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Verzweiflung in Afghanistan: Luftbrücke zwischen Taschkent und Kabul startet

Flughafen Kabul wieder erreichbar?

Verzweiflung in Afghanistan: Luftbrücke zwischen Taschkent und Kabul startet

Luftbrücke nach Taschkent soll heute Morgen starten Flughafen in Kabul von Taliban umzingelt
01:28 min
Flughafen in Kabul von Taliban umzingelt
Luftbrücke nach Taschkent soll heute Morgen starten

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Nach RTL-/ntv-Informationen: Luftbrücke startet

Die Situation in Afghanistan spitzt sich zu. Nach RTL-Informationen soll seit heute Morgen eine Luftbrücke zwischen Kabul und Taschkent starten. Flüge sollen ab dann regelmäßig nach Kabul führen. Der Flughafen soll wieder öffnen und das Rollfeld soll frei sein.

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Das Auswärtige Amt bestätigt gegenüber RTL: Nur sieben Menschen im deutschen Flieger mitgenommen

Vom Flughafen in Taschkent, der Hauptstadt Usbekistans, starteten in der Nacht die Airbus 400M jeweils ihre Evakuierungsflüge in das anderthalb Flugstunden entfernte Kabul. Im zweiten Anlauf gelang es einer Maschine am späten Abend, in der afghanischen Hauptstadt zu landen. Die Besatzung setzte Elitesoldaten ab und nahm die ersten Personen an Bord.

Rund um den Flughafen und auf dem Rollfeld selbst herrscht Chaos. Hunderte Zivilisten auf der Rollbahn - Satellitenaufnahmen zeigen, wie sie zu den wenigen Flugzeugen drängen. Eine Landung - fast unmöglich. Aus Regierungskreisen heißt es: Die erste Landung hat der Bundeswehrsoldat quasi „erzwungen“, indem er den Amerikanern am Boden in Kabul gesagt haben soll, er habe nach mehreren Stunden Kreisen nicht mehr genug Sprit, er müsse landen.

„Wir haben es gestern geschafft, in einer wirklich halsbrecherischen Landung unsere Maschine zu Boden zu bringen. Wir haben vor allen Dingen Soldaten dorthin gebracht, die jetzt absichern, damit die Leute, die wir rausfliegen wollen, auch überhaupt die Möglichkeit haben, zum Flugzeug zu kommen. Das war gestern der Hauptauftrag“, sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer heute im ARD-“Morgenmagazin“.

„Wir hatten nur ganz wenig Zeit und deswegen haben wir nur die mitgenommen, die jetzt wirklich auch vor Ort waren, und die konnten gestern wegen der chaotischen Situation noch nicht in einer größeren Zahl am Flughafen sein“, sagte Kramp-Karrenbauer weiter.

Die Evakuierung ist hochriskant - und eine logistische Herausforderung: Nur kurz bleiben die Flieger am Boden, wer dann nicht dort ist, kann nicht mitfliegen. Zum ersten deutschen Flug schafften es, wie das Auswärtige Amt gegenüber RTL bestätigte, gerade mal sieben Personen. Der Flughafen ist von den Taliban umzingelt.

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