicht jedes Baby schläft jede Nacht durch.