Durchschnittspreise von 2,07 Euro für Super E5 und 2,16 Euro für einen Liter Diesel

Teuer-Schock an der Zapfsäule: Wir zahlen mehr als unsere Nachbar-Länder

ARCHIV - 31.08.2022, Baden-Württemberg, Neuhausen auf den Fildern: Eine Frau tankt in einer Tankstelle des Bundesverband Freier Tankstellen und Unabhängiger Deutscher Mineralölhändler (BFT). Mit dem Start der vorübergehenden Spritsteuersenkung im Jun
Zum Stichtag 5. September wurden hierzulande Tagesdurchschnittspreise von 2,07 Euro für einen Liter Super E5 und 2,16 Euro für einen Liter Diesel ermittelt.
mut alf, dpa, Marijan Murat

Nach dem Auslaufen des Tankrabatts kommt der Preis-Schock an der Zapfsäule! Kraftstoff ist jetzt in Deutschland wieder teurer als in fast allen direkten EU-Nachbarstaaten. Viele Menschen nutzen das Auto, um zur Arbeit, Universität oder zur Schule zu kommen. Doch nach dem Auslaufen des Tankrabatts müssen sich viele nun zweimal überlegen, ob sie ihr Auto bewegen, die Preise haben wieder deutlich angezogen. Und das in ohnehin teuren Zeiten.

Zum Stichtag 5. September wurden hierzulande Tagesdurchschnittspreise von 2,07 Euro für einen Liter Super E5 und 2,16 Euro für einen Liter Diesel ermittelt. Das berichtet nun das Statistische Bundesamt.

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Nur in Dänemark und den Niederlanden ist Sprit ähnlich teuer wie hier

Durchschnittlich gibt es eine Steigerung von 35,16 Cent pro Liter Benzin und pro Liter Diesel sind es 16,71 Cent mehr. Zusätzlich zeigen nun Statistiken, dass der Sprit in Deutschland durchschnittlich teurer ist als in allen EU-Nachbarländern. Nur in Dänemark (2,04 Euro) und den Niederlanden (2,01 Euro) war beispielsweise Superbenzin ähnlich teuer wie in Deutschland.

Nur dank des Tankrabatts waren die Preise für Benzin und Diesel Mitte August an deutschen Tankstellen niedriger oder ähnlich hoch wie in den meisten direkten EU-Nachbarstaaten Deutschlands. Und von diesem haben laut Ökonomen vor allem die besser Verdienenden profitiert.

Hauptnutznießer seien zum Beispiel Menschen mit zum Teil zwei oder drei Autos im Haushalt, sagte etwa DIW-Präsident Marcel Fratzscher. Der Rabatt lohne sich zudem im Vergleich besonders bei großen Autos mit großen Motoren und hohem Spritverbrauch.

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Besonders deutlich fällt der Preisanstieg bei Diesel aus

Seit dem 1. September gelten die normalen Steuersätze. Damit gehört Deutschland wieder zu den teuersten Staaten in der EU.

Insgesamt sind die Kraftstoffpreise laut Bundesamt weiterhin höher als vor Beginn des Kriegs in der Ukraine. So hatte am 21. Februar 2022 ein Liter E5 noch 1,80 Euro und Diesel 1,66 Euro pro Liter gekostet. Besonders deutlich fällt der Preisanstieg damit beim Diesel-Kraftstoff aus. Am teuersten war der Sprit im März. (reuters/dpa)

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