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WHO: Moderna-Impfstoff nicht an Schwangere verabreichen

Es fehlen ausführlichere Studien

WHO-Experten: Moderna-Impfstoff nicht an Schwangere verabreichen!

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Das sollten werdende und stillende Mütter über den Moderna-Impfstoff wissen

Schwangere stehen in Coronazeiten vor vielen Fragen, die sie verunsichern könnten. Was bedeutet eine Corona-Infektion für die Schwangerschaft und das ungeborene Kind? Und vor allem: Wie schützt man sich vor dem Coronavirus? Hoffnungen legen viele in den Impfstoff der US-Firma Moderna. Doch Heil werden Schwangere und stillende Mütter in diesem Vakzin offenbar nicht finden, wie Experten warnen.

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WHO: Es fehlen ausführlichere Studien

Wie Impf-Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Dienstag empfehlen, sollen Schwangere und stillende Mütter nur geimpft werden, wenn das Risiko einer Ansteckung, etwa, weil sie im Gesundheitssektor arbeiten, hoch sei. Das heißt: Für eine große Mehrheit der Schwangeren und jungen Mütter ist das Vakzin offenbar nicht geeignet.

Weiter teilen die Experten mit, dass vorläufige Daten zwar nahe legen, dass die Impfung bei ihnen im Prinzip kein Problem sei, aber es würden dazu noch ausführlichere Studien fehlen. Auch die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Schwangeren, sich nicht mit den bisher zugelassenen Impfstoffen gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Auch für Frauen mit Kinderwunsch gibt es demnach eine Einschränkung: Der Hersteller BioNtech empfiehlt Frauen, eine Schwangerschaft erst zwei Monate nach der zweiten Impfung zu planen.

LESE-TIPP: Darum sollen Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch mit der Impfung warten

Können sich Schwangere auch gegen Corona impfen lassen? Epidemiologe erklärt
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Bisher nur Biontech-Impfstoff von der WHO zugelassen

Der Moderna mRNA-1273-Impfstoff ist wie der Wirkstoff von Biontech und Pfizer in der EU und mehreren anderen Ländern zugelassen worden.

Die WHO hat selbst bislang nur dem Impfstoff von Biontech und Pfizer eine Notfallzulassung erteilt. Das ist die Voraussetzung für den Ankauf und Einsatz von Impfstoffen durch UN-Organisationen. Die WHO sei in regem Austausch mit Moderna und der Zulassungsprozess für deren Produkt sei im Gange, sagte Kate O'Brian, Direktorin der Impfabteilung der WHO. Auch der Impfstoff von AstraZeneca wird bei der WHO bereits geprüft. Für viele Länder, die keine Kapazitäten zur Beurteilung von Impfstoffen haben, ist eine WHO-Notfallzulassung Grundlage für ihren eigenen Regulierungsprozess.

Der Corona-Impfstoff der US-Firma Moderna soll nach den Empfehlungen der WHO in zwei Dosen mit einem Intervall von 28 Tagen verabreicht werden. Nur im Notfall sei eine Ausweitung auf bis zu 42 Tagen möglich.

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