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AFGHANISTAN-LIVETICKER - Nahrung in Afghanistan wird Ende September knapp

Alle Entwicklungen rund um die Geschehnisse in Afghanistan im Liveblog.

AFGHANISTAN-LIVETICKER - Nahrung in Afghanistan wird Ende September knapp

Mehrere Afghanen laufen auf einer Straße umher.
Für die im Land gebliebenen Afghanen dürfte die Nahrung Ende September knapp werden, so die Vereinigten Nationen.
www.imago-images.de, imago images/SNA, Stringer via www.imago-images.de

  • 9/1/20218:56:06 PM

    Liebe Leser, wir schließen an dieser Stelle den Ticker. Alle Informationen zum Thema "Afghanistan" finden Sie wie immer auf "www.rtl.de". Wir danken Ihnen für Ihr Interesse!

  • 9/1/20215:36:54 PM

    Verpflegung für Afghanistan wird Ende September knapp

    Die Vereinten Nationen warnen vor dem Versiegen von Nahrungsmittelhilfen für Millionen notleidende Afghanen. "Bis Ende September werden die Vorräte, die das Welternährungsprogramm im Land hat, aufgebraucht sein", sagte der stellvertretende UN-Sonderbeauftragte für Afghanistan, Ramiz Alakbarov, am Mittwoch. Er betonte, dass die humanitäre Hilfe nicht mit den nötigen finanziellen Mitteln der Mitgliedsstaaten ausgestattet ist - es würden akut mindestens 200 Millionen US-Dollar benötigt.

    Die Vereinten Nationen versuchen, im gesamten Land etwa 18 Millionen Notleidende mit Hilfsgütern zu versorgen - momentan könnten aber nur etwa neun Millionen Menschen erreicht werden. Alakbarov berichtete, dass auch nach der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban Hilfslieferungen nach Afghanistan möglich seien. "Wir waren in der Lage, über Grenzübergange von Pakistan aus 600 Tonnen Nahrung mit Trucks zu liefern", sagte er. Auch Lieferungen auf dem Luftweg nach Masar-i-Scharif seien möglich. 

  • 9/1/20218:53:35 PM

    Erschreckende Erkenntnis nach Anschlag in Kabul

    Bei dem Anschlag am Kabuler Flughafen Ende vergangener Woche sind nach Angaben des US-Militärs "mehr als 100 Afghanen getötet oder verwundet" worden. Das sagte US-Generalstabschef Mark Milley am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Pentagon. Milley erinnerte außerdem an die 13 getöteten und 22 verwundeten US-Soldaten und Soldatinnen. "13 unserer Besten bezahlten den höchsten Preis", sagte Verteidigungsminister Lloyd Austin. 
  • 9/1/20215:34:37 PM

    Minister tagen zu Afghanistan

    Die Außen- und Verteidigungsminister der EU-Staaten beraten an diesem Donnerstag bei Treffen in Slowenien über den Umgang mit den Entwicklungen in Afghanistan. Thema der Beratungen der Außenminister wird unter anderem sein, wie mit den neuen Taliban-Machthabern umgegangen werden soll und wie nach dem internationalen Truppenabzug weiter Unterstützung für hilfsbedürftige Menschen geleistet werden kann. Für die Verteidigungsminister stellt sich unterdessen die Frage, welche militärischen Lehren aus den Entwicklungen zu ziehen sind. 
  • 9/1/20211:35:00 PM

    Präsident des EU-Parlaments enttäuscht über Afghanistan-Erklärung

    Der Präsident des Europaparlaments David Sassoli hat die Entscheidung der EU-Staaten kritisiert, vorerst keine Zusagen zur Aufnahme von Menschen aus Afghanistan zu machen. "Wir waren sehr enttäuscht über die gestrigen Schlussfolgerungen des Rates für Inneres", sagte Sassoli am Mittwoch als Reaktion auf eine gemeinsame Erklärung der EU-Innenminister. 

