Toxisches Schocksyndrom

Model (34) wäre fast gestorben – wegen eines Tampons!

Model Lauren (34) wäre fast gestorben - wegen eines Tampons Toxisches Schocksyndrom
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Toxisches Schocksyndrom
Model Lauren (34) wäre fast gestorben - wegen eines Tampons

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Lauren Wasser ist in der Modebranche bekannt als das Model mit den goldenen Beinen. Denn: Die heute 34-Jährige trägt Prothesen, seit ihr im Alter von 24 und 29 Jahren jeweils ein Bein amputiert wurde. Der Grund für die Amputationen: ein Tampon, der bei Lauren das sogenannte Toxische Schocksyndrom (TSS) ausgelöst hatte. Heute möchte Lauren eine wichtige Botschaft verbreiten – nicht nur für Frauen. Welche das ist, hat sie uns verraten, als wir sie in Berlin getroffen haben. Das ganze Interview sehen Sie im Video.

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TSS - Toxisches Schocksyndorm

Wie der deutsche Berufsverband der Frauenärzte (BVF) auf seiner Website erklärt, handelt es sich bei dem Toxischen Schocksyndrom, kurz TSS, um eine Infektionserkrankung – ausgelöst durch die Keime Staphylococcus aureus oder Streptokokkus pyogenes. Grundsätzlich seien die Keime zunächst einmal nicht ungewöhnlich, sie kommen laut BVF sogar bei rund 15 bis 40 Prozent der Menschen im Nasen- und Rachenrau vor. Treten diese Erreger jedoch in hoher Zahl auf und treffen auf ein Immunsystem, das noch keine Antikörper gegen sie gebildet hat, kann es zum Toxischen Schocksyndrom kommen.

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Doch was haben diese Erreger mit einem Tampon zu tun? Wie der BVF erklärt, treten sie über Hautwunden, Verbrennungen, Insektenstiche oder chirurgische Wunden in den menschlichen Organismus ein. Aus diesem Grund sei das Syndrom auch besonders bei Frauen nach der Verwendung von Tampons, Menstruationstassen oder Diaphragmen eine Komplikation. Untersuchungen haben laut des Bundesverbandes der Frauenärzte ergeben, dass das Material des Tampons, das seit den Achtzigerjahren immer saugfähiger wurde, einen Einfluss auf das Risiko eines TSS haben kann.

Doch: Das Auftreten des Toxischen Schocksyndroms im Zusammenhang mit der Verwendung von Tampons sei insgesamt sehr selten, vergleiche man diese Zahl mit dem weltweiten Verbrauch des Menstruationsproduktes. (vho)