In Flensburg bringt Wintersturm Elli am Abend keine Probleme von oben, sondern von unten. Sturmböen drücken das Ostseewasser teilweise über die Kaikante. Die Behörden und betroffene Hotels hatten sich aber darauf vorbereitet.
„Dann haben wir die Fenster verklebt, dann haben wir die Pumpen aufgebaut, dann haben wir die Schläuche hingestellt, dann haben wir den Generator getestet."
„Wir haben Sandsäcke über 1.200 Sandsäcke verteilt an die Anrainer hier. Und wir arbeiten eigentlich mit allem, was wir zur Verfügung haben."
In anderen Teilen Norddeutschlands sorgt Elli mit Schneeverwehungen für Dauereinsätze der Räumungsdienste, wie hier in Hamburg.
„Das ist natürlich ein extremes Wetterereignis. Das ist was, das haben wir nicht so oft. Das gebe ich ganz offen zu."
Ähnlich geht es auf der Schiene zu. Den ganzen Tag über versuchen fleißige Männer und Frauen, die Bahnhöfe freizuschaufeln. Am Ende muss sich die Bahn dem Wetter geschlagen geben. Alle Fernverkehrsverbindungen fallen im Norden aus.
„Jetzt sind wir hier gestrandet und wir kommen jetzt erst mal nicht vom Fleck."
„Es ist höhere Gewalt. Fertig. Können wir nichts machen."
Ein Blick in die Hamburger Krankenhäuser verrät: Ein Katastrophentag war es zum Glück nicht. Im Gegenteil.
„Ich würde ihn deutlich ruhiger als sonst bezeichnen. Anscheinend hat die Warnung der Meteorologen und auch der Presse Wirkung gezeigt und die Patienten und Menschen sind zu Hause geblieben."
Vorsichtiges Aufatmen im Norden. Am Wochenende soll sich Sturmtief Elli langsam auflösen. Statt hier soll es nun in der Mitte und im Süden Deutschlands schneien. Und es wird knackig kalt. Glatteisgefahr inklusive.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, dpa