    Man habe gesehen, wie Länder außerhalb der EU afghanische Asylbewerber aufgenommen hätten. "Aber wir haben nicht einen Mitgliedsstaat gesehen, der dasselbe getan hat", kritisierte er bei einer Veranstaltung der derzeitigen slowenischen EU-Ratspräsidentschaft in Bled.
  • 9/1/20211:05:00 PM

    Lapid: US-Abzug aus Afghanistan richtig, aber falsch umgesetzt

    Israels Außenminister Jair Lapid sieht den Abzug der US-Truppen aus Afghanistan nicht als Anzeichen für ein Ende der Einflussnahme des mächtigen Verbündeten in der Region. "Die USA suchen nach neuen Wegen, Dinge zu beeinflussen", sagte Lapid am Mittwoch vor ausländischen Journalisten in Jerusalem. "Ich glaube nicht, dass sie sich aus dem Nahen Osten zurückziehen."

    Zu der Art des US-Abzugs aus Afghanistan sagte Lapid allerdings: "Es war vermutlich die richtige Entscheidung, die nicht auf die richtige Weise umgesetzt wurde." Israel halte weiterhin an dem Prinzip fest, "dass wir uns selbst verteidigen", bekräftigte der Außenminister. "Man kann nicht von anderen erwarten, diesen Job zu machen - das hat sich wieder und wieder bewiesen."
  • 9/1/202112:46:01 PM

    Al-Kaida gratuliert den Taliban

    Das Terrornetzwerk Al-Kaida hat den Taliban zur Machtübernahme in Afghanistan gratuliert und mit Blick auf den US-Abzug aus dem Land von einem "historischen Sieg" gesprochen. Das "Generalkommando" Al-Kaidas verbreitete über seinen Propagandaflügel Al-Sahab am Dienstagabend eine zweiseitige Mitteilung. "Das afghanische Debakel Amerikas und der Nato markiert den Anfang vom Ende einer dunklen Ära westlicher Vorherrschaft und militärischer Besatzung islamischer Länder", heißt es darin. Das afghanische Volk sei aufgerufen, den Taliban zu vertrauen und sie zu unterstützen. 
  • 9/1/202111:55:00 AM

    Papst legt Merkel aus Versehen Putin-Zitat zu Afghanistan in den Mund

    Papst Franziskus hat Kritik des russischen Präsidenten Wladimir Putin an der Interventionspolitik des Westens in Afghanistan irrtümlich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zugeschrieben. Das Oberhaupt der katholischen Kirche bezeichnete Merkel als eine "der großen Persönlichkeiten der internationalen Politik" und zitierte sie dann mit diesem Satz: "Es ist notwendig, der unverantwortlichen Politik des Eingreifens von außen und des Aufbaus der Demokratie in anderen Ländern unter Ignorierung der Traditionen der Völker ein Ende zu setzen." Zwar hat auch Merkel angesichts des Afghanistan-Debakels betont, dass international darüber beraten und künftig gut abgewogen werden müsse, wo man sich einsetzt - das vom Papst genannte Zitat ist aber die Position Putins, der dem Westen schon länger Einmischung in innere Angelegenheiten anderer Länder vorwirft.

    Der Papst aber lobte in einem am Mittwoch gesendeten Interview des spanischen Radiosenders Cope die "Weisheit" der Worte "dieser Frau" während ihres Moskau-Besuchs vor eineinhalb Wochen. Der Vatikan reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage zu der Äußerung des 84-jährigen Argentiniers.
  • 9/1/202111:38:42 AM

    Schießübungen russischer Panzer an Grenze zu Afghanistan

    Nach dem Abzug der letzten US-Truppen aus Afghanistan haben russische Panzer Schießübungen im Nachbarland Tadschikistan in Zentralasien absolviert. Die Besatzungen von Kampfpanzern vom Typ T-72 hätten in den Bergen an der Grenze zu Afghanistan am Tag und in der Nacht Schüsse abgefeuert, teilte der zuständige Wehrbezirk der russischen Armee am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge mit. Die Soldaten hätten zudem den Einsatz von Maschinengewehren auf bewegliche Ziele trainiert.
  • 9/1/202110:37:00 AM

    Michel: EU braucht mehr strategische Autonomie

    Als Konsequenz aus den Ereignissen in Afghanistan muss die Europäische Union nach den Worten von Kommissionspräsident Charles Michel sich um mehr strategische Autonomie bemühen. Die Union brauche eine neue Stufe der kollektiven Verteidigung, sagt er beim Strategischen Forum von Bled in Slowenien. Die EU müsse sich besser darauf vorbereiten, ihre Bürger durch das Militär aus Situationen wie in Afghanistan herauszuholen. Europäische Staaten waren dabei auf das US-Militär angewiesen, das den Flughafen Kabul sicherte. "Meiner Ansicht nach brauchen wir kein weiteres geopolitisches Ereignis dieser Art, um zu begreifen, dass die EU nach mehr Entscheidungsautonomie und größerer Handlungsfähigkeit in der Welt streben muss."
  • 9/1/20218:31:11 AM

