Krieg in der Ukraine

Ukraine-Krieg-LIVETICKER - Kiew: Fast 50.000 russische Soldaten im Krieg gestorben

Zerstörung in der ukrainischen Stadt Chrakiw
Zerstörung in der ukrainischen Stadt Chrakiw
www.imago-images.de, IMAGO/ZUMA Wire, IMAGO/David Ryder

  • 9/4/20227:10:16 AM

    Kiew: Fast 50.000 russische Soldaten im Krieg gestorben

    Seit Februar dieses Jahres sind 49.500 russische Soldaten gefallen. Das berichtet der ukrainische Generalstab. Demnach seien alleine in den vergangenen 24 Stunden 450 russische Soldaten gestorben. 

    Unter den Gefallenen sind auch viele Ukrainer, die in den russisch besetzten Gebieten zwangsverpflichtet worden seien, oder Angehörige von Minderheiten in Russland. Das berichtet Sergej Sumlenny, der ehemalige Direkter der Böll-Stiftung in Kiew.
  • 9/4/20226:55:41 AM

    Kiew meldet Angriff auf "feindlichen Kommandoposten"


    Die ukrainische Armee hat im Krieg gegen die russische Armee einen Angriff auf einen "feindlichen Kommandoposten" gemeldet. Ein genauer Ort wurde am Sonntag von der Armee in Kiew zunächst nicht genannt. Bei dem Angriff seien militärische Ausrüstung getroffen und ein mobiles Radarsystem zerstört worden. Zudem seien russische Angriffe etwa bei der Stadt Bachmut im Donbass und der nahegelegenen Siedlung Pokrowske abgewehrt worden. Die Angaben ließen sich von unabhängiger Seite nicht überprüfen.

    Die ukrainische Armee registrierte zudem mehr als 24 Luftangriffe des "Feindes" innerhalb von 24 Stunden. Dabei seien militärische und zivile Objekte getroffen worden, hieß es in dem Bericht. Details wurden keine genannt. Weil es Russland an hochpräzisen Waffen fehle, setze die russische Armee "häufiger veraltete Raketensysteme vom Typ S-300" ein. Mehr als 500 dieser Raketen seien bereits auf das Staatsgebiet der Ukraine abgefeuert worden.
  • 9/3/20227:57:26 PM

    Selenskyj: Russland sucht Entscheidung im Energiekrieg gegen Europa

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland einen Energiekrieg vorgeworfen und zu mehr Einheit in Europa aufgerufen. "Russland versucht in diesen Tagen, den Energiedruck auf Europa noch weiter zu erhöhen - das Pumpen von Gas durch die Nord Stream wurde komplett eingestellt", sagte Selenskyj am Samstagabend in seiner täglichen Videobotschaft. "Russland will das normale Leben jedes Europäers zerstören - in allen Ländern unseres Kontinents."

    Es gehe darum, die Staaten in Europa zu schwächen und einzuschüchtern. Russland verwende dazu neben Panzern und Raketen auch Energie als Waffe. In diesem Winter bereite Russland den "entscheidenden Schlag" im Energiesektor vor. Dagegen helfe nur ein noch größerer Zusammenhalt, sagte Selenskyj. Die Europäer müssten ihre Gegenmaßnahmen besser koordinieren und einander mehr Hilfe leisten. Zudem müsse der Druck auf Russland erhöht werden, um die Öl- und Gaseinnahmen des Landes zu begrenzen.
  • 9/3/20227:09:08 PM

    Tote und verletzte Kinder bei Explosionen 

    Durch russische Angriffe und fahrlässigen Umgang mit Munition sind in der Ukraine mehrere Kinder getötet und verletzt worden. "In Selenodolsk haben die Russen einen neunjährigen Jungen getötet", teilte der Militärgouverneur der zentralukrainischen Region Dnipropetrowsk, Walentyn Resnitschenko auf seinem Telegram-Kanal mit. Insgesamt seien durch die Raketenangriffe etwa zehn Personen verletzt worden, die meisten davon schwer. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist nicht möglich.

    Raketenangriffe gab es auch in der Region Mykolajiw im Süden der Ukraine. Dort soll ein achtjähriges Kind durch die Einschläge getötet worden sein, zwei weitere Kinder und vier Erwachsene wurden verletzt.

