Beruhigung für das Baby

Schnuller: Was man über Nuckel wissen sollte

Schnuller: Worauf sollten Eltern achten?
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18. Mai 2020 - 15:36 Uhr

Baby und Schnuller - alles zum Nuckel

Das Baby ist unruhig und schreit ohne Unterlass, jetzt muss ganz schnell ein "Beruhiger" her. Ab an die Brust, das Fläschchen als letzten Rettungsanker - oder gar eine Extrafahrt mit dem Auto um den Block? Eltern sind zu fast allem bereit, wenn es um ein paar ruhige Stunden geht, in denen das Baby engelsgleich durchschläft. Daher ist ein Schnuller ein geschätzter Begleiter durch die aufreibende Babyzeit.

Baby beruhigen mit dem Schnuller

Nuckeln und Saugen beruhigt Babys. Es löst die Ausschüttung einer großen Menge von Endorphinen aus - und die machen Babys glücklich. Nach dem Stillen lässt sie dieses glückliche und satte Gefühl schnell einschlafen. Es ist für kleine und auch große Kinder eine Möglichkeit herunterzufahren, und dann ist es dem Baby egal, ob es ein Fläschchen, ein Daumen, die Brust oder eben ein Schnuller ist.

Ab wann ist ein Schnuller ok?

Wenn der Schnuller zu früh angeboten wird, kann das zu Problemen beim Stillen führen. Der Grund: Das Neugeborene lernt das sanfte Nuckeln am Schnuller und verwendet für das kräftige Saugen an der Brust nicht genügend Kraft. So trinkt es zu wenig und der Weg zur Flasche ist oft das Resultat. Mindestens vier Wochen sollte das Baby alt sein, um einen Schnuller zu bekommen. Dann sind die Eltern auch schon fit genug, die verschiedenen Signale des Babys zu deuten und können auf Hunger, Müdigkeit, Kuschelbedürfnis und Unruhe individuell reagieren.

Welche Schnuller-Form ist die richtige?

Welchen Schnuller Ihr Kind bevorzugen wird, kann niemand vorherbestimmen. Auch Babys haben individuelle Vorlieben. Aus medizinischer Sicht ist es egal, ob "kiefergerechte" Sauger (abgeflachte Form) oder die Tropfenform (Kirschkernform) verwendet werden.

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Schnuller: Silikon oder Latex

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Bei der Wahl des Materials sollte auf die individuellen Vorlieben des Babys geachtet werden.

Latexsauger bestehen aus einem Naturmaterial, der Gummimilch. Latex reagiert auf Fette in der Nahrung und kann durch Sonneneinstrahlung schneller altern. Latexsauger sollten, wie die Silikonsauger, alle ein bis zwei Monate ausgewechselt werden. Wenn Ihr Baby den typischen Latex-Geschmack nicht mag, können Sie zum Neutralisieren den Sauger drei Minuten in Milch auskochen.

Silikonsauger* 🛒 bestehen aus einem klaren Kunststoff, der sehr temperaturbeständig ist. Sonne und Fette machen diesem Schnuller nichts aus. Dafür ist er anfälliger für Beißspuren, in diesem Fall sollte der Schnuller sofort ausgetauscht werden. Ärzte empfehlen daher auch, nach etwa sechs Monaten auf Latex umzusteigen, da die Gefahr besteht , dass ein Schnullerstückchen in die Luftröhre gelangt oder verschluckt wird.

Schnuller reinigen - so geht es richtig

Vor dem ersten Nuckeln sollte der Schnuller kurz ausgekocht werden. Am besten täglich waschen, auskochen oder im Vaporisator (Geräte-Vergleich hier) sterilisieren. Die Spülmaschine ist der falsche Ort, den Schnuller zu reinigen. Sie wird nicht heiß genug und beschädigt durch den aggressiven Reiniger das Material. Wenn der Schnuller auf den Boden gefallen ist, sollte er niemals abgeleckt werden. Mit dem Schnuller bekäme Ihr Kind so gleich Ihre Kariesbakterien mitgeliefert.

Nachteile des Schnullers

ARCHIV - Ein rosa und ein blauer Schnuller, aufgenommen am 14.04.2015 vor zwei Babys in Frankfurt (Oder) in Brandenburg. Die Geburtenrate in Deutschland ist so hoch wie seit mehr als 30 Jahren nicht mehr. Trotzdem bekommen die Frauen in vielen andere
Ein Schnuller beruhigt das Baby, kann aber auch Nachteile mit sich bringen.
© dpa, Patrick Pleul, bsc

Von negativen Nachwirkungen des Schnullers können beispielsweise Kieferorthopäden ein Lied singen. Durch den Schnuller werden die Zähne nach hinten gedrängt und das hindert den Kiefer daran sich richtig zu platzieren - es kommt zu einer Kieferdeformation. Zähne finden nicht mehr den richtigen Platz und eine Spange wird Pflicht.

Wird ein Schnuller oder auch der Daumen zu lange verwendet, können bei größeren Kindern sogar Operationen notwendig sein, um die Deformation von Knochenstrukturen wieder zu richten. Ein Kind, das bis zum Alter von drei Jahren zum Einschlafen ein wenig am Schnuller nuckelt, wird in den allermeisten Fällen aber keine Kieferprobleme bekommen.

Sprachverzögerung und Sprachfehler

Wer kennt sie nicht, die Kinder, die Unverständliches hinter ihrem Nucki nuscheln. Durch den Schnuller kann auch die Sprachentwicklung stark verzögert werden. Die Zunge, die für das Sprechen notwendig ist, ist nur mit dem Festhalten des Schnullers beschäftigt und kann das Sprechen nicht üben. Auch das Lispeln ist oft auf eine zu schwach trainierte Zunge zurückzuführen.

Schnuller abgewöhnen

Wenn Sie Ihrem Kind den Schnuller abgewöhnen wollen, sollten Sie ihm erklären, warum es zu alt dafür ist. Experten raten, das Ganze mit einem positiven Ereignis zu verbinden. Gehen Sie mit Ihrem Kind Eis essen, machen Sie ihm ein kleines Geschenk oder unternehmen Sie einen Ausflug. So wird Ihr Kind (auch) eine positive Erinnerung an die Trennung vom Schnuller haben. Auch Geschichten, wie das Märchen von der Schnullerfee können dabei helfen, Ihrem Kind die Abgewöhnung zu erklären.

Video: Schnullerkette selbst machen - so geht's

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