Bitte hab Verständnis dafür, dass wir in diesem Browser keine optimale Nutzung von RTL.de gewährleisten können. Bitte benutze einen aktuelleren Browser (z.B. Chrome, Firefox, Safari oder Edge), damit du die Seite wie gewohnt nutzen kannst.

Wegen Corona können leibliche Eltern nicht zur Abholung einreisen

Leihmutter kann Kind seit einem Jahr nicht übergeben

29. März 2021 - 11:21 Uhr

Die Eltern durften China nicht verlassen

Die 25-jährige Emily Chrislip aus Idaho (USA) hatte sich als Leihmutter zur Verfügung gestellt, aber weil die Eltern aus China das Baby nicht abholen konnten aufgrund der Corona-Pandemie, lebt es inzwischen seit über zehn Monaten bei ihr. "Ich kann nicht glauben, wie viel Zeit schon vergangen ist", sagt Emily jetzt. Wie die Familien die Situation meistern, sehen Sie im Video.

Einreise nach Asien könnte problematisch werden

Leihmutter Emily Chrislip brachte im Mai 2020 ein kleines gesundes Mädchen zur Welt. Im September 2019 wählte ein Paar aus China Emily als Leihmutter aus. Aber Reisebeschränkungen der Corona-Pandemie verhinderten, dass ihre leiblichen Eltern in die USA kommen konnten. "Zuerst dachten wir, es wären maximal vier Wochen, und dann wurde es immer länger", sagte die 25-jährige Emily bereits im September gegenüber der amerikanischen Zeitschrift People.

LESE-TIPP: Dutzende Leihmutter-Babys können nicht zu ihren neuen Eltern

Jetzt, zehn Monate nach ihrer Geburt, kümmern sich die Chrislips noch immer um das Kind. "Die größte Sorge sind die Einschränkungen", sagt Leihmutter Emily gegenüber dem amerikanischen Fernsehsender KIVI-TV. "Ich glaube nicht, dass die Eltern Probleme haben werden, in die USA zu gelangen, aber wenn sie zurück nach Asien kommen, könnten sie Probleme haben. Also versuchen wir abzuwarten, was mit all den Einschränkungen passiert."

Leibliche Eltern sind besorgt über Ansteckungsgefahr

Der ursprüngliche Plan war, die Eltern nach Amerika reisen zu lassen, damit sie dort bei der Geburt des Babys dabei sein können. Doch dann kam Corona. In den Monaten nach der Geburt des Babys, so Emily, sei der Wiedervereinigungsprozess schwierig gewesen, da die Eltern bis zu drei Monate brauchen könnten, um in die USA zu reisen und ihre Tochter zu holen. Die leiblichen Eltern seien besorgt über die Einschränkungen in jedem Land und ihr Kind sei möglicherweise auf mehreren Flügen, die sie unternehmen müssen, einer Ansteckungsgefahr ausgesetzt.

LESE-TIPP: Leihmutter-Baby stirbt vor Zusammenführung mit Eltern

Während Emily und ihr Mann Brandon weiterhin hoffen, dass sie das Mädchen bald ihren leiblichen Eltern geben können, räumt Emily ein, dass es zweifellos schwierig sein wird, wenn dieser Tag endlich kommt. "Wir lieben sie auf jeden Fall und werden uns immer um sie kümmern, aber wir verstehen, dass sie nicht unsere Tochter ist". Emily hofft jetzt, dass das kleine Mädchen noch vor ihrem Geburtstag im Mai zu ihren Eltern kann.

GUT ZU WISSEN: Leihmutterschaft - was bedeutet das überhaupt?

Es ist in Deutschland ein heikles Thema: Leihmutterschaft. Die Fragen, die sich angesichts des Themas aber auch stellen, sind jene nach den rechtlichen Grundlagen: Wer darf überhaupt Leihmutter werden? Wer geht womit welche Rechte und Pflichten ein? Und: Welche unterschiedlichen Regelungen bestehen innerhalb und außerhalb Deutschlands?

Auch interessant