    Im Norden der Ukraine, im Gebiet Tschernihiw meldeten die Behörden zwar auch zahlreiche russische Artillerieeinschläge, bei denen mehrere Gebäude beschädigt wurden. Hier aber war allem Anschein nach Fahrlässigkeit der Ukrainer selbst an der Verletzung mehrerer Kinder schuld: Bei einer Waffenausstellung in der Gebietshauptstadt Tschernihiw löste sich ein Schuss aus einem Granatwerfer. Bei dem Vorfall wurden fünf Menschen, darunter vier Kinder im Alter zwischen zwei und zwölf Jahren, verletzt. Die Staatsanwaltschaft hat Untersuchungen eingeleitet.
  • 9/3/20223:43:44 PM

    Ukraines First Lady im Interview: "Ihr zählt Cents, wir zählen die Toten" 

    In einem Interview mit dem britischen Sender BBC hat die ukrainische First Lady Olena Selenska sich in die Debatte um die steigenden Preise für Verbraucher eingemischt. Sie erinnerte daran, dass ihr Land im Krieg mit Menschenleben bezahle, während andere Länder in Europa nur die finanziellen Auswirkungen spüren würden. Sie könne verstehen, dass die Situation für viele sehr hart sei. Aber sie macht auch klar: "Während ihr anfangt, die Cents auf eurem Konto oder in eurer Tasche zu zählen, tun wir das gleiche und zählen unsere Todesopfer", erklärte Selenska in dem Interview. 

    Die Ehefrau des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sagte der BBC, dass es schwierig für Menschen außerhalb der Ukraine sei, die Auswirkungen des Krieges zu verstehen. Es sei aber wichtig, die menschlichen Schicksale und Geschichten zu erzählen. Denn sie seien das Gesicht des Kriegs. 
  • 9/3/202211:44:53 AM

    Angeblich russisches Atom-U-Boot im Mittelmeer aufgetaucht

    Wladimir Putin soll ein russisches Atom-U-Boot ins Mittelmeer entsandt haben, das berichtet "Naval News". Dem Portal sollen Informationen vorliegen, dass ein Marschflugkörper-U-Boot oder ein Angriffs-U-Boot vor Italien operiere. Es sei unklar, wie lange es sich schon dort befinde. Trotzdem habe die Nato das Schiff ins Visier genommen, heißt es. 
  • 9/3/202210:24:00 AM

    Türkei bietet sich als Vermittler im Streit um AKW Saporischschja an

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bietet sein Land als Vermittler im Streit über das AKW Saporischschja an. Das teilt das Präsidialbüro in Ankara nach einem Telefonat Erdogans mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin mit. Bei Staatsoberhäupter hätten zudem ihre Entschlossenheit betont, dass die Arbeiten an dem im türkischen Akkuya geplanten Atomkraftwerk fortgesetzt werden sollten.
  • 9/3/20229:22:00 AM

    London: Breiter Vormarsch ukrainischer Truppen westlich des Dnipro


    Die Ukraine forciert bei ihrer Gegenoffensive in der Region Cherson im Süden des Landes britischen Geheimdiensten zufolge derzeit einen breiten Vormarsch auf drei Achsen westlich des Flusses Dnipro. Diese Offensive habe zwar nur begrenzt unmittelbare Ziele, die Russen aber mutmaßlich taktisch überrascht, hieß es am Samstag in einem Kurzbericht des Verteidigungsministeriums in London. Damit würden logistische Mängel und Schwächen in der Führung der russischen Offensive entlarvt. Russische Kommandeure müssten sich nun entscheiden, auf welche Region sie sich im Blick auf Nachschub und Reservetruppen konzentrieren wollten.

    Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine Ende Februar veröffentlicht die britische Regierung regelmäßig Geheimdienstinformationen zu dessen Verlauf. Moskau wirft London eine gezielte Desinformationskampagne vor.
  • 9/3/20228:02:00 AM

    Kiew: Mindestens 380 Kinder im Krieg in Ukraine getötet


    Seit Beginn des russischen Kriegs gegen die Ukraine vor mehr als einem halben Jahr sind nach Angaben aus Kiew mindestens 380 Kinder getötet worden. Das teilte die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft am Samstag im Nachrichtenkanal Telegram mit. Zudem seien mindestens 737 Kinder in den vergangenen sechs Monaten verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft verwies darauf, dass es sich um vorläufige Zahlen handle. Es sei schwierig, Daten in von Russland besetzten oder umkämpften Gebieten zu erfassen.

    Im Gebiet Donezk im Osten habe es mit 388 Opfern die meisten verletzten und getöteten Kinder gegeben, gefolgt vom Gebiet Charkiw (204). Ferner seien insgesamt 2.328 Bildungseinrichtungen durch Bomben oder Beschuss beschädigt worden. 289 davon seien völlig zerstört worden. Die Behörde machte Russland dafür verantwortlich.
  • 9/2/20228:40:10 PM

