Druck aus der eigenen Fraktion, sich impfen zu lassen wächst

Corona-Fall im Bayrischen Landtag: Ungeimpfter Aiwanger sagt öffentlichen Termine ab

Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger hatte sich bislang nicht impfen lassen.
Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger hatte sich bislang nicht impfen lassen.
© dpa, Matthias Balk, mbk alf fd

22. Oktober 2021 - 13:25 Uhr

Corona-Ausbruch trifft Parlament

Er ist der Wirtschaftsminister Bayerns und ungeimpft. Hubert Aiwanger hat sich wieder medienwirksam klar gestellt, sich nicht impfen lassen zu wollen. Das könnte nun zum Problem werden. Denn ein Corona-Schnelltest eines "Freie Wähler"-Fraktionskollegen ist positiv ausgefallen.

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Auch die Freien Wähler rufen zum Impfen auf

Mehrere Parlamentarier und Fraktionsmitarbeiter haben sich nach einem positiven Corona-Schnelltest bei einem Freie-Wähler-Landtagsabgeordneten in freiwillige Selbstisolation begeben. Auch Hubert Aiwanger. Der 50-Jährige sagte, obwohl er in der fraglichen Fraktionssitzung am Dienstag keinen näheren Kontakt zu dem betroffenen Kollegen gehabt habe, wolle er "sicherheitshalber" alle öffentlichen Termine der kommenden Tage absagen. Er lasse sich weiterhin täglich testen, teilte sein Ministerium am Mittwoch mit.

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In Folge des Corona-Ausbruchs forderte nun der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Florian Streibl, zum Impfen auf: "Ich appelliere an alle Menschen, die sich noch nicht haben impfen lassen, dies möglichst rasch nachzuholen", sagte Streibl laut "Bild".

Streibl erklärte außerdem die Hintergründe des Corona-Falls: "Es handelt sich um einen Impfdurchbruch bei einem doppelt geimpften Abgeordnetenkollegen, der höchst verantwortungsvoll handelte und die Fraktion sofort nach Bekanntwerden der möglichen Infektion über sein positives Testergebnis in Kenntnis setzte." (dpa/skn)