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Dem Baby vorlesen: So erweitern Sie spielend den Wortschatz

Schöne Gutenachtgeschichte: Das Vorlesen macht Eltern und Kind nicht nur spaß, sondern fördert auch die Sprachentwicklung und den Wortschatz.
Schöne Gutenachtgeschichte: Das Vorlesen macht Eltern und Kind nicht nur spaß, sondern fördert auch die Sprachentwicklung und den Wortschatz.
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24. September 2020 - 16:24 Uhr

Dem Baby vorlesen: Die Gutenachtgeschichte als Tagesausklang

Noch vor 50 Jahren war es üblich, dass die Eltern ihren Kindern abends eine Gutenachtgeschichte vorlasen. Das war ein schöner Tagesausklang, wenn sich die Kleinen, an Mama oder Papa kuschelnd, mit diesen über die lustigen Reime und die schönen Bilder im Bilderbuch freuen konnten. Sie genossen die entspannte Zeit, die ihnen persönlich gewidmet wurde und fühlten sich geborgen. Nach so einem harmonischen Tagesausklang schliefen die Babys meist selig ein. Obwohl man weiß, wie wichtig das Vorlesen für die kindliche Entwicklung ist, werden heute oft schon die Kleinsten für das Sandmännchen oder Kinderserien alleine vor den Fernseher gesetzt.

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Sprachentwicklung: dem Baby vorlesen

Sie sollten schon sehr früh damit beginnen, dem Baby Bücher vorzulesen. Vor dem ersten Geburtstag sollten es am besten dicke Pappbilderbücher mit kleinen Texten und Reimen sein. Auch wenn das Kind noch nicht spricht, wird es schon eine riesige Freude an den Reimen haben, die bereits eine Ahnung von Sprachstrukturen und Lauten vermitteln. Denn das Vorlesen durch Sie ist für Babys Spracherwerb von entscheidender Wichtigkeit.

Wenige Monate alte Babys freuen sich bereits über Bücher mit Fahrzeugen und Tieren und werden begeistert mit Ihnen versuchen, die Fahrzeuggeräusche und Tierlaute nachzuahmen. Frühe Leserituale wecken die Freude an Büchern.

Buch vorlesen: Baby erweitert spielend seinen Wortschatz

Machen Sie aus dem Vorlesen ein Ritual. An Sie gekuschelt lernt das Baby Geborgenheit kennen und wird den Akt des Vorlesens fortan mit positiven Gefühlen besetzen. Dabei lernt es laufend neue Wörter und auch seine Fantasie wird angeregt, wenn es zusammen mit Ihnen die bunten Bilder betrachtet.

Indem Sie ein Buch zur Hand nehmen, tun Sie etwas für Babys Konzentrationsfähigkeit, was diesem in der Schule sehr helfen wird. Denn Kinder, denen nicht vorgelesen wurde, werden auch später keine Lust haben, Bücher zu lesen, weil der Spaß am Lesen erst geweckt werden muss.

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Was sollte man beim Vorlesen unbedingt beachten?

Wichtig ist, dass die gemeinsame Lesestunde Spaß macht. Gehen Sie daher individuell auf Ihren kleinen Liebling ein. An Tagen, wo das Baby müde oder lustlos ist, dürfen die Geschichten auch mal kürzer ausfallen. Das Vorlesen sollte immer etwas Schönes für das Kind sein, ohne jeglichen Zwang oder festgelegte Zeitdauer. Dafür können Sie zu Zeiten, an denen das Baby hellwach und sehr interessiert ist, ruhig mal eine Verlängerung einplanen. Dabei sollten auch die Väter vorlesen, denn besonders Jungen brauchen auch männliche Vorlesevorbilder; leider bekommen jedoch nur acht Prozent der Kinder von ihren Vätern vorgelesen.

Bücher für das Baby

Das Baby sollte früh an Bücher gewöhnt werden und diese lieben lernen. Am Anfang können das natürlich erst Stoffbücher sein, die interessant knistern, auf denen das Baby aber auch herumkauen kann. Schon bald aber können Sie mit dem Baby auch Bücher ansehen, die verschiedene Ausstanzungen zum Greifen haben oder interessante Materialien wie Plüsch oder Seide zum Fühlen bereithalten. Auch Bücher mit Fingerspielen bereiten Spaß und solche, die Dinge aus dem Alltag abbilden. Versuchen Sie dabei den individuellen Geschmack Ihres Kindes zu ergründen, denn diesem muss es vor allem gefallen.