Strack-Zimmermann zu Panzerlieferungen

"Heute schaut der Westen nicht nur zu"

"Das ist ein Signal aus der westlichen Welt" Strack-Zimmermann im RTL/ntv-Frühstart
06:42 min
Strack-Zimmermann im RTL/ntv-Frühstart
"Das ist ein Signal aus der westlichen Welt"

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von Philipp Sandmann

Die Entscheidung ist wohl gefallen: Deutschland wird Kampfpanzer an die Ukraine liefern. Heißt das, dass in Zukunft noch mehr schweres Gerät in die Ukraine geliefert werden könnte – z.B. auch Kampfflugzeuge?

Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), hält das für unrealistisch.

„Ich sehe das nicht mit den Flugzeugen, um das direkt zu sagen“, sagte Strack-Zimmermann im RTL/ntv-Frühstart und fügte hinzu: „Ich sehe das nicht, weil es ein qualitativ völliger Unterschied ist. Wenn ein Panzer unter Umständen nicht richtig bedient wird, dann bleibt er stehen. Bei einem Flugzeug fällt es runter. Und eine Luftüberlegenheit zu bekommen, ist unwahrscheinlich.“

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Schnelleres Ende des Kriegs? "Das ist zu hoffen"

Strack-Zimmermann lobte die Entscheidung Deutschlands, Leopard-Kampfpanzer in die Ukraine liefern zu wollen. Man habe gesehen, dass Kampf-Stellungen zuletzt nicht mehr vor und zurückgegangen seien. Dies könne dadurch geändert werden: „Das wird an der Stelle mit Sicherheit wirken. Es ist ein Zeichen an Russland, dass Europa steht, die freie Welt steht und dass man nur in Gespräche einsteigen kann aus der Stärke heraus.“

Auf die Frage, ob durch die Lieferung der Panzer der Krieg schneller enden würde, sagte die FDP-Politikerin: „Das ist zu hoffen.“

"Damals schaute Merkel zu"

Die FDP-Politikerin fügte außerdem hinzu, dass es heute nicht darum gehe, die Lieferung von Panzern als politischen Erfolg von Bundeskanzler Olaf Scholz zu verkaufen, sondern am Ende an das Resultat zu denken.

Strack-Zimmermann führte aus: „Und das Resultat kann nur bedeuten, dass die Ukraine ihre territoriale Integrität erhält, dass sie diesen Angriff Russlands abwehrt und dass Russland weiß, heute und morgen schaut die westliche Welt nicht zu, wie übrigens Angela Merkel und die damalige Regierung 2014 zugeschaut hat, dass das in Zukunft unter keinen Umständen mehr passieren darf, dass Grenzen verschoben werden, Menschen ermordet werden und wir nicht hinschauen und das im Herzen Europas.“

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