    Warten auf Taliban-Regierung in Afghanistan - Gefechte mit Widerstand

    Nach dem US-Truppenabzug aus Afghanistan lassen die militant-islamistischen Taliban mit einer Regierungsbildung weiter auf sich warten. Es gebe noch keine exakten Informationen über den Zeitpunkt, sagte Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Auch ob Talibanführer Haibatullah Achundsada erstmals nach der Machtübernahme der Islamisten öffentlich auftreten werde, ließ er offen. "Wir warten", so Mudschahid.
  • 9/1/20216:29:49 AM

    London spricht mit Taliban über Ausreise von Briten und Ortskräften

    Die britische Regierung verhandelt mit den militant-islamischen Taliban über eine sichere Ausreise von Briten und afghanischen Ortskräften aus Afghanistan. Der Sonderbeauftragte von Premierminister Boris Johnson, Simon Gass, sei zu Gesprächen mit führenden Vertretern der Taliban in die katarische Hauptstadt Doha gereist, sagte ein Regierungssprecher in London in der Nacht zu Mittwoch. Es gehe darum, "die Bedeutung einer sicheren Ausreise für britische Staatsangehörige und die Afghanen, die in den vergangenen 20 Jahren mit uns zusammengearbeitet haben, zu unterstreichen".
  • 9/1/20216:15:00 AM

    USA ermöglichen trotz Sanktionen gegen Taliban humanitäre Hilfe

    Die USA setzen auch nach dem Abzug in Afghanistan ihre humanitäre Hilfe vor Ort fort. Eine Sondergenehmigung ermächtige die US-Regierung und ihre Auftragnehmer, trotz Sanktionen gegen die als Terroristen eingestuften Taliban Hilfe für die Menschen in Afghanistan zu leisten, einschließlich der Lieferung von Lebensmitteln und Medikamenten, sagt ein Beamter des US-Finanzministeriums der Nachrichtenagentur Reuters. Die bestehenden Sanktionen frieren alle US-Vermögenswerte der militanten islamistischen Gruppe ein und verbieten den Amerikanern den Handel mit ihnen, einschließlich der Spende von Finanzmitteln, Waren oder Dienstleistungen. Diese Sanktionen blieben von der Sonderregelung unberührt, sagt der Beamte. 
  • 9/1/20216:05:00 AM

    Experte: Viele Afghanen wollen fliehen - Aber anders als 2015

    Angesichts der humanitären Notlage in Afghanistan rechnet der Migrationsexperte Gerald Knaus schon bald mit sehr vielen Menschen, die ins Ausland fliehen wollen - aber mit keiner massenhaften Einreise von Migranten nach Europa so wie 2015. Die dafür wichtigste Grenze zwischen dem Iran und der Türkei sei heute «mit Mauern, Drohnen und Zehntausenden Soldaten hart abgeriegelt», sagte er der Düsseldorfer «Rheinischen Post» (Mittwoch). «Was es ganz sicher nicht geben wird, ist eine größere irreguläre Migration wie 2015 bis in die Europäische Union.»

    Knaus ist der Leiter der Denkfabrik Europäische Stabilitätsinitiative (ESI), die den Plan für die Rücknahmevereinbarung mit der Türkei zu syrischen Flüchtlingen entwickelt hatte.
  • 9/1/20216:01:00 AM

    Pentagon: Haben keine Hunde in Käfigen in Kabul zurückgelassen

    Aufregung um Hunde am Flughafen Kabul: Das Pentagon hat Berichte zurückgewiesen, Hunde des US-Militärs am Flughafen der afghanischen Hauptstadt in Käfigen zurückgelassen zu haben. Die vorrangige Aufgabe der USA sei die Evakuierung von US-Bürgern, afghanischen Ortskräften und gefährdeten Afghanen gewesen, erklärte das Pentagon am Dienstag. Weiter hieß es: «Das US-Militär hat keine Hunde in Käfigen auf dem internationalen Flughafen Hamid Karzai zurückgelassen, auch keine (...) Militärdiensthunde.» Entsprechende Berichte seien falsch.
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