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Powernap: So lange dauert der perfekte Mittagsschlaf

Power Nap für neue Kraft

So geht der perfekte Mittagsschlaf

ILLUSTRATION - Ein Mann liegt am 31.10.2016 in Hamburg wach in seinem Bett (gestellte Szene). Foto: Christin Klose | Verwendung weltweit
Schlaflosigkeit
RK, picture alliance / dpa Themendie, Christin Klose

Kostbare Ruhezeit

Augen zu, Erholung an: Ein kleines Schläfchen zwischendurch tut einfach gut! Also sollten wir uns ruhig mal eine Mütze davon gönnen. Aber wie lang darf denn ein Power Nap jetzt eigentlich sein, damit wir wirklich Kraft tanken? Und wann ist der beste Zeitpunkt dafür?

Job lässt keine Zeit für Ruhepausen

Im Arbeitsalltag der meisten Deutschen ist für den Powernap wenig Raum – im wahrsten Sinn. Spätestens nach dem Mittagessen sinkt die Konzentration, doch statt mit ein paar Minuten Ruhe wird mit jeder Menge Kaffee gegengesteuert. Ein bekanntes Unternehmen fordert seine Mitarbeiter allerdings ausdrücklich dazu auf, sich aufs Ohr zu legen.

Und das sind die goldenen Regeln für einen erholsamen Mittagsschlaf:

Nicht zu lange

Mann stellt Wecker auf Smartphone
Beim Mittagsschlaf gilt: Wecker stellen nicht vergessen!
iStockphoto

Das ist wohl jedem schon passiert: Aus „nur mal kurz die Augen zumachen“ wird „Welches Jahr haben wir?“ Um das Gefühl zu vermeiden, von einer Dampflok überfahren worden zu sein, ist ein diszipliniertes Timing absolut notwendig. Je nach persönlicher Veranlagung liegt die ideale Dauer zwischen zehn und maximal 30 Minuten.

Mehr sollten es nicht werden, denn auf den erholsamen Leichtschlaf folgt eine Tiefschlafphase – und nach der wieder fit zu werden, dauert deutlich länger. Also: Wecker stellen!

Falls gerade kein Wecker zur Hand ist, kann ein Schlüsselbund dabei helfen, dass der Powernap nicht zu lange dauert. Einfach den Schlüsselbund vor dem Augenschließen in die Hand nehmen und ca. 40-60 cm über dem Boden baumeln lassen. Sobald der Körper in die Tiefschlafphase gleitet, lockert sich die Hand, der Schlüssel fällt auf den Boden und Sie sind im Nu hellwach und bereit, wieder voll durchzustarten.

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Richtiger Zeitpunkt

Ein Powernap macht vor allem zwischen 13 und 16 Uhr Sinn, denn in dieser Phase haben die meisten Menschen aufgrund ihres Biorhythmus ein deutliches Tief. Das hängt auch – aber nicht nur – mit dem Mittagessen zusammen: Nach dem Lunch sinken Blutzucker und damit auch die Energie in den Keller. Hier kann man ruhig der inneren Uhr vertrauen – beziehungsweise der Müdigkeit.

Schlafen muss nicht sein

Einschlafen fällt Ihnen schwer? Das macht nichts! Allein die bewusste Entscheidung, sich ein paar Minuten Entspannung zu gönnen, kann Wunder wirken. Denn auch so lässt sich Stress reduzieren, der sonst zum Energiefresser wird und uns müde macht.

Manche vermeiden das Wegdösen sogar bewusst – mit der „Schlüsselmethode“: Sie setzen sich in einen Sessel, nehmen einen Schlüssel in die Hand – und stehen, sobald die Muskeln erschlaffen und der Schlüssel klirrend auf den Boden fällt, wieder auf.

Vorher Kaffee trinken

Klingt zunächst paradox, ist aber für die Erholung extrem sinnvoll: Wer Kaffee trinkt, sollte das nicht nach dem Nickerchen tun, sondern direkt davor. Der Grund: Während der Ruhephase reinigt sich das Gehirn vom „Schlafmolekül“ Adenosin. Das Koffein des Kaffees gelangt wiederum erst nach etwa zwanzig Minuten ins Gehirn und kann nun optimal an den freien Rezeptoren andocken. Der Effekt: Wir sind ausgeruht und hellwach.

Im Video: Der Selbsttest - immer nur 90 Minuten am Stück schlafen?

Fußballer Christiano Ronaldo soll darauf schwören: Polyphasisches Schlafen. Dabei wird der Schlaf aufgeteilt – auf fünf Einheiten à 90 Minuten am Tag. Kann das wirklich erholsam sein? Unser Reporter macht den Test.

Polyphasischer Schlaf im Selbsttest RTL-Reporter testet Intervallschlaf
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RTL-Reporter testet Intervallschlaf
Polyphasischer Schlaf im Selbsttest

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