Seit Monaten fehlt von Löwe Mojo jede SpurUnglaublich: Dieser Löwe ist mitten in Deutschland verschwunden
Verschwindet ein weißer Löwe spurlos in Deutschland... Was sich erst mal nach einem schlechten Scherz anhört, ist leider keiner. Denn seit Monaten fehlt von der Raubkatze jede Spur, Tierschützer sind alarmiert. Die Situation ist nicht nur für den Löwen lebensgefährlich. Ein RTL-Reporter begibt sich auf die Suche und folgt einer Spur in die Niederlande. Seine spannende Suche gibt es im Video.
Weißer Löwe Mojo aus Sachsen spurlos verschwunden

In Sachsen ist es erlaubt private Raubkatzen zu halten, wenn Besitzer bestimmte Regularien erfüllen. Während Mojos Artgenossen in Afrika durch die endlose Savanne streifen, hauste der weiße Löwe jedoch zuletzt in einem Verschlag auf dem Hof von André S. Artgerechte Haltung sieht wohl anders aus. Das fanden auch die Behörden und haben André S. die Haltung von Mojo untersagt. Knapp ein Jahr ist das jetzt her. Seitdem fehlt von dem Löwen jede Spur.
Gegenüber RTL erklärt André S., dass er Mojo in die Niederlande verkauft habe, an einen Mann, der dort Löwen hält. Doch RTL-Recherchen ergeben das Gegenteil: An der Adresse im niederländischen Etten-Leur, wo Mojo jetzt leben soll, wohnt jemand ganz anderes. Auch über angeblichen Käufer ist hier nichts bekannt.
Gesetzeslage zur Haltung von Raubtieren ein Flickenteppich

Wo ist Löwe Mojo? Das fragt sich auch die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“. Sie hat sogar 3.000 Euro Belohnung auf ihn ausgesetzt: „Es gibt verschiedene Möglichkeiten“, erklärt Sven Wirth von der Organisation. „Vielleicht wurde Mojo in eine andere Privathaltung verkauft. Der worst Case wäre natürlich, dass er gar nicht mehr lebt. Denn Teile von Raubkatzen werden immer wieder als Trophäen oder Medizin verkauft.“
Mojo ist nicht die einzige Raubkatze in deutschen Privathaushalten: „Vier Pfoten“ schätzt die Zahl von Tigern und Löwen zweistellig, zentral erfasst wird sie nicht. Die Gesetzeslage ist Ländersache und somit ein Flickenteppich. In Baden-Württemberg, Brandenburg oder eben Sachsen ist die Haltung von exotischen Löwen unter bestimmten Umständen erlaubt, in anderen Bundesländern komplett verboten.
Auch wenn die artgerechte Haltung von Veterinärämtern und Ordnungsbehörden kontrolliert werden soll: Die wissen laut Wirth oft nichts von dem Löwen oder dem Tiger in ihrem Einsatzgebiet.
Im Fall des Löwen Mojo aus Sachsen ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft
Die Halter bezeichnen sich oft als „Tierliebhaber“: „Löwen oder auch Tiger sind auch einfach ein Statussymbol, der Besitzer will etwas exotisches haben. Da geht’s dann auch oft um Protzen und Angeben“, so Wirth von „Vier Pfoten“. Mit artgerechter Haltung habe das oft wenig zu tun.
Sollte Mojo plötzlich vor Passanten auftauchen, rät der Experte zur Ruhe: „Am besten nicht hastig weglaufen, keine lauten Geräusche machen“, so Wirth. Am besten rufe man die Polizei, denn das Einfangen von Wildtieren muss in jedem Fall den Fachleuten überlassen werden.
In Mojos Fall ermittelt jetzt auch die Staatsanwaltschaft. Hoffentlich wird der Löwe bald gefunden und kann dann endlich ein artgerechtes Leben genießen. (jmu)
































