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Rettung vor Taliban: Lufthansa-Maschine bringt rund 130 Personen aus Afghanistan in Sicherheit

Lufthansa-Maschine aus Usbekistan

Rund 130 Gerettete aus Kabul in Frankfurt gelandet

Rettungsflieger in Deutschland gelandet Chaos in Kabul
01:18 min
Chaos in Kabul
Rettungsflieger in Deutschland gelandet

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Gerettete Deutsche und Afghanen sicher in Frankfurt gelandet

In Frankfurt ist am frühen Mittwochmorgen eine Lufthansa-Maschine mit rund 130 Evakuierten aus Kabul gelandet. Der Airbus 340 kam aus Taschkent. Am Dienstag hatte ein Transportflugzeug der Bundeswehr ihre Luftbrücke zur Rettung von Deutschen und Afghanen begonnen und die Menschen in die usbekische Hauptstadt geflogen.

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Flucht aus Afghanistan: Lufthansa will mehrere Evakuierungsflüge anbieten

Die Bundesregierung hatte den Langstreckenjet gechartert. Die Lufthansa wird in Absprache mit der Bundesregierung auch Evakuierungsflüge aus Doha in Katar und möglicherweise auch aus anderen Anrainerstaaten Afghanistans anbieten, wie ein Sprecher am Dienstag sagte. Für die nächsten Tage sei eine noch unbekannte Zahl von Flügen geplant.

Am Dienstagabend startete in Kabul ein dritter Evakuierungsflug der Bundeswehr. An Bord des Transportflugzeugs A400M in Richtung Taschkent seien 139 Menschen, teilte Außenminister Heiko Maas (SPD) im „heute journal“ des ZDF mit. Das Flugzeug landete am frühen Mittwochmorgen in Taschkent. Von dort sollten die Evakuierten am selben Tag per Lufthansa nach Deutschland gebracht werden. Das Verteidigungsministerium teilte auf Twitter mit, nunmehr seien mehr als 260 Personen aus Afghanistan ausgeflogen worden. „Und wir evakuieren solange es geht weiter“, betonte das Ministerium.

Eine weitere Maschine steht Maas zufolge bereit. „Im Moment sind die Tore am Flughafen geschlossen, sobald die wieder geöffnet sind, werden wir diesen Betrieb fortsetzen.“

Erste Mitarbeiter der Deutschen Botschaft schon am Dienstag gelandet

Erste evakuierte Mitarbeiter der Botschaft in Kabul waren bereits am Dienstag nach Deutschland zurückgekehrt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur landeten sie am Dienstagnachmittag mit einer Linienmaschine auf dem Berliner Flughafen Schönefeld. In der Nacht zu Montag waren sie unter den ersten 40 deutschen Staatsbürgern, die mit einem US-Flugzeug nach Doha im Golfemirat Katar ausgeflogen worden waren. (dpa/mor)