    Hersteller: Leckagen an Gas-Turbinen normalerweise kein Grund für Betriebsstopp

    Siemens Energy teilt zu den von Gazprom gemeldeten Defekten mit: "Als Hersteller der Turbinen können wir lediglich feststellen, dass ein derartiger Befund keinen technischen Grund für eine Einstellung des Betriebs darstellt." Leckagen beinträchtigten im Normalfall den Betrieb einer Turbine nicht. Siemens Energy sei aktuell nicht mit Wartungsarbeiten beauftragt. "Unabhängig davon, haben wir bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass in der Verdichterstation Portowaja genügend weitere Turbinen für einen Betrieb von Nord Stream 1 zur Verfügung stehen", teilt das Unternehmen mit.
  • 9/2/20228:27:57 PM

    Selenskyj begrüßt geplante Deckelung des Preises für russisches Öl

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die geplanten neuen Energiesanktionen des Westens gegen russisches Öl als ein Zeichen der Unterstützung für sein vom Krieg gezeichnetes Land begrüßt. "Die Zeit für die Sanktionen ist längst überfällig", sagte der Staatschef in einem am Freitag in Kiew verbreiteten Video. "Die Sanktionen werden nicht nur den Fluss der Petro-Dollars und Gas-Euros nach Moskau begrenzen, sondern auch Gerechtigkeit wiederherstellen für alle Europäer, die von Russland erpresst werden mit einer künstlich heraufbeschworenen Preiskrise auf dem Energiemarkt."

    Die Gruppe der sieben führenden Industrienationen G7, darunter unter anderem Deutschland und Frankreich, wollen als wirtschaftsstarke Demokratien dafür sorgen, dass Russland weniger an seinem Öl verdient. Damit soll eine Finanzierungsquelle für den Krieg gegen die Ukraine ausgetrocknet werden. 
  • 9/2/20227:33:00 PM

    Zwei IAEA-Mitarbeiter sollen länger in AKW Saporischschja bleiben

    Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Rafael Grossi, teilt mit, dass zwei seiner Mitarbeiter länger im AKW Saporischschja bleiben werden. Derzeit seien sechs IAEA-Mitarbeiter in der Anlage, vier davon würden kommende Woche zurückkehren. Er kündigt einen Bericht über die Inspektion des Atomkraftwerks für den Anfang kommender Woche an.
  • 9/2/20227:07:02 PM

    AKW Saporischschja: Ukraine beschießt russische Artilleriepositionen

    Die Ukraine hat unweit des von Moskaus Truppen besetzten Atomkraftwerks Saporischschja russische Artilleriepositionen beschossen. "Bestätigt ist, dass unsere Truppen im Bereich der Ortschaften Cherson und Enerhodar drei Artilleriesysteme des Gegners mit präzisen Schlägen vernichtet haben", hieß es im Bericht des ukrainischen Generalstabs am Freitagabend bei Facebook. Ebenfalls seien ein Munitionslager und mindestens eine Kompanie der russischen Armee vernichtet worden.

    Den Angaben nach haben die russischen Besatzer vor dem Eintreffen der Expertengruppe der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) alle Militärtechnik vom Gelände des AKW entfernt. Diese sei in die benachbarten Orte verlegt worden. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Russland hatte stets behauptet, auf dem Gelände des Kernkraftwerks keine schweren Waffen stationiert zu haben.

    Seit Donnerstag hält sich eine Expertengruppe der IAEA in der Kraftwerksstadt Enerhodar auf. Ein Teil der Mission ist am Freitag wieder nach Wien gereist, sechs IAEA-Experten sind vor Ort geblieben.
  • 9/2/20225:01:43 PM

    Russland: Können 30 Millionen Tonnen Getreide ins Ausland liefern

    Russland ist bereit, im Rahmen von Vereinbarungen mit den Vereinten Nationen in der zweiten Jahreshälfte 2022 bis zu 30 Millionen Tonnen Getreide für ausländische Märkte zu liefern. "Dies wird es ermöglichen, bedürftige Länder zu unterstützen und zur Stabilisierung der Ernährungslage in der Welt beizutragen", teilte das Landwirtschaftsministerium in Moskau am Freitag mit. Nach Schätzungen des Landwirtschaftsministeriums wird die Getreideernte in Russland in diesem Jahr 130 Millionen Tonnen erreichen, davon 87 Millionen Tonnen Weizen.

    Die Vereinten Nationen befürchten Lebensmittelknappheit und Hunger in armen Teilen der Welt, wenn die Ukraine infolge des russischen Angriffskriegs als ein wichtiger Getreidelieferant ausfällt. Agrarexporte über die ukrainischen Schwarzmeerhäfen waren zuletzt monatelang blockiert. Die Kriegsgegner Ukraine und Russland hatten am 22. Juli unter UN-Vermittlung jeweils getrennt mit der Türkei ein Abkommen unterzeichnet, um von drei Häfen Getreideausfuhren aus der Ukraine zu ermöglichen. Es wird geschätzt, dass mehr als 20 Millionen Tonnen Getreideerzeugnisse in der Ukraine lagern.
  • 9/2/20225:00:00 PM
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