Das erste Lächeln löst Glücksgefühle bei den Eltern aus

Babylächeln: Ab wann lächelt das Kind bewusst?

Das Baby lächelt zum ersten Mal - oft ist das jedoch nur ein Reflex.
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07. Januar 2020 - 14:48 Uhr

Dem Engelslächeln eines Babys kann niemand widerstehen

Engelslächeln - dieser wunderschöne, berührende Begriff kommt daher, weil man früher sagte, Neugeborene spielen im Traum mit den Engeln. Kurz nach der Geburt bringen Babys alle Herzen zum Schmelzen, wenn sie im Schlaf lächeln und dabei total glücklich aussehen.

Mama, Papa, Oma und auch der Rest der Verwandtschaft sind überzeugt, so süß lächelt sie nur ihr Baby an. Ein im Schlaf selig lächelndes Baby verzaubert alle, die es miterleben dürfen, und in jeder Familie wird versucht, diesen besonderen Gesichtsausdruck auf Fotos festzuhalten.

Auch wenn es nur ein Reflex ist: Engelslächeln macht glücklich

Es wird einem warm ums Herz, wenn dieses Phänomen, das auch unter dem Begriff Vorlächeln bekannt ist, auf dem Gesicht des Babys zu entdecken ist. In den ersten Lebenswochen entsteht dieses besondere Lächeln durch unbewusste und unwillkürliche Bewegungen der Gesichtsmuskulatur, die Mundwinkel werden dabei hochgezogen.

Dieses Lächeln garantiert Glücksmomente bei den Eltern. Ein leise geflüstertes "Schau, es lächelt schon" verbindet das neue Familienmitglied mit den glücklichen Eltern, die ihren Blick kaum von ihrem schlafenden, lächelnden und vielleicht träumenden Kind abwenden können. 

Wann lächelt das Kind bewusst?

Im Laufe des zweiten Lebensmonats passiert etwas Besonderes. Ihr Kind lächelt bewusst und macht alle unbeschreiblich glücklich. Dieses soziale Lächeln schenkt das Baby allerdings am Anfang allem, das zwei Augen hat, also nicht nur Mama und Papa, sondern vielleicht auch dem Teddy oder der Nachbarin, die sich über den Kinderwagen beugt und den Nachwuchs bewundert. Das tut der Freude aber keinen Abbruch. Mit jedem Tag entwickelt sich mehr soziales Lächeln beim Baby. Es reagiert auch auf Anlächeln, es ist aber ein richtiges Gegenüber erforderlich. 

Soziale Bindungen

Je mehr das Kind angelächelt wird, desto schneller lernt es, damit umzugehen und darauf zu reagieren. Es gibt viele Gelegenheiten, das Baby anzulächeln: beispielsweise beim Wickeln, beim Baden und beim Füttern.

Das Kind merkt, dass es damit die Zuwendung anderer Menschen, besonders natürlich der Eltern, forcieren kann. Bindungen werden durch ein Lächeln aufgebaut. Bezugspersonen werden von dem Kind regelrecht angestrahlt. Es sind dann nicht nur die Mundwinkel, die nach oben gezogen werden, jetzt lachen auch Babys Augen mit und das ist mindestens genau berührend wie das Engelslächeln.

Ein unvergesslicher Augenblick ist, wenn man erstmals von seinem lächelnden Kind im Bettchen erwartet wird. Babys lernen, dass sie durch ihr Lächeln mit anderen aktiv in Kontakt treten können. Probieren Sie die Wirkung des Lächelns auch bei fremden Kindern bei der nächsten Fahrt im Bus aus oder beim Warten an der Supermarkt-Kasse. Lächeln Sie ein Baby an, es wird zurücklächeln. Kinder lächeln im Laufe eines Tages bis zu 400 Mal, Erwachsene leider nur mehr bis zu 15 Mal.