Ahana starb zwei Wochen vor ihrem Geburtstag

Ihr letztes Wort war "Papa": Ärzte erkennen Streptokokken-A-Infektion nicht - Vierjährige plötzlich tot

Ahana Singh
Die kleine Ahana wurde nur vier Jahre alt.
rip.ie

„Die Tatsache, dass ihr letztes Wort Papa war, verfolgt mich jede Sekunde, jeden Tag." Der Schock über den Tod ihrer erst vierjährigen Tochter Ahana sitzt bei Nalini und Varun Singh immer noch tief. Anfang Dezember starb das kleine Mädchen an einer Streptokokken-A-Infektion – nur wenige Stunden, nachdem sie aus dem Krankenhaus entlassen wurde.

Kein Arzttermin für Ahana

Alles begann mit einem Husten. Ahanas Eltern dachten, es sei nur eine Grippe, versuchten einen Termin beim Hausarzt zu bekommen, doch ohne Erfolg. „Als wir in einigen Arztpraxen anriefen, sagte man uns, sie nähmen keine neuen Patienten mehr an, sie seien voll", sagt Nalini Singh dem irischen „Independent“.

Zunächst machten sich die Eltern keine großen Sorgen, ließen Ahana sogar noch in die Schule gehen. Doch plötzlich bekam Ahana Fieber. „Am nächsten Tag begann sie, über Schmerzen im Nacken zu klagen. Das war das erste Mal, dass sie über Schmerzen im Nackenbereich geklagt hat. Sonst hat sie nie über irgendetwas geklagt“, erzählt Ahanas Mutter weiter.

Da sie keinen Arzt finden konnten, kontaktierten die Eltern einen Online-Arzt, der ihnen riet, die Vierjährige auf Meningitis untersuchen zu lassen. Sofort nahm die Familie ein Taxi ins „Children's Health Ireland at Temple Street“ in Dublin.

Ärzte sagten, es würde "besser werden"

„Ahana erbrach sich im Taxi. Ich war schockiert“, erzählt Nalini Singh. Auch in der Kinderklinik musste sich das Mädchen übergeben, wurde schließlich immer schläfriger. Sechs Stunden mussten Nalini und Ahana im Krankenhaus warten, Vater Varun musste draußen bleiben, da nur ein Elternteil mit hinein konnte.

Mit zwei Flaschen Wasser statt einer Infusion sollte Nalini ihre dehydrierte Tochter füttern, während sie stundenlang darauf warteten, dass ein Arzt das kranke Mädchen untersuchte. Schließlich bekam Ahana etwas gegen das Erbrechen. Dass die Vierjährige an einer Streptokokken-A-Infektion litt, erkannten die Ärzte jedoch nicht.

Sie dachten, es handele sich um eine Erkältung oder eine Grippe, so die Eltern zum „Independent“. Statt Tests zu machen oder Antiobiotikum zu verschreiben, wurde die Familie wieder nach Hause geschickt. Die Ärzte sagten Mutter Nalini, es würde "besser werden" – und sie vertraute ihnen.

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"Die Tatsache, dass ihr letztes Wort 'Papa' war, verfolgt mich jede Sekunde eines jeden Tages"

Kaum war die Familie wieder in ihrem Zuhause in Killester bei Dublin, ging es Ahana schlechter: Sie lag im Arm ihres Vaters, wurde immer schwächer und konnte kaum noch sprechen. Alles, was die Vierjährige noch flüstern konnte, war das Wort „Papa“.

Auf die Fragen ihres Vaters, was los sei, konnte Ahana nicht mehr antworten, wurde schließlich bewusstlos. „Sie blutete aus der Nase und dem Mund“, erinnert sich Varun Singh. „Es gab ein ‘klick, klick, klick’ Geräusch und das war's - sie war weg. Die Tatsache, dass ihr letztes Wort 'Papa' war, verfolgt mich jede Sekunde eines jeden Tages."

Mutter Nalini versuchte noch, ihre Tochter wiederzubeleben – ohne Erfolg. „Ich weiß nicht, woher ich den Mut nahm - aber ich habe 20 Minuten lang Wiederbelebungsmaßnahmen durchgeführt. Als die Sanitäter eintrafen, sagten sie uns, dass sie nichts mehr tun könnten.“

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Ahana starb zwei Wochen vor ihrem Geburtstag

Heute wissen Nalini und Varun Singh, dass ihre kleine Tochter eine Streptokokken-A-Infektion hatte. Das vierjährige Mädchen starb nur zwei Wochen vor seinem fünften Geburtstag und zwei Monate nachdem die aus Indien stammende Familie nach Irland zog.

Wie der „Independent“ berichtet, wollte sich das behandelnde Kinderkrankenhaus nicht zur Behandlung der dehydrierten Ahana äußern. Die Klinik sprach Ahanas Eltern ihr „aufrichtiges Beileid zum Tod ihrer geliebten Ahana" aus. (akr)

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