Locklans Mähne ist etwas ganz Besonderes

Ihm stehen die Haare zu Berge: Einjähriger hat das "Struwwelpeter-Syndrom"

Der einjährige Locklan aus Georgia (USA) hat das "Struwwelpeter-Syndrom".
Der einjährige Locklan aus Georgia (USA) hat das "Struwwelpeter-Syndrom".
Jam Press/@uncomable_locks

Syndrom der unkämmbaren Haare: Auch der 14 Monate alte Locklan ist davon betroffen

Der 14 Monate alte Locklan ist etwas ganz Besonderes! Denn: Er ist nur einer von etwa 100 Menschen, die das extrem seltene Syndrom der unkämmbaren Haare haben. Seine Mutter, Katelyn Samples, bringt ihm schon jetzt bei, dass er stolz auf seine widerspenstige Mähne sein kann.

Als Locklan 5 Monate alt ist, bemerken seine Eltern seine ungewöhnlichen Haarstruktur

Mit fünf Monaten beginnt das Haar des kleinen Locklan zu wachsen. Sofort bemerken seine Eltern, Katelyn Samples (33) und ihr Ehemann Caleb aus Atlanta, Georgia (USA), dass es ziemlich wuschelig ist. Ihre Vermutung: Ihr Sohn bekommt bestimmt einmal eine richtige Lockenmähne! „Es stand gerade nach oben hoch und war so weich und einfach wuschelig“, erinnert sich die 33-jährige Mutter in der „DailyMail“. Doch schnell kommt die Überraschung: Locklans Haar wächst immer weiter – legt sich aber nicht mehr richtig hin. Von dem sogenannten Syndrom der unkämmbaren Haare hat die Familie bis dato noch nichts gehört.

Dabei handelt es sich um eine seltene Erkrankung, die auch als Struwwelpeter-Syndrom bekannt ist und sich in der Regel in den ersten Lebenswochen bis hin zur Pubertät manifestiert. Wie der Name schon verrät, sind die Haare des Betroffenen unkämmbar und nicht frisierbar, zudem meist trocken und kraus. Aber: Es handelt sich zwar um eine erblich bedingte Haarerkrankung, der Betroffene ist aber meist – bis auf das widerspenstige Haar – weder physisch noch psychisch eingeschränkt.

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Locklan und seine Wuschel-Mähne sorgen für Aufmerksamkeit

Katelyn Samples mit ihrem Mann Caleb und ihren beiden Söhnen, Locklan und Shepard.
Jetzt wo Locklan noch klein ist, geht seine Haarpflege auf jeden Fall schnell, wie Mutter Katelyn Samples erzählt.
Jam Press/@uncomable_locks

Katelyn Samples gibt ihr Bestes, aber egal, was sie tut: Das Haar des mittlerweile 14 Monate alten Locklan lässt sich aufgrund der Anomalie einfach nicht richtig bürsten oder glätten. Stets steht sein blonder Haarschopf einfach zu Berge. Abgesehen von seinen verrückten Haaren ist das Kind vollkommen gesund und munter. Und auch die zweifache Mutter, die neben Locklan noch den zweijährigen Sohn Shepard hat, findet die Struwwelpeter-Haare in einem Aspekt gar nicht mal so schlecht: „Seine wasserfesten Locken sind aktuell noch sehr leicht zu pflegen. Wir müssen Locklans Haare nur einmal pro Woche waschen.“ Die einzigartige Textur seiner Haare macht die Haarpflege also um einiges leichter.

Immer wieder sorgt die Wuschel-Mähne unterwegs für Aufmerksamkeit, was den Einjährigen nicht zu stören scheint: „Locklan ist schon eine kleine Berühmtheit. Überall, wo wir hingehen, sprechen uns die Leute an. Sie fragen nach seinem Haar und manchmal wollen sie es sogar anfassen. Er genießt die Aufmerksamkeit auf jeden Fall.“

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"Locklan kann stolz auf seine Andersartigkeit sein!"

Aber wie immer im Leben gibt es auch negative Kommentare, was Mutter Katelyn häufig das Herz bricht. Dass Locklan aussieht, als hätte er seinen Finger in eine Steckdose gesteckt, gehört dabei noch zu den harmloseren Bemerkungen. Die 33-Jährige gibt zu, dass ihr Mann und sie manchmal damit zu kämpfen haben. Außerdem wissen sie schon jetzt, dass auch Locklan eines Tages mit den fiesen Kommentaren bezüglich seiner Haare umgehen muss. „Aber ich möchte, dass er mit Stolz auf seine Andersartigkeit reagiert und das, was ihn einzigartig macht, nicht verschmäht. Das sollte jeder Mensch tun! Wir feiern seine Haare.“

Auf dem Instagram-Account @uncombale_locks („unkämmbare Locken“) teilen Katelyn und Caleb Samples Bilder ihres Sohnes, um auf die Erkrankung aufmerksam zu machen. „Wir haben seinen Kanal eingerichtet, weil die Leute wirklich so fasziniert von seinem Haar sind und es so sehr lieben, dass wir das Bewusstsein für eine solch seltene genetische Krankheit schärfen wollen.“ Mit Locklans Lächeln wollen seine Eltern ein bisschen Freude im Netz verbreiten – und das haben sie geschafft, wenn man sich den Kleinen so anschaut! (vdü)

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