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Plakate hängen überall in Deutschland: Satire macht sich über "GasGerd" Schröder lustig

In ganz Deutschland hängen die "Skandal"-Plakate

Satire macht sich über "GasGerd" Schröder lustig

Werbeplakat macht Altkanzler Schröder zum Gespött "Skandal um 77-jährigen Hannoveraner"
01:11 min
"Skandal um 77-jährigen Hannoveraner"
Werbeplakat macht Altkanzler Schröder zum Gespött

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Seit ein paar Tagen tauchen immer mehr davon aus: In Köln, Hannover, Göttingen, Mannheim – mittlerweile sind sie in ganz Deutschland zu finden: Große Werbetafeln mit DEM „Skandal“ der deutschen Politikwelt – so prangern jedenfalls die Großbuchstaben der „dpo“-Meldung. Ganz konkret geht es um einen „77-Jährigen Hannoveraner“, der später auch „GasGerd“ genannt wird. Von wem hier die Rede ist? Natürlich ganz klar: Altkanzler Gerhard Schröder – ein Foto von ihm ist passenderweise auch noch auf der Plakattafel abgebildet.

Eine Satire-Gruppe hat sich den Ex-Bundeskanzler vorgeknüpft. Denn dieser steht trotz russischem Angriffs-Krieges immer noch zu seinem russlandfreundlichen Kurs und behält hohe Posten in einem russischen Staatskonzern.

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Satiregruppe betreibt "Adbusting"

Hinter der kuriosen Aktion steckt die Gruppe „DIES IRAE“, auf Instagram und Twitter auch unter dem Namen „nervtjeden“ zu finden. Wie auf den Profilen der Gruppe in den sozialen Netzwerken zu erkennen ist: Die „GasGerd“-Aktion ist nicht die erste satirische Plakataktion der Gruppe. Mit dem Manipulieren von Werbung oder „Adbusting“ will die Gruppe auf kritische Themen aufmerksam machen. So gab es schon satirische Plakatwerbung über die AfD, die Deutsche Bahn oder die Polizei. Oft wirken die Plakate der Satire-Gruppe denen von offiziellen Stellen zum Verwechseln ähnlich.

Jetzt ist scheinbar Gerhard Schröder dran, dessen Verhalten seit Beginn des Krieges ein richtiges Aufreger-Thema geworden ist. Trotz Angriffs der Russen auf die Ukraine, mit unzähligen Opfern und zahlreichen Berichten über russische Kriegsverbrechen: Der Ex-Kanzler bleibt bei seinem russlandfreundlichen Kurs, hat weiter Posten in einem der größten russischen staatlichen Konzerne inne und gilt weiter als Freund Putins.

"GasGerd": "Irgendwie muss ich selbst ja auch die steigenden Energiepreise bezahlen,“

In dem „Artikel“ wird beschrieben, warum genau der SPD-Politiker seine „lukrativen Lobbyisten-Jobs“ beim russischen Staatskonzern nicht aufgeben will: „Irgendwie muss ich selbst ja auch die steigenden Energiepreise bezahlen,“ wird „GasGerd“ auf dem Plakat zitiert. Eine Anspielung auf die aktuell hohen Energiepreise, die paradoxerweise durch den Kriegsbeginn erst ausgelöst worden sind.

Aber neben Schröders aktueller Politik, wird auch Schröders Politik als Bundeskanzler ins Visier der Satire genommen: Unter Schröder wurde mit der Agenda 2010 auch das Konzept von Hartz 4 eingeführt, das – wie auf dem Plakat zu lesen ist – „absichtlich“ die Menschen verarmen lasse. Um nicht selbst in solch einen „sozialen Abstieg“ zu rutschen, bleibe Schröder also quasi nichts anderes übrig, als die Jobs bei Putin zu behalten. Anders würde das „mickrige Existenzminimum für Altkanzler“ laut „GasGerd“ einfach nicht zum Leben ausreichen.

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Esken: Sollten aufhören, Schröder "Altkanzler" zu nennen

Die öffentliche Kritik gegen den Altkanzler ist mittlerweile aber nicht nur auf satirischer Plakatwerbung oder von Seiten der Opposition zu hören. Auch aus den führenden Reihen seiner Partei, der SPD, gibt es mittlerweile Rücktrittforderungen und Anträge für ein Parteiausschlussverfahren. So sagte die SPD-Vorsitzende Saskia Esken erst kürzlich:

„Gerhard Schröder agiert seit vielen Jahren lediglich als Geschäftsmann, und wir sollten damit aufhören, ihn als Elder Statesman, als Altkanzler wahrzunehmen. Er verdient sein Geld mit der Arbeit für russische Staatsunternehmen, und seine Verteidigung Wladimir Putins gegen den Vorwurf der Kriegsverbrechen ist regelrecht absurd“. (khe)

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