Richtig krank melden: Darauf müssen Sie bei der Krankmeldung achten

21. Dezember 2016 - 12:12 Uhr

Krank zur Arbeit gehen, bringt niemandem etwas

Deutsche Arbeitnehmer melden sich immer häufiger krank. Das geht aus einem Bericht der Bundesregierung über den Stand von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit hervor. Danach fehlte 2015 im Schnitt jeder Arbeitnehmer an 15,2 Tagen - im Vorjahr waren es noch 14,4 Tage. Denn sich krank zur Arbeit schleppen, bringt weder Ihrer Gesundheit, noch Ihrem Arbeitgeber oder Ihren Kollegen etwas. Wenn der Körper angeschlagen ist, braucht er Ruhe. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich im Fall der Fälle richtig krankmelden!

So melden Sie sich richtig krank:

- Der Arbeitgeber sollte schnellstmöglich über die Dauer und die Gründe des Ausfalls informiert werden - am besten vor Arbeitsbeginn. Die Krankmeldung kann per Anruf, E-Mail oder Fax mitgeteilt werden. Zuständig sind in der Regel das Personalbüro oder die Vorgesetzten.

- Sind Sie ein bis drei Tage krank, sind Sie nicht verpflichtet, sich ein Attest beim Arzt verschreiben zu lassen, es sei denn, der Arbeitgeber fordert das Attest ausdrücklich schon bei dieser Dauer des Krankseins ein.

- Eine sogenannte 'Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung' vom Arzt muss rechtlich erst am vierten Kalendertag nach ihrem ersten Ausfall dem Arbeitgeber vorgelegt werden.

- Die Anzahl der Tage, für die Sie der Arzt krankgeschrieben hat, ist jedoch nicht verpflichtend. Sollten Sie vorher wieder gesund sein, müssen Sie auch zur Arbeit gehen.

- Tipp: Schauen Sie in jedem Fall nochmal in Ihren Arbeitsvertrag, wenn Sie krank sind. Manche Arbeitgeber haben dort bestimmte Regelungen zum Thema Kranksein aufgeführt.

- Melden Sie sich zu spät krank oder reichen Ihrem Arbeitgeber zu spät das Attest ein, droht Ihnen unter Umständen eine Abmahnung - im Wiederholungsfall sogar eine Kündigung.